Doxie One – transportabler Dokumentenscanner

Review of: Doxie One
Dokumentenscanner:
Jan

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Rating:
4
On 8. März 2013
Last modified:13. März 2014

Summary:

Gute Idee mit guter Umsetzung. Für den Privatanwender ein ordentlicher Dokumenten-Scanner mit einfacher Benutzung des Geräts und der Software. Dank Größe und Unabhängigkeit von anderen Geräten nicht nur zu Hause sondern vielerorts auch unterwegs einsetzbar. Der Scanner ist die 150 € einfach wert. Er macht einen guten Job und es macht Spaß seine Dokumente zu scannen.

Eines meiner Zusatzprojekte bei meiner Weiterbildung ist “Learning Paperless” – dabei habe ich euch meinen Weg für Notizen mit dem iPad mini, Adonit Jot Stiften und Notability schon gezeigt. Heute möchte ich auf meine Dokumentenerfassung eingehen und da besonders erstmal auf ein bestimmtes Gerät – den Doxie Go Scanner. Der Doxie Go ist wohl der simpelste Dokumentenscanner den man aktuell erwerben kann.

Der Doxie ist klein, kompakt und super einfach. Er passt in jede Messenger Bag und jeden Rucksack. Mit einer Größe von 26.7 cm x 4.3 cm x 5.6 cm und 386 g kann man ihn wirklich immer dabei haben, wenn man weiß, dass es die Möglichkeit gibt, dass man etwas scannen möchte. Wenn ihr Doxie gerade nicht benötigt verschwindet er übrigens sehr platzsparend in eurer Schublade.

Der Scanvorgang selbst ist mehr als simpel. SD-Karte einstecken, Scanner einschalten, ein paar Sekunden warten, Vorlage anlegen und der Scanner zieht die Vorlage automatisch ein und speichert das Bild als farbiges JPEG mit 300 dpi Auflösung auf der Karte. Fertig. Anschließend könnt ihr die Daten an jedem Gerät, das etwas mit SD-Karten anfangen kann weiterverarbeiten oder archivieren. Für den reinen Scan benötigt ihr also kein weiteres Gerät und das Beste ist, ihr braucht noch nicht mal eine Steckdose. Man kann den Doxie Go auch einfach mit vier AAA Akkus betreiben. Ich und auch Doxie empfehlen hier die Eneloop Akkus.

Zum Lieferumfang gehört neben dem Scanner auch noch ein Netzteil, eine Kalibrierungskarte, die man einmalig benötigt, ein Micro-USB-Kabel und eine 2 GB SD-Karte auf der Platz für gescannte 2400 Seiten ist. Außerdem bekommt ihr die Doxie App für Windows und Mac.

Mit dem Micro-USB-Kabel könnt ihr einerseits auf die SD-Karte zugreifen falls ihr sonst kein Lesegerät habt oder ihr könnt die interne Firmware des Scanners updaten. Außerdem funktioniert der USB-Anschluss auch als Stromquelle.

Mit der Doxie App könnt ihr eure Scans importieren und weiterverarbeiten. So könnt ihr Kontrast, Farben und Farbmodus recht einfach optimieren und die Scans drehen, beschneiden und begradigen. Außerdem könnt ihr die einzelnen Seiten recht einfach zu einem zusammengehörigem Dokuments zusammenfassen. Anschließend könnt ihr die optimierten Scan als JPEG, PNG oder durchsuchbares PDF exportieren. Durchsuchbare PDFs funktionieren natürlich nur wenn das PDF auch wirklich Text enthält, so ist in der Software die ABBYY OCR Technologie für Texterkennung integriert.

Weiterverteilen per AirDropx, iMessage, Twitter und Co. ist natürlich auch mit von der Partie. Eine Dokumentenverwaltung liefert Doxie nicht mit, es ist eine reine Weiterverarbeitungssoftware, aber man kann direkt zu Dropbox, Evernote, Google Drive, Flickr, Basecamp und weiteren hochladen. Die Software ist nicht HighEnd aber funktioniert gut. Ich würde mir mehr und bessere Automatikfunktionen wünschen zur Optimierung der Scans.

Scannen könnt ihr Dokumente von Visitenkartengröße bis DIN A4. Dabei beschränkt sich die maximale Stärke des Papiers auch etwa auf dicke Visitenkarten oder Fotos. Der Einzug braucht gerade bei schmalen länglichen Dokumenten wie Kassenbons ein bisschen Fingerspitzengefühl, da er sonst gerne einmal schief einzieht.

Um einmal auf meinen Anwendungsfall zurückzukommen. Ich nehme meinen Doxie immer mit zur Weiterbildung und scanne die dort verteilten Zettel direkt ein. Anschließend importiere ich mir die Zettel per Camera Connection KitUSB oder Lightning ist egal – auf mein iPad. So liegen diese jetzt im meiner Camera Roll. Da es sich häufig um Schwarz/Weiß-Dokumente handelt optimiere ich die noch farbigen JPEGs gerne in Scanner Pro. Von dort landen sie in meiner Dropbox oder wenn ich noch Notizen dazu machen möchte entweder in PDFPen oder Notability.

Habt ihr die Sachen erstmal auf dem iPad, könnt ihr damit machen was euch eben so einfällt – bearbeiten, Notizen machen, an den Kollegen schicken, online stellen auf eurem Blog, twittern und so weiter – eben alles was euch die ganzen Apps so ermöglichen.

Ein Tipp von mir ist übrigens sich zum Doxie eine Sandisk Eye-Fi Karte zu kaufen. So bekommt ihr eure Scans einfach per Wifi auf den Rechner, das iPad und sogar das iPhone.

Man muss Doxie wirklich von anderen Dokumentenscannern abgrenzen wie z.B. den größeren Fujitsu SnapScans. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Vorteile des Doxie sind die kompakte fransportable Form, seine Einfachheit ohne jegliche Einstellungen auszukommen und seine Unabhängigkeit von anderen Geräten und Stromanschlüssen. Nachteile sind wohl der einfache Einzug, der immer nur eine Seite anlegen lässt, keine Duplex-Funktion und er hat nur 300 dpi Auflösung.

Ich denke der Doxie ist besonders gut geeignet für alle, die privat einen Dokumentenscanner benutzen möchten. Dort scannt man meist nicht so große Mengen, daher kann man auf Duplex und Mehrseiten-Einzug gut verzichten. Bekommt dafür aber ein kleines und transportables Gerät zum guten Preis. Im beruflichen Umfeld ist es wohl eher nur für die interessant, die unterwegs mal etwas scannen wollen. Im Büro steht dann doch eher das größere stationäre Gerät, da es bei den Mengen einfach praktischer ist.

Fotos

Shopping

Zu kaufen gibt es den Doxie One bei Amazon für 149 €.

Bewertung

gut+
Gute Idee mit guter Umsetzung. Für den Privatanwender ein ordentlicher Dokumenten-Scanner mit einfacher Benutzung des Geräts und der Software.  Dank Größe und Unabhängigkeit von anderen Geräten nicht nur zu Hause, sondern vielerorts auch unterwegs einsetzbar. Der Scanner ist die 150 € einfach wert. Er macht einen guten Job und es macht Spaß seine Dokumente zu scannen.

Gute Idee mit guter Umsetzung. Für den Privatanwender ein ordentlicher Dokumenten-Scanner mit einfacher Benutzung des Geräts und der Software. Dank Größe und Unabhängigkeit von anderen Geräten nicht nur zu Hause sondern vielerorts auch unterwegs einsetzbar. Der Scanner ist die 150 € einfach wert. Er macht einen guten Job und es macht Spaß seine Dokumente zu scannen.