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Meine Erfahrungen mit 21:9 Curved Displays – Gastgeber ein LG 34″

Retrospective

Es ist schon eine Zeit her als ich das Curved 34″ Display von LG ausprobieren durfte und jetzt habe ich nochmals über die Sache nachgedacht. Ich möchte gar nicht so sehr über Bildqualität, Anschlüsse, Features oder ähnliches schreiben, sondern mich viel mehr darauf konzentrieren welchen Unterschied die reine Größe, das Format und das gebogene Display für mich machen und dazu ein paar Stichpunkte aufführen, die ich auch heute nochmals im Vergleich zu einem flachen 27″ Display (16:10) sehe.

Der Anschluss meines Macbook Pros am Thunderbolt Dock machte für das 34″ LG Display keine Probleme. Auflösung, Farben, Bildwiederholrate – alles direkt wie gewünscht ohne weiteres Setup. Der Monitor macht auf meinem doch recht bescheidenem Schreibtisch einiges her und ist ziemlich präsent.

Ich finde das Display von den Features hammer cool, es sieht schick aus, bietet viel Fläche und ist eigentlich auch gar nicht so teuer. Rein von den Spezifikationen also top und einen Kauf mehr als Wert. Dennoch habe ich so meine Probleme mit dem Gesamtpaket. Dies liegt vielleicht gar nicht so sehr genau an diesem Modell sondern schlicht an meiner Gewohnheit.

Ich komme mit der Größe, dem Format und Curved – also genau den großen Features, die man mit diesem Produkt kaufen möchte – nicht klar. Die Mischung aus 21:9 und 34″ ergibt bei mir mehrere Problemchen.

Ich muss zu viel von links nach rechts schauen. Dabei wird das ganze auf Dauer sehr anstrengend für die Augen oder eben auch für den Nacken.

Außerdem gefällt mir das gebogene Display einfach irgendwie nicht. Vielleicht hätte ich es einfach ein paar Wochen länger nutzen müssen, aber gefühlt komme ich mit einem flachen Display besser klar und finde es weniger anstrengend. Beim Curved-Display habe ich den Eindruck, dass ich auf den Millimeter genau mittig davor sitzen muss. Mache ich natürlich nicht, dafür stehe ich zu häufig vom Schreibtisch auf und ändere auch so gerne mal meine Sitzposition.

Dieses Problem wird noch größer wenn man zu zweit vor dem Display sitzt und an etwas arbeiten möchte. Entweder sitzt einer total seitlich zum Display und guckt in sehr merkwürdigem Abstand auf die unterschiedlich weit entfernten Seiten des Displays oder beide schauen ein bisschen falsch drauf, beides mies.

Außerdem wahrscheinlich auch nicht der typische Prosumer für dieses Displays. Ich schneide selten Videos oder mache Musik am Mac, bei diesen Sachen denke ich kann man die extreme Breite ziemlich gut gebrauchen, wenn die Software den Platz auch effektiv zu nutzen weiß.

Auf meinem Schreibtisch fand ich das Display unproportional ausladend. Ich konnte meinen anderen Kram, den ich sonst auf dem Schreibtisch stehe habe schlecht unterbringen. Außerdem musste ich mein iPad-Setup durch das gebogene Display noch weiter nach vorne schieben damit ich damit arbeiten konnte.

Spaß machte mir das Displayformat und die Größe für Videogames. Ich denke für Genres wie 3D-Shooter oder Simulationen à la Autorennen, Landwirtschafts- und Flugsimulatoren ist es ideal. Ich habe ein paar Egoshooter ausprobiert und es ist schon sehr spannend wie weit man dort ins Geschehen eintaucht dank des Displays.

Und nu?

Ich bin zurzeit wieder bei einem geliebten 27″ Display im 16:10 Format. Dennoch reizt es mich wieder einmal ein Curved Display auszuprobieren in Zukunft.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

3 Kommentare

  1. Hast du auch probleme mit geraden Linien gehabt? Lese immer wieder bei Curved Displays, dass man nicht mehr wirklich gerade Linien hat, es sei denn, sie sitzt sehr mittig.

    Erwähne auch den Kauf eines 21:9 Monitor, bin aber noch etwas unschlüssig.

  2. Moin!

    Ich habe jetzt schon fast zwei Jahre ein 21:9 Display von LG (34UM95-P) hier bei mir am Mac mini 2012 (ja, der kann die volle Auflösung problemlos über Thunderbolt nutzen!) laufen und möchte davon nicht wieder weg. Es bringt halt eine Menge Platz in der Breite und auch in der Höhe, was mir eigentlich viel wichtiger ist, ist genügend Platz vorhanden. So kann man problemlos nebeneinander Mail und Browser laufen lassen.
    Einen curved Monitor habe ich noch nicht ausprobiert, möchte ich aber auch nicht, weil ich mir ziemlich sicher bin, daß ich mit den gebogenen Linien nicht klarkomme.

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