Moov Now – Der Fitnesscoach

Und schon wieder hat sich an meine Arme ein „Fitnesstracker“ verirrt, den ich euch in diesem Beitrag kurz vorstellen möchte. Heute dreht sich jeder Buchstabe dieses Beitrags um das Moov Now, das genauer gesagt übrigens gar kein Fitnesstracker, sondern ein Fitnesscoach ist und damit sicher nichts für den normalen Alltagsgebrauch von Sesselhockern ist. Das Moov Now ist konzipiert für (angehende) Sportler!

Optik und Haptik

Das Moov Now ist anders – das merkt man bereits beim ersten Anblick. Es kommt elegant verpackt zu Hause an und wirkt nach dem Entfernen der Umverpackung direkt sehr abgespaced. Die Waben-Optik und die knalligen Farben machten mich bereits im Produktvideo vom Hersteller neugierig auf das kleine Gerät und ließen mein kunterbuntes Herz beim Auspacken direkt höher schlagen. Ich mag die Optik sehr – sie ist einfach anders als alle anderen „Tracker“, die es bisher gab. Aber das ist wie in vielen Dingen sicherlich Geschmackssache.

Dazu kommt diese tolle Haptik des Arm-/Beinbands. Es ist ein butterweiches Band, das sich so perfekt an Arm und Bein anschmiegt, dass man direkt vergisst, das man es trägt. Lediglich die Waben, die sich durch das gesamte Band ziehen und es damit perfekt stufenlos verstellbar machen, drücken sich beim Auflegen des Arms leicht in die Haut und hinterlassen ein lustiges Muster, das nach wenigen Minuten wieder von der Haut verschwindet. Mitgeliefert werden zwei Bänder in unterschiedlichen Längen. Es ist damit passend für jeden Arm und jedes Bein.

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Minimalistisch gut

Das Moov Now kommt komplett ohne Display aus. Lediglich eine kleine rote LED gibt euch Auskunft über den Status der Batterie. Im Lieferumfang sind keine Ladekabel o.ä. enthalten, weil man keine braucht. So einfach kann es sein und so mancher Tracker könnte sich davon eine Scheibe abschneiden. Die Knopfzelle im Moov Now hat eine Haltbarkeit von ca. 6 Monaten und kann mit zur Hilfenahme eines Fingernagels zur gegebenen Zeit gewechselt werden. Alle wichtigen Informationen bekommt ihr über die Moov Now App (Android & iOS) auf euerm Smartphone. Der Tracker selbst ist absolut wasserdicht – das macht ihn damit zum Allrounder.

Coaching per App

Das Koppeln des Moov Now mit dem Smartphone ist sehr simple. Alles was hierfür wichtig ist, bekommt ihr einfach und verständlich in Wort und Bild via App oder Bedienungsanleitung erklärt.

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Die App ermöglicht es euch dann mehrere Sportarten mit dem Armband anzugehen: Laufen, Radfahren, Schwimmen, Cardio Boxing und ein 7-Minuten-Workout stehen euch zur Verfügung. Das Interessante daran ist, dass ihr eure Aktivität während eines Trainings mit dem Moov Now nicht nur überwachen könnt, sondern, dass euch der Fitnesscoach in der App via Sprachausgabe durch euer jeweiliges Programm führt. Zwar ist die Sprachausgabe aktuell nur in englischer Sprache verfügbar, aber dennoch ersparen die Ansagen einen Blick auf das Smartphone und bieten Motivation.

Ihr bekommt beispielsweise eure aktuelle Laufstrecke gesagt, bekommt aber verbal auch einen Klapps auf den Hintern, wenn euer Lauftempo zu langsam ist. Es ergibt sich daraus eine ganz interessante Mischung aus Fakten und Motivation, die bei Ausdauersportlern sicherlich gut ankommt.

Darüber Hinaus ist es mit dem Moov Now eben auch möglich mal andere Sachen zu machen, als immer nur zu laufen. Praktisch finde ich, dass euch der Coach vor jedem Training erklärt, wie ihr das Moov bei Sportart X idealer Weise tragen solltet. Wer beispielsweise gerne schwimmen geht, findet im Moov Now einen treuen Begleiter und befestigt es ggf. mit dem längerem Band an seinem Knöchel. Zwar muss man hier auf die aktive Unterstützung des Coachs während der Trainingsphase verzichten (es sei denn ihr habt ein wasserdichtes Smartphone und wasserdichte In Ears), kann aber nachher seine aktiven Minuten im Wasser dennoch per Klick auf den Tracker mit seinem Smartphone synchronisieren und bekommt eine entsprechende Auswertung des Trainings.

Auch Fahrradfahren ist mit dem Moov Now kein Problem. Auch hier wird das Band idealer Weise wieder am Knöchel befestigt. Selbst beim Boxen unterstützt der Coach den Trainierenden mit Informationen und Kommentaren. Idealer Weise werden hier zwei Moov Now (eines für jeden Arm) benötigt. Wer die Kommentare des Coachs lieber diskreter möchte und nicht auf offener Straße von einer weiblichen Stimme aufgrund seines Tempos geneckt werden möchte, benutzt einfach seine In Ears – das empfiehlt übrigens auch der Hersteller.

Wer sich beispielsweise für den 7-Minuten-Workout in der App entscheidet, bekommt die Übungen per Video vorgemacht. Das macht den Einstieg auch Neulingen sehr einfach und ist meiner Meinung nach sehr komfortabel, weil man genaue Instruktionen darüber bekommt, was man zu tun hat.

Ihr habt außerdem immer die Wahl zwischen mehreren voreingespeicherten Trainings. Ist für euch kein passendes Training dabei, habt ihr auch immer die Möglichkeit ein freies Training zu starten. Euer Coach ist trotzdem immer dabei und kommentiert eure aktuelle Leistung. Es ist der perfekte Workout!

Genauer Tracker

Der Tracker ist mit einem Beschleunigungssensor, einem Magnetometer und einem Gyroskop ausgestattet und ist damit erstaunlich genau in seiner „Wahrnehmung“ von Bewegungen. Beim 7-Minuten-Workout ist es beispielsweise gar nicht so einfach bei einer Übung zu Schummeln… aber wer macht das schon… lächerliche 7 Minuten Training sind doch ein Klacks… *hust*

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…und action!

Anders als bei anderen Trackern verzichtet der Hersteller beim Moov Now – wie oben schon angedeutet – auf das Tracken von Strecken, Stockwerken oder beispielsweise dem Puls und beschränkt sich bei seiner Angabe ausschließlich auf die Angabe „Aktive Minuten“. Ich hatte während meiner Trainings den Eindruck, dass diese Angaben auch ziemlich genau sind. Gemessen wird hierbei dann alles, was über eine normale Geh-Bewegung hinausgeht, wobei „Walking“ dann schon als aktive Minute zählt. Ihr braucht auch übrigens gar nicht jedes Mal ein Training starten. Der Tracker merkt selbstständig, wenn ihr euch schneller oder intensiver bewegt und vermerkt dies automatisch in der Tagesübersicht.

Darüber hinaus ermittelt der Fitnesscoach neben den aktiven Minuten in der App den täglichen Energiebedarf und rechnet jede eurer Aktivitäten in verbrauchte Kalorien um. So seht ihr am Ende des Tages auf einen Blick, ob ihr euch genug bewegt habt. Der Coach empfiehlt übrigens pauschal erstmal 30 Minuten Bewegung pro Tag.

Schlaftracking

Neben der sportlichen Unterstützung bietet das Moov Now außerdem eine eigenständige Schlaftracking Funktion. Diese muss ebenfalls nicht manuell aktiviert werden. Das Armband merkt selbstständig, wann ihr euch zur Ruhe begebt und wann ihr wieder munter durch die Gegend lauft. Einzige Voraussetzung ist natürlich, dass ihr den Tracker Tag und Nacht tragt. Die Ergebnisse werden ebenfalls in der App aufgezeichnet und geben euch einen guten Überblick über eure Schlafqualität.

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Fazit

Mit dem Moov Now macht ein Sportler nichts falsch. Durch die wirklich smarte Unterstützung der App ergibt sich aus dem Moon Now ein zuverlässiger Fitness Coach, der euch bei regelmäßiger Anwendung motivieren und zur Höchstform treiben kann. Wer einen normalen Schrittzähler für den Alltag sucht, ist beim Moov Now an der falschen Stelle, denn er überwacht wirklich nur sehr wenige Daten. Hier werden weder Schritte noch Stockwerke gezählt – und das ist auch gut so.

Die Grundidee dieses Trackers ist ganz anders, als die der Konkurrenz: hier zählen ausschließlich aktive Minuten – das macht das Moov Now in meinen Augen so attraktiv. Dazu kommt eine sehr coole Optik und eine sehr angenehme Haptik, die mir vom ersten Moment an besonders gut gefiel.

Das Moov Now richtet sich vor allem an (angehende) Sportler, die wissen möchten, wie effektiv ihre Workouts sind und wo Verbesserungspotenzial liegt. Die Workouts der App sind umfangreich und sollten bei regelmäßiger Anwendung aus jedem angehenden Sportler eine Sportskanone machen können – sofern man seinen inneren Schweinehund überwinden kann und sich auf den Motivationscoach einlassen kann. Besonders gefällt mir die zahlreiche Auswahl an bereits voreingestellten Workouts und Trainings in der App. Wünschenswert wäre meiner Meinung nach aktuell eigentlich nur noch die Sprachunterstützung in deutscher Sprache. Ansonsten eine wirklich runde Sache, wenn man Moov Now bewusst als Trainings-Gadget kauft und nicht als Alltagsbegleiter.

Shopping

Das Moov Now gibt es aktuell für rund 65€ in drei verschiedenen Farben (Rot, Petrol und Silber). Die dazugehörige App ist kostenlos.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters.
Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Kategorien Fitness

über

Mein Beruf ist die Mediengestaltung, meine Passion ist das Spielen! Wenn ich nicht gerade mit meiner Hündin die Welt erkunde und unsere Impressionen fotografisch für die Nachwelt dokumentiere, beschäftige ich mich liebend gern mit dem Bespielen von Konsolen und dem Entdecken neuer Gadgets und Gesellschaftsspiele.

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