Gesellschaftsspiele

Roll for the Galaxy – Brettspiel

Roll for the Galaxy

Erschaffe eine neue Zivilisation in der Galaxis. Nutze, deine Arbeiter um die Galaxie zu erkunden, neue Technologien zu entwickeln, neue Planeten zu besiedeln, Güter zu produzieren oder diese zu verladen. Roll for the Galaxy ist ein Spiel für 2 bis 5 Spieler, die versuchen ein Weltraum-Imperium aufzubauen.

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Die Startaufstellung bei Roll for the Galaxy

Rundenablauf

Jeder Spieler hat zu Beginn 5 weiße (Heimat-)Würfel, zwei bereits erforschte Technologien und zwei Planeten. Würfel stellen in diesem Spiel die Arbeiter da, die eingesetzt werden müssen, um unser Imperium auszubauen. Wollen wir Arbeiter aus unserer Bevölkerung benutzen, so müssen wir diese bezahlen. Je mehr Geld wir in einer Runde zur Verfügung haben, desto mehr Arbeiter können wir in unseren Würfelbecher legen und einsetzen.

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Ein unsortierter Wurf hinter unserem Sichtschirm

Alle Spieler würfeln zu Beginn einer Runde gleichzeitig verdeckt hinter ihrem Sichtschirm und verteilen die Arbeiter auf die unterschiedlichen Phasen, entsprechend der gewürfelten Symbole. Doch was bringen uns die einzelnen Phasen genau?

  • Phase 1 Erkunden: Wählt man diese Phase so hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man wählt Aufklären, dann darf man eine neue Technologie auf der einen Seite oder einen neuen Planeten auf der anderen Seite verdeckt aus dem Beutel ziehen und mit der entsprechenden Seite auf das Spielertableau legen. Oder man wählt Sammeln und erhält pro Arbeiter zwei galaktische Krediteinheiten, die Währung des Spiels mit der die Arbeiter am Ende der Runde eingekauft werden.
  • Phase 2 Entwickeln: Der Entwickler wird auf die oberste Technologie auf dem Spielertableau gelegt, hat man den auf der Karte angegebenen Zahlenwert in Form von Arbeitern erreicht, so wird die Technologie sofort gebaut. Technologien bringen im Laufe des Spiels Vorteile, wie zum Beispiel das Versetzen von Arbeitern oder galaktische Krediteinheiten in bestimmten Phasen.
  • Phase 3 Siedeln: Der Siedler wird auf die oberste Welt auf dem Spielertableau gelegt. Hat man den auf der Karte angegebenen Zahlenwert in Form von Arbeitern erreicht, so wird die Welt sofort ausgelegt. Welten bringen neue Arbeiter entweder direkt in den Becher, die Bevölkerung oder in Form eines Guts, dass auf der neu ausgelegten Welt platziert wird.
  • Phase 4 Produzieren: Der Produktionsarbeiter produziert ein Gut auf einer freien Welt in der Auslage. Der Arbeiter stellt dabei selbst das Gut dar.
  • Phase 5 Verladen: Der Verladearbeiter kann Güter auf den Welten entweder handeln und bekommt dafür je nach Farbe des Guts 3 bis 6 galaktische Geldeinheiten oder verbrauchen und erhält dafür 1 bis 3 Siegpunktchips.
Roll for the Galaxy 1
Sortierter Wurf

Jeder Spieler muss beim Sortieren eine der 5 Phasen aktivieren, indem er einen beliebigen Würfel auf den Sortierstreifen legt. Nach dem Sortieren werden die Sichtschirme weggenommen und man schaut, welche Phasen die einzelnen Spieler aktiviert haben. Mithilfe der Phasenmarker wird angezeigt, welche Phasen die Spieler in dieser Runde ausführen dürfen. Arbeiter, die in dieser Runde nicht genutzt werden können, kommen zurück in den Würfelbecher. Roll for the Galaxy 7

Es kommt nur sehr selten und auch nur im Spiel zu fünft vor, dass alle Phasen gespielt werden, denn meistens werden bestimmte Phasen gleich von mehreren Spielern aktiviert. Die aktivierten Phasen werden nun in der entsprechenden Reihenfolge von allen Spielern gleichzeitig abgearbeitet. Anschließend wird das Imperium verwaltet, die Arbeiter werden bezahlt und kommen wieder in den Würfelbecher und eine neue Runde beginnt.

Spielende

Sobald ein Spieler 12 Technologien und Planeten gebaut haben endet das Spiel. Alle Spieler zählen nun ihre Siegpunktchips und die Zahlenwerte auf den Planeten und Technologien zusammen. Derjenige mit den meisten Siegpunkten gewinnt das Spiel.

Fazit

Roll for the Galaxy wirkt auf den ersten Blick sehr konfus und unübersichtlich. Die Regeln sind jedoch leicht verständlich und schnell erklärt. Das Spiel bietet einem so einen schnellen Einstieg und bietet dennoch sehr viel Spieltiefe und ausreichend Spaß für Taktiker und Optimierer. Es dauert nur ca. eine Stunde pro Durchlauf, je nachdem wie häufig man das Spiel schon gespielt hat. Mir persönlich gefällt es sehr gut und selbst Menschen, die mit dem Thema Science Fiction nicht so viel anfangen können, waren bisher durchweg vom Spielmechanismus begeistert. Man hat eine sehr geringe Wartezeit und auch wenn die direkten Interaktionsmöglichkeiten sehr eingeschränkt sind, so muss man die Aktivitäten der Anderen immer mit im Blick haben, um seinen Zug optimal zu planen. Einziger Kritikpunkt sind die enthaltenen Würfelbecher. Diese sehen zwar schick aus, sind jedoch aus Hartplastik, sodass das Würfeln mit mehren Leuten teilweise sehr laut ist. Ich habe hier Abhilfe geschaffen, indem ich die Becher mit Velours ausgekleidet habe. Das nimmt zwar ein wenig Zeit in Anspruch, verbessert das Spielgefühl allerdings deutlich. Trotzdem sollte das Spiel meiner Meinung nach in keiner Spielsammlung fehlen. Es macht in allen Besetzungen Spaß. Es gibt mittlerweile auch die Erweiterung „Der große Traum“, die sich bereits in meinem Besitz befindet und zur Zeit noch getestet wird. Sobald ich sie ausreichend getestet habe folgt ein Bericht dazu.