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Synology externer Zugriff und QuickConnect

Ein NAS macht für mich als private Cloud-Lösung nur dann Sinn wenn ich darauf auch von Außen zugreifen kann, also wenn ich unterwegs bin und nicht im heimischen Netzwerk sitze. Genau für diesen Anwendungsfall bringt die DiskStation eine feine Konfigurationshilfe mit.

Möchte man von Außen auf das NAS zugreifen benötigt man zu einem eine Adresse, die auf die heimische IP-Adresse verweist und sich entsprechend aktualisiert wenn die IP-Adresse neu zugeteilt wird und zum anderen muss man das Port Forwarding in seinem Router korrekt konfigurieren. Für beide Konfigurationen liefert Synology Lösungen mit und ein bisschen mehr kann bietet Synology mit QuickConnect auch noch :)

Synology Externer Zugriff und QuickConnect 2

Beide Konfigurationsmöglichkeiten findet man in der Systemsteuerung unter Externer Zugriff. Hier kann man unter DDNS dynamische Domainnamen einrichten, dazu findet man eine große Auswahl von bekannten Services. Dazu muss man den Serviceanbieter auswählen und seine Daten eingeben. Für die Portweiterleitung der Dienste wechselt man in den Tab Routerkonfiguration. Hier kann man die Dienste für externe Nutzung freigeben, die DSM übernimmt also für euch die Konfiguration eures Routers (solange dieser unterstützt wird). Zusätzlich muss man die Ports in der Firewall, die man natürlich immer aktiviert haben sollte, freigeben. Man kann also alles von Hand konfigurieren und für seine Ansprüche anpassen.

Möchte man sich diese einzelnen Konfigurationsschritte sparen und alles schön verpackt in einem Assistenten durchklicken, so greift man im DSM auf EZ-Internet zurück. Der Assistent prüft die Internetverbindung, richtet die Router-Portweiterleitungen sowie die DiskStation Firewall ein und ihr könnt einen DDNS-Dienst konfigurieren. Ich würde hier den hauseigenen Synology-Dienst empfehlen, da dieser auch reibungslos mit QuickConnect funktioniert. Ihr klickt euch also durch die einzelnen Schritte und habt am Ende eine DiskStation auf die ihr weltweit zugreifen könnt. So kommt ihr zum einen immer an eure DSM-Oberfläche sowie die einzelnen bekannten Applikationen wie File Station und Photo Station aber auch die Cloud Station ist immer im Zugriff.

Synology Externer Zugriff und QuickConnect 5

Gerade für den Zugriff auf eure DiskStation per Client-Software also den Synology Smartphone- und Tablet-Apps solltet ihr immer auch QuickConnect einrichten. Mit QuickConnect wird die Verbindung zu eurer DiskStation von überall super einfach.

QuickConnect ermöglicht Client-Anwendungen, über das Internet eine Verbindung mit Ihrem Synology NAS herzustellen, ohne dass Sie Portweiterleitungsregeln einstellen müssen. QuickConnect arbeitet auch mit von Synology entwickelten Paketen wie Audio Station, Video Station, Download Station, Surveillance Station, Photo Station, File Station, Note Station, CMS, Cloud Station und mobilen Anwendungen zusammen.

Für die oben genannten Pakete benötigt QuickConnect quasi keine Portweiterleitungen. Von der Leistung her funktioniert es aber besser wenn man doch ein paar Ports frei gibt. Steht aber auch alles in der Dokumentation. Hauptvorteil ist aber dennoch, dass die Services so fast in jeder Netzwerkkonfiguration funktioniert auch im böse beschnittenem Firmennetzwerk.

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QuickConnect besitzt neben einer einfachen ID für die Eingabe in den Synology Apps auch noch zwei verschiedene URLs, die man im Browser nutzen kann myid.quickconnect.to oder quickconnect.to/myid. Es gibt außerdem auch noch Abkürzungen für die verschiedenen Pakete, so greift man zum Beispiel mit myid.quickconnect.to/photo direkt auf die Photo Station zu.

Ruft man diese URLs im Browser auf sieht man eine weitere interessante Funktion, die QuickConnect mitbringt. Von Extern leitet es euch auf euren dynamischen Domainnamen eurer DiskStation um, von Intern leitet es euch ebenfalls auf eure DiskStation um allerdings auf den internen Netzwerknamen bzw. die interne IP-Adresse. Heißt wenn ihr die URL als Bookmark im Browser nutzt so arbeitet ihr automatisch immer mit optimaler Netzwerkleistung, da im internen Netz der Internet-Traffic und damit die Geschwindikeitsbegrenzung wegfällt. Genau diese Funktion nutzen die Synolgy-Apps auch im Hintergrund um immer volle Netzwerkleistung zu gewährleisten.

Genau diese Funktion ist eine, die die DiskStation für mich so wertvoll macht – sauber funktionierende Verknüpfung von externem Zugriff über QuickConnect in Zusammenarbeit mit den guten Clients und Apps von Synology.

 

8 Kommentare

  1. Wenn ich QuickConnect „anstelle“ IPv6 nutze, kann ich dann ohne weiteres IP-Kameras einbinden? Da mein Netzanbieter leider nur DS-Lite anbietet wollte ich über QuickConnect den „Fernzugriff“ ermöglichen. Gleichzeitig möchte ich eine IP-Kamera mit Surveillance Station nutzen (und auch Aufzeichnungen machen). Geht das so in der Kombination?

    1. Puhh… sehr spezielles Setup. Ich hab keinen DS-Lite-Anschluss und kann daher nicht helfen. Vielleicht einer der anderen Mitleser oder sonst einfach mal den Synology Support anfragen.

  2. Genau das Problem von Jürgen habe ich auch. Ich bekomme es einfach nicht hin. Quickconnect klappt zwar generell, aber viel zu langsam und auch nicht immer. Da kommt in der App jetzt immer die Warnung, dass man die Portweiterleitung nutzen soll…

  3. Guten Tag
    Da hat sich jemand Mühen gemacht. Leider etwas unvollständig. Der Hinweis: steht in der Dokumentation ist leider entbehrlich. Wie heissen denn die einzelnen services Videostation von extern oder Musik von extern über quickconnect, dass wäre ganz hilfreich.
    Salut aus Frankreich
    Martin

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