Tric – externer Blitzauslöser für das iPhone

Neulich berichtete ich über den iblazr 2, der mich auf meinen alltäglichen iPhoneographie-Abenteuern aufgrund seiner Größe und der starken LED ständig begleitet. Heute möchte ich euch kurz ein anderes Gadget vorstellen, das das Fotografieren mit dem iPhone auf ein ganz anderes Level hebt.

Wie schon im iblazr 2 Bericht geschildert, ist der integrierte iPhone Blitz eine eher günstige und suboptimale Lösung, um Objekte oder Personen richtig auszuleuchten oder experimentelle Fotos zu schießen. Arbeitet man dann noch mit Aufsteck-Linsen, muss man oft gänzlich auf den Blitz verzichten, da dieser einfach von den Objektiven verdeckt wird. Mit dem iblazr 2 hat man hier schon deutlich bessere Möglichkeiten und ist flexibel genug, um auch mal ein bisschen mit dem Licht-Winkel und der -Distanz zu experimentieren. Einen professionellen Blitz mit dem iPhone zu verbinden war bisher meines Wissens nach nicht möglich. Das Kickstarter Projekt der Firma TrickFlash hat für diese Problematik nun eine Lösung gefunden und wirft das Modul „Tric“ auf den Markt.

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Mit dem Tric habt ihr die Möglichkeit professionelles Foto-Equipment zum Fotografieren mit dem iPhone zu nutzen. Es handelt sich hierbei um einen wireless Funkauslöser, der es euch erlaubt einen externen Xenon-Blitz mit euerm iPhone zu verbinden.

Die Blitzansprache funktioniert zuverlässig und das Gadget ist kinderleicht zu bedienen. Der Tric wird mittels Standard-Gewinde einfach an den Blitz angeschraubt. Ich habe zusätzlich noch einen Standfuß an den Tric geschraubt, damit ich den Blitz beliebig aufstellen kann. Der Tric benötigt zwei AAA Batterien und wird über einen kleinen Schalter eingeschaltet. Ist das Modul aktiviert, leuchtet eine rote LED. Via Bluetooth wird die Verbindung zwischen dem Tric und dem iPhone hergestellt (Blinken = keine Verbindung, Dauerlicht = Verbindung). Aus dem App Store müsst ihr euch nun noch die Kamera App „TricCam“ (Kosten: 4,99€) oder „TricCam Lite“ (Kostenlos) herunterladen. Der Tric erkennt über die Kamera-App, wann der Verschluss der Kamera betätigt wird und löst dann den externen Blitz aus.

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Blitzeinstellungen können am Blitzgerät selbst vorgenommen werden (vorausgesetzt euer Blitz hat Einstellmöglichkeiten). Einstellungsmöglichkeiten für den Blitz sucht man in der App bisher vergeblich. Ich nutze einen Yongnuo YN-560 Mark III und bin damit sehr zufrieden. Er bietet eine ausreichende Anzahl an Einstellungsmöglichkeiten für jeden Amateurfotograf. Ich bevorzuge beim Blitzen das indirekte Blitzlicht und nutze dafür gerne Decken oder Wände in Räumen. Gerne nutze ich auch die kleine weiße Bounce-Card (Blitz-Karte) im Gerät, die nur einen kleinen Teil des Lichts weich nach vorne streut. Praktisch!

In die App muss man sich ein bisschen reinfuchsen. In der Bezahl-Variante der App hat man neben der Einstellmöglichkeit der ISO Zahl noch die Möglichkeit die Verschlusszeit einzustellen und einen Weißabgleich vorzunehmen. Außerdem lässt sich noch ein manueller Fokus setzen und relativ genau einstellen. Alles in allem ist das zwar kein Hexenwerk und andere Apps können mittlerweile deutlich mehr, jedoch funktioniert die Kombination dieser Einstellmöglichkeiten mit dem externen Blitz ziemlich gut. Es gibt, wie oben erwähnt, auch eine Lite-Version der App mit deutlich eingeschränkten Funktionen. Leider funktioniert die Ansprache des Blitzes ausschließlich mit der Hersteller eigenen App.

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Der Tric unterstützt iOS-Geräte und ist kompatibel ab dem iPhone 5S oder dem iPod Touch (2015). Eine Umsetzung für Android-Geräte ist wohl scheinbar nicht geplant.

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Fazit

Trotz kleinerer Einschränkungen ist der Tric ein interessantes Gadget, mit dem ich sicher noch viel ausprobieren werde. Der Tric verbindet sich problemlos mit dem Smartphone und spricht zumindest meinen YN-560 Mark III jedes Mal zuverlässig an. Die App ist noch ausbaufähig und kann auch von der Bedienung noch optimiert werden. Für jeden passionierten iPhoneograph dürfte dieses kleine Modul eine sich lohnende Investition sein – vorausgesetzt man hat einen professionellen Systemblitz zu Hause oder zieht es in Betracht einen Blitz zu kaufen.

Für alle anderen dürfte der oben erwähnte iblazr 2 eventuell eine Bereicherung sein. Er ist günstiger und bietet dem Otto-Normal-Verbraucher eigentlich ausreichende Möglichkeiten mit dem Blitzlicht zu experimentieren.

Ich kann es jedem iPhoneograph nur wärmstens ans Herz legen mal ein bisschen mit externen Blitzen zu experimentieren. Ihr werdet die neugewonnenen Möglichkeiten schnell lieben und nicht mehr missen wollen!

Shopping

Den Tric gibt es aktuell für rund $49 (zzgl. Versandkosten) – die Vollversion der iOS App schlägt dann noch einmal mit rund 5€ zu Buche. Das kleine Modul ist damit leider kein Schnäppchen und sicherlich nur etwas für wirklich passionierte iPhoneographen.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters.
Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Kategorien Fotografie

Mein Beruf ist die Mediengestaltung, meine Passion ist das Spielen! Wenn ich nicht gerade mit meiner Hündin die Welt erkunde und unsere Impressionen fotografisch für die Nachwelt dokumentiere, beschäftige ich mich liebend gern mit dem Bespielen von Konsolen und dem Entdecken neuer Gadgets und Gesellschaftsspiele.

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