Audio & Video Hardware Produktliebe

Zoom H1

Retrospective

Zugegeben: Valentinstag ist schon wieder vorbei. Aber man kann auch an anderen Tagen Liebesbekundungen loswerden. Jetzt mag man sich fragen, was Liebe mit einem Beitrag über einen Audio-Rekorder zu tun hat. Ich kann euch sagen: Eine ganze Menge. Denn ich liebe meinen Zoom H1.

(Den kompletten Beitrag gibt’s auch vorgelesen. Aufgenommen Zoom H1)

 

Der „Allrounder“ für’s kleine Geld

In Zusammenhang mit Audio-Equipment von „kleinem Geld“ reden, ist natürlich so eine Sache. Der Zoom H1 kostet beispielsweise bei Thomann in einem recht praktischen Bundle 115,- €. Man kann sich natürlich auch für 30,- € ein Mikrofon kaufen, mit teils sogar halbwegs erträglichen Ergebnissen. Wobei das natürlich auch immer auf den Anspruch ankommt. Wer allerdings ein ziemlich ordentliches Gesamtpaket mit unfassbar guten Ergebnissen bekommen möchte, sollte sich den Zoom H1 mindestens einmal genauer anschauen. Und anhören.

Apropos anhören: Hier ein Beispiel einer Außenaufnahme, die auf meinem Balkon entstanden ist.

 

Ob ihr nun den Zoom H1 an euren Windows- MacOS- oder Linux-Rechner anschließt, ihn für Singstar oder Streams auf der PS4 nutzen wollt oder in der freien Wildbahn: es gibt wenige Aufnahmegeräte, die sich für all diese Zwecke gleich gut einsetzen lassen. Mitgeliefert wird übrigens eine MicroSD Karte, auf der ihr einige Stunden in MP3 oder WAV aufzeichnen könnt. Beim Anschließen an den Rechner habt ihr die Wahl, ob ihr auf die Speicherkarte zugreifen möchtet oder das Gerät als Audio-Device nutzen wollt. Habt ihr gerade keinen USB-Stick zur Hand könnt ihr dann zum Beispiel auch Bilder und sonstige Dateien per Drag & Drop speichern, auch das kann relativ praktisch sein. Der Zoom H1 verfügt zudem über einen Klinke-Anschluss für alle handelsüblichen Kopfhörer, über den ihr euch selbst (Stichwort Monitor) hören könnt. Störende Nebengeräusche oder Übersteuern könnt ihr auf diesem Wege also direkt entgegen wirken.

Wenn ihr eine handelsübliche AA-Batterie einsetzt steht dem Einsatz unterwegs nichts im Wege. Und wenn ihr ein Mikrofon anschließen wollt, ist auch das über einen Klinke-Eingang kein Problem.

Überall und nirgendwo dabei

Ich habe den Zoom seit knapp acht Jahren im Einsatz und habe ihn sowohl auf dem Mac als auch auf Windows-Rechnern problemlos als Podcast-Mikrofon am Schreibtisch genutzt. Auch als Mikrofon für die Playstation 4 in Kombination mit der Playstation Kamera habe ich keinerlei Probleme gehabt. GarageBand, Audacity, Hindenburg – jede Software hat ihn ohne Probleme erkannt. Und das Wichtigste: die Qualität der Aufnahme ist fabelhaft. Zumindest kenne ich nichts, was in dem Preissegment annähernd Qualität in dieser Richtung produziert.

Für Aufnahmen (vor allem unterwegs) sind die beiden integrierten X/Y-Mikrofone perfekt geeignet. Sie zeichnen Raumklang unglaublich gut auf und man hört als Ergebnis dann tatsächlich, in welcher Ecke wer saß und welcher Vogel wo gezwitschert hat. Es ist ziemlich erstaunlich, wie empfindlich der Zoom H1 sein kann und was man damit alles aufzeichnen kann. Zum Beispiel bei einem Interview in einem Café oder einer Bar.

Hier ein Beispiel, das ich in einem Café aufgenommen habe:

Hat man keinen Kopfhörer parat, kann man testen, ob Aufnahmen gelungen sind – dank integriertem Lautsprecher. Dieser ist nur ein Gimmick und man sollte natürlich keine Wunder erwarten.

Wie bereits eingangs erwähnt: ich liebe meinen Zoom H1. Ich nutze ihn mittlerweile viele Jahre und er funktioniert noch immer wie am ersten Tag. Egal ob zuhause oder unterwegs: Ich möchte ihn nicht mehr missen. Und wenn ihr auf der Suche nach Podcast Equipment seid, dann schlagt zu oder schaut ihn euch mindestens einmal an. Preis/Leistung ist in meinen Augen (und Ohren) hier wirklich phänomenal.