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anki OVERDRIVE

Die anki OVERDRIVE war dieses Jahr einer der meist verschenkten Spielwaren-Artikel in der Weihnachtszeit. Keine Ahnung unter wie vielen Weihnachtsbäumen eine Rennbahn des Herstellers anki Platz fand, doch spätestens wer kurz vor Weihnachten eine Bahn oder Zubehör kaufen wollte, musste feststellen: restlos ausverkauft! Der Verkauf war so am Boomen, dass der Hersteller mit der Nachlieferung nicht hinterher kam…

Ich hatte frühzeitig ein Exemplar für meine bessere Hälfte geordert – so waren die Tage nach Weihnachten erstmal gesichert. Schwierig wurde es dann, als wir nach Weihnachten die Supercars erweitern wollten. Eine Odysee der Recherche begann. Unvorstellbar gigantische Preise von bis zu 300€ pro Auto (UVP: ca. 60€) wurden bei eBay für die ausverkauften Supercars verlangt. Wir hatten das Glück und fanden im örtlichen Elektromarkt das allerletzte Supercar zum Originalpreis und waren erst einmal wieder glücklich.

Was aber macht die OVERDRIVE so besonders und warum ebbt der Hype um die Autorennbahn einfach nicht ab? Ich erkläre euch, was für mich den Reiz der Bahn ausmacht und warum die anki meiner Meinung nach die Carrera-Bahn für die nächsten Generationen sein wird.

Es war das letzte Geschenk, das Anka auspackte – und es war das Geschenk, das ihr in einem Bruchteil einer Sekunde ein Funkeln in die Augen zauberte. Ein Funkeln, das sagte: „Du hast alles richtig gemacht…“

Seit Monaten hatten wir beide die anki OVERDRIVE immer fest im Blick. Beobachteten Preise und das stetig wachsende Zubehör. Aber irgendwie waren wir uns einig, dass das nichts für uns ist. Zu wenig Platz in der Wohnung und wahrscheinlich würde der Reiz des Neuen viel zu schnell verfliegen. Die Überraschung war perfekt.

„Nee, oder? Bist du verrückt?
Du hast mir doch jetzt keine anki gekauft?

Noch am selben Abend wurde die Anki ausgepackt und inspiziert. Allein die Verpackung ist sooo abgefahren: ich habe noch nie eine so durchdachte, platzsparende, sinnvolle Verpackung gesehen. Hier passt wirklich alles ineinander. Es gibt für jedes Teil seinen Platz und alles ist sicher verstaubar. Ein perfektes geschlossenes System. Es ist schwer das zu beschreiben… man muss die Verpackung einfach mal gesehen haben, um meine Euphorie hierfür zu verstehen.

Aufbau & Abbau

Nachdem wir unsere erste Faszination über die hochwertige Verpackung abgelegt hatten, begannen wir mit dem Bau der ersten Rennstrecke. Der Einfachheit halber begannen wir mit einer ovalen Rennstrecke. Die einzelnen Rennbahn-Elemente werden hierbei mit starken Magneten an einander geklickt und halten bombenfest.

Es ist alles möglich mit den Elementen: ihr könnt Brücken oder Steilkurven bauen, könnt die Bahn über Möbel legen oder sie flach auf den Boden platzieren. Das einzige was euch anfangs einschränkt ist die Anzahl der Elemente, die euch zur Verfügung stehen. Mit dem Starter Kit stehen euch nur 8 Bahn-Varianten zur Verfügung. Durch verschiedenes Zubehör und weitere Strecken-Elemente sind euch langfristig hier aber keine Grenzen gesetzt.

Wie viele von euch wissen, haben wir einen Hund. Da die Bahn idealer Weise nicht betreten werden sollte, bauen wir sie nach der Benutzung immer wieder ab. Dies geht ebenso schnell, wie sie aufgebaut ist. Teile einfach vorsichtig auseinander ziehen, wieder in der praktischen Verpackung verstauen und fertig.

Intelligente Autos

Das Besondere an dieser Rennbahn ist, dass die Autos im Vergleich zu Carrera-Bahn-Autos „intelligent“ sind. Durch eine kleine Infrarot-Kamera auf der Unterseite der Supercars können die Streckenelemente ausgelesen und von der App ausgewertet werden. Augenscheinlich gibt es übrigens keine Markierungen auf den Streckenelementen. Die für die Supercars wichtigen Informationen liegen in Form von Barcode-ähnlichen Elementen unter dem schwarzen Lack der Rennbahn: daher sollte man auch unbedingt vermeiden auf die Bahn zu treten.

Nicht nur, dass sie in der Lage sind die Bahn abzuscannen und anschließend die korrekte Rennstrecke auf dem Smartphone wiedergeben und sich auch nicht von ihr entfernen – Nein! Via Smartphone-/Tablet App hat der Spieler die Möglichkeit die Supercars zu tunen. Je mehr Erfolge ein Spieler mit seinem Profil einfährt, desto mehr Möglichkeiten bieten sich ihm bei der Ausstattung der Supercars. So kann man im Laufe des Spiels seine Supercars beispielsweise mit Raketenwerfern oder starken Lasern ausstatten und seine Gegner einfach mal so von der Bahn schießen. Die Autos können sich außerdem frei auf den Streckenelementen bewegen und permanente Spurwechsel durchführen. Manchmal kommt es nach einer Attacke oder einem Zusammenstoß sogar vor, dass ein Supercar als Geisterfahrer kurzzeitig gegen die Fahrtrichtung fährt, was das Ganze auch nochmal spannender macht. Virtuell erlaubt die Steuerung per App also eine ganze Menge Spielereien, die sich auf das tatsächliche Fahrverhalten auswirken. Davon kann der Besitzer einer klassischen Carrera-Bahn wohl nur träumen.

Zum Starter Kit gehören die Supercars Skull und GroundShock, die sich beide schon ganz gut sehen lassen können. Heiß begehrt sind die Supercars Nuke und Thermo. Mein Favorit ist aber der Guardian – ein Polizeiwagen. Das sechste aktuell erhältliche Supercar ist der Big Bang, der mir persönlich nicht ganz so gut gefällt. Dieser Wagen ist eher langsam, hat aber starke Waffen. Ich persönlich stehe aber mehr auf Geschwindigkeit…  ;-)

Jedes Auto hat seine Stärken und Schwächen. Die einen sind gut im Angriff, die anderen in der Verteidigung. Womit man selbst am Besten klar kommt, muss man einfach austesten.

Spiel-Modi: Singleplayer & Multiplayer

Ihr habt die Möglichkeit alleine oder im Multiplayer Modus mit den Supercars über die Strecken der anki OVERDRIVE zu heizen. Unabhängig davon, ob ihr Android oder iOS Geräte im Einsatz habt, funktioniert die Verbindung gleichermaßen gut. Ihr könnt auch mit Android und iOS Geräten gleichzeitig spielen, was ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Für beide Betriebssysteme gibt es eine kostenlose App im Store und der Spielspaß kann sofort beginnen. Empfehlenswert ist die (wirklich sehr einfache und schnelle) Registrierung, die euch dann erlaubt eure Spielstände und freigespielten Features auch auf andere Geräte mitzunehmen.

Ab und an kommt es bei uns vor, dass beim Multiplayer Host ein Fehler auftritt und die Verbindung verloren geht. Das ist etwas ärgerlich und man muss stellenweise ein wenig Geduld aufbringen. Nach deinem Neustart der App läuft aber wieder alles flüssig und der Spielspaß geht weiter. Voraussetzung für ein Multiplayer-Spiel mit Freunden ist, dass sich alle Geräte im selben WLAN befinden bzw. Bluetooth anhaben. Voraussetzungen zum Spielen: Bluetooth 4.0 und (mind.) Android 4.4 oder iOS 7.

Das wohl interessanteste Feature an der anki OVERDRIVE ist aber wohl, dass man eine Künstliche Intelligent herausfordern kann. Die App ergreift dann die Macht über eines der vorhandenen Autos und ihr habt die Möglichkeit gegen eine KI zu fahren. Ob ihr ein Rennen gegeneinander oder miteinander startet, liegt an euch. Interessant ist dies deshalb, weil man zu keinem Zeitpunkt gezwungen wird mutterseelen alleine seine Runden zu drehen. Selbst wenn gerade kein Freund zum Zocken da ist, kann man ganz bequem einfach ein bisschen gegen die KI fahren und seine Autos und Waffen leveln und ausbauen. Selbstverständlich bekommt ihr für erfolgreich gefahrene Rennen virtuelle Belohnungen.

Übrigens: die KI wird ebenfalls mit der Zeit stärker und die Rennen werden schwieriger zu gewinnen. Eine richtig spannende Sache!

Aktuell stehen übrigens folgende Spielmodi zur Auswahl: Rennen, Zeitrennen, Kampf-Modus und ein Tournament-Modus.

Pflege

Die Pflege ist bei der Anki ein wichtiger Punkt. Mit dem Starter Kit wird ein Reifenreiniger mitgeliefert, den man auch regelmäßig benutzen sollte. Bei uns staubt die Bahn (auch dadurch bedingt, dass wir einen Hund haben) immer relativ schnell ein. Wir säubern sie während des Spiels mehrfach mit einem Staubwedel und achten darauf, dass beim Einpacken immer alles wieder gut verpackt ist.

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Fazit

Der anki OVERDRIVE steht eine rosige Zukunft bevor. Die Technik funktioniert bis auf einige App-abstürze beim Multiplayer-Host 1a und das Fahren macht riiiichtig Spaß. Egal ob alleine oder in einer Gruppe von bis zu drei Mitspielern: die anki schafft es immer wieder ein Lächeln auf unsere Lippen zu zaubern. Die Rennen sind sehr kurzweilig und abwechslungsreich. Besonders die Rennen gegen die KI sind eine interessante Abwechslung und wirken einen großen Reiz auch auf Einzelspieler aus.

Für mich hat die OVERDRIVE fast grenzenloses Potenzial. Durch wenige zusätzliche Bahnelemente ergeben sich unzählige Variationsmöglichkeiten für Strecken. Durch die App-Anbindung hat man die Option auf kostenlose Updates und eventuell sogar irgendwann einmal Spielerweiterungen. So sind z.B. neue Spielmodi oder Herausforderungen denkbar, neue Waffen, neue Belohnungen und und und…

Natürlich muss man auch bedenken, dass die Anschaffungskosten der anki OVERDRIVE recht gigantisch sind. Rund 179€ kostet aktuell das Starter Kit. Ein stolzer Preis! Jedes weitere Supercar schlägt noch einmal mit 60€ zu Buche. Was man allerdings hierfür bekommt ist ein hochwertiges und sehr gut verarbeitetes Produkt, das neben einer ganzen Menge Spaß auch noch ein langes Leben verspricht.

Ich kann nicht darüber urteilen, ob jemand dazu bereit sein sollte diesen hohen Preis für ein Spielzeug zu bezahlen. Aber ich kann euch sagen: die anki OVERDRIVE ist das Geld definitiv wert. Sie ist wirklich hochwertig verarbeitet und bringt soooo viel Spielspaß in jede Wohnung. Ich glaube, sie wird die neue Carrera-Bahn und wird über viele Jahre in aller Munde sein! Unsere Herzen hat sie jedenfalls im Turbo erobert.

Wir sind der OVERDRIVE völlig verfallen und haben mittlerweile einige Hundert Euro in das Bahn Equipment investiert. Es ist einfach eine gigantische Erfahrung und macht richtig Spaß! Auch die gesamte Gdgts-Redaktion fiebert schon seit Wochen einem Treffen entgegen, damit sie endlich die OVERDRIVE live erleben können. Am Sonntag ist es für die Kollegen endlich soweit…

Wir jedenfalls würden das Geld jeder Zeit wieder ausgeben!

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