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Assassin’s Creed: Odyssey

Der neuste Teil der Assassin’s Creed Reihe führt euch ins vorchritstliche Griechenland. Um genau zu sein findet ihr euch als Söldner im peloponnesischen Krieg, in dem Spartaner und Athener auf einander treffen, wieder. Ob Ubisoft mit Assassin’s Creed: Odyssey an den Erfolg der bisherigen Assassin’s Creed Teile anknüpfen kann werden wir in unserem heutigen Bericht begutachten.

Die Qual der Wahl

Eure Reise startet ihr auf dem Schlachtfeld. Als Leonidas, I. König von Sparta, müsst ihr euch im Kampf gegen die Athener beweisen. Nachdem ihr einige der Hauptmänner erledigt habt und euch so mit dem Kampfsystem vertraut gemacht habt, folgen einige Zwischensequenzen in denen ihr unter anderem auch ein ersten Blick in die Zukunft werft und euer Alter Ego Layla Hassan das erste Mal begegnet. Nun stellt euch das Spiel vor einige Fragen. Welcher Schwierigkeitsgrad darf es sein und welchen Gameplay-Modus wollt ihr nutzen? Der Gameplay-Modus ist eine der großen Neuerungen in Assassin’s Creed: Odyssey. Hierbei habt ihr die Wahl, ob ihr das Spiel, wie in den alten Teilen im geführten Modus spielen wollt und somit jeder Zeit alle Marker anzeigt und ob ihr die Quest-Ziele direkt bekommt. Alternativ, und das war meine Wahl, könnt ihr den Erforschungsmodus wählen. Hier müsst ihr die Welt selbst erforschen, um Zielpersonen und Quest-Ziele zu finden. Solltet ihr während des Spielens merken, dass ihr für euch falsche Wahl getroffen habt, könnt ihr sowohl den Schwierigkeitsgrad, als auch den Gameplay-Modus, jederzeit eurem Spielstil anpassen, so dass jeder sein Odyssey-Erlebnis bekommt.

Anschließend folgt die Wahl eures geschichtlichen Alter Egos. Wollt ihr mit Kassandra oder mit Alexios ins alte Griechenland aufbrechen? Diese Entscheidung kann später übrigens nicht mehr geändert werden und ihr springt auch nicht, wie bei den Frye Geschwister in Assassin’s Creed: Syndicate, zwischen beiden Charakteren hin und her. Egal, wie ihr euch entscheidet, ihr startet eure Reise als Söldner auf der kleinen Insel Kephallenia nur eben entweder als Mann oder als Frau. Spielerisch hat die Wahl der Charaktere keine Auswirkung und auch der Storyverlauf ist bei beiden Protagonisten gleich. Allerdings hat Ubisoft alle Dialoge, die sich auf die Charaktere beziehen entsprechend angepasst. So sind die Dialoge nicht einfach leere Phrasen, sondern beinhalten oftmals auch den jeweiligen Namen des Charakters, welchen ihr gewählt habt. Hier soll Ubisoft ganze 30 Stunden Dialogzeit im Basisspiel eingebracht haben. 

Entscheidungen

Während ihr durch die Welt reist werdet ihr immer wieder Dialoge führen. Neu dabei ist, dass es nun ein Multiple Choice System bei dem eure Entscheidungen Konsequenzen hat. Tötet ihr die Diebe, die vor Hunger Essen stehlten, oder lasst ihr sie am Leben? Eure Entscheidung, die ihr aber mit Bedacht wählen solltet, denn laut Ubisoft können diese Entscheidungen dauerhafte Folgen nach sich ziehen. 

Außerdem solltet ihr in den Städten nicht einfach alles einsammeln was ihr findet, denn dann begeht ihr Diebstahl, was euer Ansehen verringert und euer Kopfgeld erhöht. Ist euer Kopfgeld entsprechend hoch, bekommt ihr es mit Söldnern zu tun, die genau dieses haben wollen. Ihr habt nun die Wahl. Zahlt ihr einfach das Kopfgeld und seid eure Schuld los oder stellt ihr euch den Söldnern. Das System mit den Söldnern erinnerte mich ein wenig an das Nemesis-System von Mittelerde: Schatten des Krieges. Jeder Söldner hat eigene Fähigkeiten, Stärken und Schwächen, auf die ihr euch einstellen solltet. Wenn ihr es übrigens schafft den Söldner im Kampf bewusstlos zu schlagen, zum Beispiel mit einem Betäubungspfeil, könnt ihr diesen rekrutieren. Dazu aber an späterer Stelle mehr.  

Auch das Unterstützen beim Erobern und Verteidigen von Gebieten erinnert im gewissen Maße an Schatten des Krieges.

Kultisten

Im weiteren Spielverlauf kommt ihr einer Verschwörung auf die Schliche. Schnell wird klar, dass sich dahinter ein Geheimbund namens Kult des Kosmos verbirgt. Ob und was der Kult mit der Story zu tun hat, wollen wir hier aber nicht verraten. Allerdings trefft ihr im Verlauf der Story auf einie Anhänger des Kultes. Andere könnt ihr durch das freischalten von Hinweisen aufspüren. Schaltet ihr diese Kultisten aus, könnt ihr Rüstungssets freischalten, die zu den mächtigsten im Spiel gehören. 

Mit Schiff und Pferd

Um in die riesige Welt von Assasin’s Creed: Odyssey aufzubrechen bekommt ihr nach kurzer Spielzeit auf Kephallenia ein Schiff. Dieses kann, wie in Assassin’s Creed: Black Flag, verbessert und ausgebaut werden. Ihr könnt damit von A nach B reisen und euch auf dem Weg mit anderen Schiff ein Gefechte liefern. Ihr trefft auf Piraten oder werdet zu einem, denn natürlich sind auch Handelsschiffe auf den Meeren unterwegs. 

Solltet ihr im Kampf einen Gegner bewusstlos schlagen bzw. mit einem Betäubungspfeil ausschalten, so könnt ihr diesen als spezielles Crewmitglied anheuern. Ihr erhaltet dadurch gegebenenfalls zusätzliche Boni im Kampf auf dem Meer.

Zusätzlich steht euch ein Pferd zur Verfügung, welches mit verschiedenen Skins ausgestattet werden kann. Eine Auswirkung auf das Spiel haben diese Skins allerdings nicht. 

Inventar und Menüs

Hatte man in Origins noch für jede Kampfsituation einen eigenen Bogen, so fällt dies mit Odyssey weg. Ihr habt immer nur einen Bogen aktiv und könnt diese, wie alle anderen Ausrüstungsgegenstände, mit einer Gravur versehen, die weitere Vorteile bringt. Es gibt unzählige Waffen und Rüstungsteile. Schwerter, Dolche, Keulen, Äxte, Helme, Kapuzen, Armschienen und und und. Die Ausrüstung kann als stehts verbessert werden. Und solltet ihr einen euren Gegenstand sehr lieb gewonnen haben, er entspricht aber nicht mehr eurem Level, dann könnt ihr diesen ggf. bei einem der Schmiede aufwerten lassen. Diese Schmiede kümmern sich übrigens auch um die Gravuren.

Im Skilltree schaltet ihr Fähigkeiten im Bereich Jäger, Krieger und Attentäter frei. Diese Fähigkeiten könnt ihr dann auf verschiedene Tasten legen um sie zum Beispiel im Kampf zu aktivieren. Das sorgt im Kampf immer wieder für neue Möglichkeiten, da ihr nur vier Jäger-Fähigkeiten und viel Krieger- und Attentäter-Fähigkeiten parat habt. Ihr habt auch die Möglichkeit eure Fähigkeiten gegen eine kleine InGame-Gebühr zurückzusetzen. 

Technik

Musik und Sound passen perfekt zum Setting. Mir hat außerdem sowohl die englische, als auch die deutsche Synchronisierung gefallen. Man merkt schnell, dass Ubisoft hier viel Wert drauf gelegt hat. Grafisch ist Assassins’s Creed: Odyssey ein echter Hingucker mit überragender Weitsicht. Die Bewegungen sind schön anzusehen und wirken geschmeidiger als in Origins. Lediglich im Kampf wirkt es manchmal etwas hakelig. Hier gibt es übrigens, da man kein Schild hat, kein “permanent” Block, sondern man muss auf die Schläge seiner Gegner reagieren. Diese Änderung hat mich das ein oder andere Mal schon etwas zur Verzweiflung gebracht, mit etwas Übung und richtigem Timing kommt man aber ganz gut klar.

Wer sich “nur” auf die Hauptstory stürzen möchte, wird schnell merken, dass man ohne Nebenaufgaben nicht weit kommt, denn das Level wird dann irgendwann zu hoch. Man kommt also nicht drum rum einige der Nebenaufgaben zu lösen. Dies bietet sich aber eh an, denn es macht Spaß die vielen kleinen Dinge zu erledigen und die vielen kleinen Storys zu erleben.

Fazit

Assassin’s Creed: Odyssey ist riesig und das bezieht sich nicht nur auf die Karte. Hier eine Nebenquest, da ein Kultist. Da drüben nochmal eben ein Lager oder eine Höhle, Insel oder ein Wrack, was man nochmal eben untersuchen kann. Die Möglichkeiten sind unfassbar, aber es macht unfassbar Spaß diese Welt zu erkunden. Hin und wieder gibt es ein paar Logikfehler. So hatte ich es bereits mehrfach, dass mein Alter Ego mich zur Vorsicht hinwies, obwohl ich das entsprechende Lager bereits geräumt hatte. 

Ich bin mir sicher, wer Spaß an Assassin’s Creed: Origins hatte, dem wird der neuste Ableger der Reihe definitiv gefallen. Hier hat Ubisoft auf den Punkt sinnvoll weiterentwickelt und nachgebessert. Vielleicht hätte man lediglich an der Größe der Karte etwas kürzer treten sollen. 

Assassin’s Creed: Odyssey gibt es für PlayStation 4, Xbox One und PC und kostet bei Amazon derzeit 59,99 Euro. Außerdem ist der neuste Teil der Assassin’s Creed Reihe in den Stores der jeweiligen Konsole von Sony und Microsoft erhältlich.

– Getestet wurde die PlayStation 4 Version auf der PlayStation 4 Pro –

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.