Backen im Römertopf

Benno von Blendstufe ist schuld, dass ich nach ein bisschen hin und her überlegen unbedingt einen Römertopf haben wollte. Nicht nur um auf einfache Weise einen köstlichen Braten zu machen sondern vor allem auch um selbst Brot zu backen. Selbst Brotbacken steht bei mir gerade hoch um Kurs, da ich dann günstig an leckeres, frisches, glutenfreies Brot komme. Zu meiner Überraschung war direkt der erste Versuch im Römertopf ein Highlight.

Ich habe den glutenfreien Brot-Mix von Schär genommen, frische Hefe aufgelöst, diese mit Salz und Zucker versorgt und anschließend alles zusammen mit Wasser und einen Schuss Milch & Öl in einer Schüssel einfach mit dem Kochlöffel verrührt. Die Konsistenz war sehr klebrig, aber laut meinem Rezept sollte dies auch so. Anschließend den Teig leicht befeuchtet und mit einer Frischhaltefolie bedeckt 40 Minuten aufgehen lassen.

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In der Zwischenzeit habe ich mich dem Römertopf gewidmet. Der Römertopf war in den 70er und 80er sehr populär und eigentlich verstehe ich nicht ganz warum seine Popularität abgenommen hat. Die in Deutschland hergestellten Töpfe aus Ton sind nicht sonderlich teuer und eigenen sich ideal für einfach herzustellende aber köstliche Speisen. Heute soll es aber erstmal um das Backen um Römertopf gehen.

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Wässern des Topfes

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Mit Butter einreiben, damit das Mehl haften bleibt

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Innenseite mit Mehl bestäuben

Bevor man den Römertopf in Gebrauch nehmen kann zum Backen muss man diesen erstmal vorbereiten, denn Römertopfe müssen immer ca. 15-20 Minuten gewässert werden. Der Ton nimmt in dieser Zeit das Wasser auf und gibt diese hinterher während des Garens wieder ab.

Genau diese Eigenschaft ist ideal zum Backen und entspricht auch dem Prinzip was viele Profi-Bäckeröfen verwenden. Dank dem gut schließendem Deckel wird der Teig nämlich im Dampf gegart und kann ordentlich aufgehen. Anschließend nimmt man den Deckel ab und das Brot kann herrlich kross werden. Ich habe den Topf wie Benno auch vorschlägt, vorher noch gefettet und gemehlt. Der Topf ist innen zwar glasiert und daher leicht zu Reinigen, aber ohne zusätzliche Hilfsmittel könnte sich das Brot doch schon ziemlich festbacken.

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Teig ist gegart aber noch nicht kross. Jetzt kommt der Deckel runter.

Teig ist gegart aber noch nicht kross. Jetzt kommt der Deckel runter.

Langsam wird der Brot schön braun.

Langsam wird der Brot schön braun.

Den Römertopf stellt man in den kalten Ofen und stellt dann die Temperatur ein. So erwärmt sich der Topf langsam. Ebenso wird der Teig langsam aufgeheizt und kann nochmals ein ordentliches Stückchen aufgehen. Nach etwa 60 Minuten, kann man den Deckel abnehmen. In keinem Fall eher sonst würde der schöne Wasserdampf entweichen und das Brot würde vielleicht auch einfallen. Jetzt lässt man das Brot nochmals für ca. 20 Minuten im Ofen. Ich habe gleichzeitig von Ober-/Unterhitze auf Umluft gewechselt. Nach dieser Zeit sollte das Brot schön braun und fertig sein.

Ich habe ein sehr helles Brot gebacken. Vollkornbrote sollen aber ebenfalls besonders gut gelingen, da die Teige wegen der guten Hitzespeicherung nicht zusammenfallen.

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Das Backen mit dem Römertopf war für mich wirklich ideal. Ergebnis war perfekt und das obwohl glutenfreies Brot schwieriger zu Backen ist als Standardteige. Alleine fürs Brotbacken lohnt sich die Anschaffung der Römertopfs schon. Aber ich hol natürlich noch mehr Köstlichkeiten aus dem Römertopf heraus. Artikel werden folgen.

Bei meinem Modell handelt es sich um den großen, runden Familienbräter (4 l Fassungsvermögen). Dieser schien mir am vielseitigsten von allen Modellen.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters.
Informationen zu ethischen Grundsätzen.

5 Kommentare

  1. Ein paar Tipps:

    1.) Versuche dir Backmalz herzustellen um deine Hefe noch besser zu pushen. Das geht einfach und bringt ne Menge fürs Brot: http://ikors.blogspot.de/2014/06/herstellung-von-backmalz.html

    2.) auch eigener Sauerteig ist etwas ganz tolles: http://ikors.blogspot.de/2016/05/sauerteig-selber-ansetzen.html

    3.) zum Brot backen muss der Römer NICHT (!) gewässert werden. Gebacken wird, bis auf die letzten Zehn Minuten, mit Deckel, dann nimmt man den Deckel ab, nebelt mit einer Sprühflasche das ganze Brot kräftig mit Wasserstaub ein und backt dann die restlichen 10 Minuten ohne Deckel. So bekommt das Brot ne richtig geile Kruste

    4.) man sollte sein Brot falten: https://www.youtube.com/watch?v=fYp3GogRF8A Das bringt luftigkeit, haltbarkeit unde ne tolle Krume. Einen Teigschaber sollte man eventuell dafür haben. Dafür muss man mit den Garzeiten etwas herumspielen insbesondere beim backen im Römer

    5.) Brotgewürz ist fast noch wichtiger als das Salz im Teig. Ich mache mein eigenes http://www.rezeptwelt.de/grundrezepte-rezepte/weltbestes-brotgew%C3%BCrz/709302

    6.) um sparender und auch deutlich einfacher den Römertopf zu fetten bin ich auf Backtrennmittel umgestiegen. Herstellung deutlich günstiger als wenn man Butter nimmt, hält deutlich länger und funktioniert einfach besser: http://www.rezeptwelt.de/grundrezepte-rezepte/backtrennmittel-btm/236461

    7.) Zum Nebeln des Brotes eignet sich am besten eine Friseur-Sprühflasche, gibt es in jedem Friseurladen/Bedarfshandel

    8.) wenn Hefe im Spiel ist, bin ich zur „kalten Führung“ übergegangen. Dazu nimmt man bloß ein Viertel der Hefe und lässt den fertigen Teig über Nacht im Kühlschrank gehen

    9.) Das Brot UNBEDINGT einschneiden, bevor es in den Ofen geht ;)

    Viel Spass :)

    • Nachtrag:

      9.) Das Brot UNBEDINGT einschneiden, bevor es in den Ofen geht ;)

  2. Römer- oder andere Tontöpfe müssen übrigens zwischen den Einsätzen nicht im Schrank unnötig Platz wegnehmen. Sie eigenen sich ganz hervorragend als Aufbewahrungsort für Brot. Es bleibt darin schön frisch und fluffig, nur die Kruste verliert ihren Crunch.

  3. Pingback: Das erste Brot aus dem Römertopf … Es kann nur besser werden – Techbox

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