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Burnout Paradise Remastered

"Take me down to the Paradise City" diese Textzeile aus einem Song von Guns n' Roses kennen sicherlich viele von euch. Dieser Song aus dem Jahr 1987 war und ist auch der Titelsong von Burnout Paradise. Ein Rennspiel aus der Burnout-Serie vom Entwickler Criterion Games und Publisher EA aus dem Jahr 2008. Vor gut einer Woche hat EA nun eine Remastered Version von dem Spiel auf die aktuellen Konsolen auf den Markt gebracht. Ob das Spiel das damalige Spielgefühl genauso einfangen kann und dabei auf aktueller Hardware bestechen kann, schauen wir uns in diesem Review einmal an.

Die erste Frage, die sich einige sicherlich stellen werden ist "Was bedeutet Remastered?" Eine Remastered ist keine Neuerfindung des jeweiligen Spiels, sondern im Grunde nur eine überarbeitete Version des ursprünglichen Spiels.

Spielgefühl

Als erstes werfen wir ein Blick auf das Spielgefühl und da kann ich nur sagen, dass ich mich direkt nach Einstieg direkt an Damals erinnert gefühlt habe. Da es sich bei Burnout Paradise um einen Arcade-Racer handelt ist die Steuerung natürlich nicht mit einem Gran Turismo SPORT zu vergleichen und auch der Vergleich zu Need for Speed: Payback passt irgendwie nicht so wirklich, aber nach nur wenigen Minuten fühlte es sich so an, als würde ich 2008 auf der Couch sitzen und durch Paradise City düsen.

Das Geschwindigkeitsgefühl und die Inszenierung der Crashs und Superjumps ist übrigens, wie bereits damals, top. Lediglich die KI könnte ein wenig stärker sein. 

Unbegrenztes Racing

An jeder Kreuzung in Paradise City könnt ihr ein Rennen starten. Hier gibt es unterschiedliche Modi. Während ihr im normale Rennen einfach versucht erster zu werden, müsst ihr zum Beispiel bei Marked Man von A nach B fahren ohne euren Wagen zerlegen zu lassen. In Road Rage müsst ihr eine bestimmte Anzahl an Autos per Takedown "aus dem Weg schaffen" und im Stunt-Rennen eine möglichst hohe Punktzahl mit Stunts verdienen.

Das Besondere bei allen Renne ist, dass euch keine Strecke vorgegeben ist. Die vom Spiel vorgeschlagene Route könnt ihr nur über blinkende Straßenschilder am oberen Rand erkennen und abfahren. Müsst ihr aber nicht. Ihr könnt auch eine andere Strecke wählen und somit, wie ich, euch oft genug verfahren! Das kann frustrierend und spaßig zu gleich sein, weil man ja immer wieder hofft, dass die gewählte Route besser ist als die der K.I. Gegner.

DLCs

Natürlich gab es für das ursprüngliche Burnout Paradise DLCs. Einige waren kostenfrei und sechs Stück gab es kostenpflichtig, aber keine Sorge EA will euch jetzt nicht mit den DLCs weiteres Geld aus den Taschen ziehen, denn alle DLCs sind bereits im Spiel enthalten. Dadurch stehen euch allerdings gleich von Beginn ein paar gute Autos im Fuhrpark zur Verfügung, was ich eigentlich etwas Schade finde.

Collectibles

Wie damals gibt es natürlich auch in der Remastered diverse Collectibles. Ihr könnt Werbetafeln durchbrechen und müsst Tore durchfahren. Davon gibt es massig in dem Spiel, aber Beide sind farblich sehr gut gekennzeichnet und blinken leicht.

Grafik und Sound

Das worauf es wohl am meisten bei einem Remastered ankommt ist die Grafik und der Sound. Und sein wir ehrlich Criterion Games hat grafisch nochmal alles aus der RenderWare Engine rausgeholt und damit dem Spiel ein frischen Touch verpasst. Natürlich kann sich das Spiel nicht mit Grafikmeisterwerken wie Gran Turismo SPORT messen, aber schlecht sieht es definitiv nicht aus.

Die Soudeffekte und der grandiose Soundtrack (verfügbar auf Spotify) mit Songs von Guns n' Roses, Alice in Chains, Avril Lavigne, Faith no more und mehr wurde super in die Remastered Version integriert.

Fazit

Ich habe Burnout Paradise bereits auf der PlayStation 3 gesuchtet. Die bekannte Aussage "Nur noch eben ein Rennen" hau ich auch hier Abends raus, wenn ich eigentlich ins Bett gehen sollte. Ich hab gerade wieder sehr viel Spaß mit Burnout Paradise und wenn dem so ist, hat der Entwickler Criterion Games scheinbar vieles oder gar alles richtig gemacht.

Aktuell gibt es Burnout Paradise Remastered für PlayStation 4 und Xbox One. (bei Amazon 39,99 Euro). Eine PC Version soll in Zukunft noch folgen. Ein Termin ist allerdings noch nicht bekannt.