Charterstone (Spoilerfrei)

Endlich ist es soweit und ich darf Charterstone mein eigen nennen. Ich bin eigentlich schon seit der Veröffentlichung vor knapp 2 Jahren scharf auf dieses Spiel, wollte mir jedoch die englische Variante nicht kaufen. Nun ist es auch auf deutsch bei Feuerland Spiele erschienen und ich darf euch darüber berichten.

Da sich dieses Spiel während des Spielens verändert und immer wieder neue Dinge hinzukommen, habe ich bewusst auf Fotos aus dem eigentlichen Spielgeschehen verzichtet. Auch die Informationen beziehen sich weitgehend nur auf das, was man aus der Anleitung vor der ersten Partie erfahren kann.

Was ist Charterstone?

Es handelt sich bei Charterstone um ein Spiel für 1-6 Mitspieler. Für eine Partie muss man circa 1 Stunde einplanen. Es ist jedoch kein gewöhnliches Spiel, sondern es ist ein Legacy-Spiel. Das heißt man Spielt eine Kampagne bestehend aus 12 einzelnen Spielen durch und hat anschließend ein individuell gestaltetes Spiel, bei dem sich jedes Exemplar etwas von anderen unterscheidet. Ihr müsst im Laufe der Kampagne immer wieder neue Gebäude bauen, indem ihr Sticker auf den Spielplan klebt, teilweise überklebt ihr Dinge oder beschriftet Karten oder ähnliches. Zu Beginn ist euer Regelheft nahezu leer und auch hier müsst ihr im Laufe der Partien immer wieder neue Regeln einkleben oder alte Regeln erweitern, wenn neues Spielmaterial ins Spiel kommt.

Wer sich die Chronik vor dem Kauf schon einmal durchlesen will, kann dies hier tun.

Am Ende jeder Partie dürft ihr übrigens eine bestimmte Anzahl an verschiedenen Gegenständen in eurer Chartertruhe mitnehmen und für die nächste Partie verwenden.

Ein Spielzug in Charterstone

Sieht man mal von der Legacy-Komponente ab, dann ist Charterstone im Grunde ein Worker-Placement-Spiel. Ihr habt zwei Arbeiter und dürft in eurem Spielzug einen Arbeiter auf einem beliebigen Gebäude einsetzen und die entsprechende Aktion ausführen. Habt ihr keinen Arbeiter mehr in eurem Vorrat, dann müsst ihr einen Spielzug aufwenden, alle Arbeiter zurück zu holen. Zum Glück muss man aber nicht in jedem dritten Spielzug seine Arbeiter zurückholen, denn sobald ein anderer Spieler oder man selbst ein bereits besetztes Gebäude nutzen will, schickt er den Arbeiter, der sich darauf befindet wieder zurück in den Vorrat. 

Die Gebäude

Zu Beginn der ersten Partie stehen euch nur die Gebäude im Zentrum zur Verfügung, sowie die Gebäude, die jeder Spieler in seinem Stadtviertel baut. Die meisten Gebäude haben Kosten, die auf der linken Seite angegeben sind und einen oder mehrere Nutzen, die auf der rechten Seite angegeben sind. 

Welchen Nutzen die einzelnen Gebäude haben, wird an dieser Stelle nicht verraten, dazu könnt ihr aber einen Blick ins Regelheft werfen.

Das Spielmaterial

Wow. Eigentlich ist damit alles gesagt und dennoch gehe ich ein wenig mehr ins Detail. Die Spielbox ist einfach vollgestopft mit allem, was das Spielerherz höher schlagen lässt. Schön designte Holztoken in unterschiedlichsten Farben und Formen. Metall!-Münzen die sich sehr wertig anfühlen und mit denen ich die erste Partie über die ganze Zeit gespielt habe. 

Das „Basis“ Spielmaterial. Hinzu kommen noch die Spielfiguren der einzelnen Spieler.

Neben dem Startmaterial gibt es noch vier weitere Kisten mit Spielsteinen, die im Laufe der Kampagne hinzu kommen. Darüber hinaus gibt es noch den Index der vor Karten nur so überquillt. Hier befinden sich hunderte Stickerkarten mit neuen Gebäuden und Regeln und ebenfalls hunderte normaler Karten unterschiedlichster Funktionen

Die Spielbox ist gut durchgeplant und alles ist an seinem Platz.

Die Indexbox selber ist aus hochwertiger Pappe mit Magnetverschluss und auch sonst macht alles einen überaus hochwertigen Eindruck. Das Spielbrett ist von beiden Seiten gleich bedruckt und bietet so die Möglichkeit die Kampagne über das „Recharge Kit“ ein zweites Mal zu Spielen.

Passend zum Gesamteindruck ist das Artwork, in das ich mich in der ersten Sekunde verliebt habe. Auch nach den ersten Veränderungen am Spielbrett und einigen gesehenen Karten bin ich nicht minder begeistert.

Spieleranzahl und Automa

Man kann Charterstone theoretisch alleine oder mit bis zu 6 Spielern spielen. In vielen Foren wird eine Anzahl von mindestens 5 bis am besten sogar 6 Spielern empfohlen. Wir spielen es aktuell zu 5. Das Problem ist, dass sich das Spielbrett mit jeder Partie weiterentwickelt, jeder Spieler jedoch nur in seinem Stadtviertel (Charter) bauen darf. Damit einzelne Charter nicht unbesetzt bleiben, kann man auf Automa zurückgreifen. Dazu bekommt man ein spezielles Kartendeck, mit dem der Automa verschiedene Aktionen ausführt und unter anderem auch Gebäude baut. Wir haben diesen in der ersten Partie noch nicht genutzt. Deshalb kann ich dazu zur Zeit nicht mehr sagen, wir werden ihn jedoch in der nächsten Partie mit einbinden.

Fazit

Ich mag Worker-Placement-Spiele sehr gerne und freue mich daher schon sehr auf die Charterstone Partien. Das Spielmaterial macht auf jeden Fall einen sehr guten Eindruck und das grundlegende Spielprinzip finde ich sehr gut. Ich bin sehr gespannt auf die Legacy Komponente und werde den Artikel diesbezüglich updaten, wenn die ersten Partien gespielt sind.