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Detroit: Become Human

Wenn jemand für filmisch inszenierte Videospiele bekannt wurde, dann vermutlich das Studio Quantic Dream mit David Cage als Director. Am bekanntesten dürften die Spiele Heavy Rain und Beyond: Two Souls sein. Fünf Jahre nachdem das mit Ellen Page und Willem Dafoe besetzten Beyond: Two Souls erschienen ist, finden nun das neueste Werk mit dem Titel Detroit: Become Human auf die PlayStation 4. Es verschlägt uns in das Jahr 2038 in der Androiden wie heute Smartphones gehandelt werden. Diese sollen den Menschen behilflich sein. Ob als Hüter von Recht und Ordnung, Haushaltshilfe oder Pfleger.

In Detroit: Become Human schlüpft ihr nicht in die Rolle eines einzelnen Charakters sondern in die Rolle von gleich drei Androiden. Diese spielt ihr abwechselnd in Form von kleinen Kapitelabschnitten. Unsere Protagonisten heißen Kara, Marcus und Connor und wir bestimmen ihr Schicksal. Wie bereits in den vorherigen Titeln von Quantic Dream spielt auch hier die persönliche Entscheidung eine Rolle. Entscheidungen reichen von Gesprächsverläufe über (nicht) gefundene Gegenstände bis hin zu aktiven Entscheidungen Person A zu helfen oder Person B zu verfolgen.

Interaktiver Film

Man kann das Spiel zum großen Teil wie einen Film genießen in dem man sich allerdings zwischendurch selbstständig in der Umgebung umschauen kann und seine Entscheidungen trifft. Es gibt keine hektischen Schießereien, nur zwischendurch ein paar Quick-Time Events bei denen ihr im richtigen Moment die passenden Tasten drücken müsst. Während diese Events am Anfang noch recht einfach waren und nicht so häufig auftreten wurde es zum Ende hin deutlich anstrengender und für mich schon etwas nervig. Vor allem weil alle Eingabemethoden des DualShock-Controllers genutzt werden. Von den Analogsticks über die Schultertasten, bis hin zur integrierten Bewegungssteuerung.

Die Story lässt sich bereits dem Spieltitel entnehmen: Become Human – Androiden überwinden die Grenzen ihrer Programmierung und werden zu so genannten Abweichlern. Viel mehr möchte ich da auch garnicht vorweg nehmen. Mich hat das Spiel sehr gut unterhalten. Es ist kein storytechnisches Meisterwerk und vieles mag vorhersehbar sein, jedoch finde ich es bei Spielen wie Detroit: Become Human interessant zu sehen welche unterschiedlichen Verläufe es innerhalb der Story geben kann.

Entscheidungen in Detroit Become Human

Nach jedem Kapitel bekommt ihr einen Entscheidungs-Baum angezeigt in dem euch offenbart was hätte passieren können. Und ich unterhalte mich gerne mit Freunden darüber wie die Story bei ihnen verlaufen ist. Auch wenn es grobe Meilensteine gibt die identisch sind bleiben auf Grund der Entscheidungen doch einige Sequenzen aus oder werden eben durch andere ersetzt.

Pro-Grafik auf Non-Pro-Hardware

Die meisten Kapitel spielen in verhältnismäßig kleinen Gebieten, nichtmal so groß wie ein Straßenblock. Vermutlich konnte Quantic Dream deshalb noch mehr auf visuelle Qualität legen. Grafisch macht das Spiel nämlich selbst auf einer normalen PS4 einen richtig guten Eindruck! Vor allem die Gesichter der Figuren sind hoch aufgelöst und sehr detailliert. Bereits im Hauptmenü wird man von einem weiblichen Androiden begrüßt was direkt auf grafischer Ebene einen Wow-Effekt erzeugt. Es ist selbst für die ältere Hardware sehr gut optimiert und Ruckler bemerkte ich bei meinem Durchlauf nicht.

Fazit

Mehr als ein interaktives Popcorn-Kino habe ich eigentlich nicht erwartet. Für mich persönlich hat es diese Erwartung sogar übertroffen. Wer allerdings eine tiefgründige, revolutionäre Story erwartet sollte seine Ansprüche etwas herunterschrauben. Durch die Einteilung in kompakte Kapitel kann man sich die Geschichte auch angenehm einteilen. Man muss nicht direkt eine ganze Stunde oder mehr einplanen um wirklich was erlebt zu haben. Mit etwa 12 Stunden Spielzeit für einen Durchlauf ist dieser PlayStation 4-exklusive Titel auf jeden Fall einen Blick wert.

Detroit: Become Human gibt es digital im PlayStation Store für 70€ (letztes Angebot im Januar 2019 lag bei 30€) oder boxed bei Amazon für ~40€.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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