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Dirt Devil Spider 2.0

Der Spider 2.0 von Dirt Devil ist aktuell wohl der preisgünstigste Saugroboter auf dem Markt. Was das Gerät kann und für wen sich der Kauf lohnt, lest ihr in diesem Beitrag.

Hardfacts

  • Abmessungen: 37.2 × 31.8 × 11.2 cm
  • Fassungsvermögen Staubbehälter: 0.27 Liter
  • Laufzeit: ~ 90 Minuten
  • Ladezeit: ~ 4 Stunden
  • Lieferumfang: Saugroboter, 4 Bürsten, 2 Filter, Netzstecker
  • Fähigkeit: Staubsaugen

Design

Sehr schlicht und zurückhaltend ist das Design vom Spider 2.0, der rein optisch ein kleiner Hingucker ist. Die schwarz-weiße Farbgebung wirkt modern – der rote Streifen aus Gummi am Stoßschutz ist nicht nur ein kleines optisches Highlight, sondern erfüllt auch noch einen praktischen Nutzen: Er verhindert das Zerkratzen von Möbeln und Fußleisten, wenn der Spider sich seinen Weg durch die Räume bahnt. Mich hat der kleine Saugroboter bereits beim Auspacken begeistert. Ich bin ein Fan von klaren Linien und Strukturen. Durch sein flaches Design und die langen Bürsten, erreicht der Spider zudem theoretisch nahezu jede Stelle im Raum – auch unter Möbeln.


Er besitzt eine simple LED Anzeige, die Aufschluss über den Ladezustand und den Reinigungszustand gibt.

Insgesamt merkt man dem Spider seine (im Vergleich zur Konkurrenz) wirklich billige Preiskategorie kaum an. Das Gerät selbst wirkt hochwertig, sehr gut verarbeitet und robust. Lediglich der Stoßschutz klappert munter vor sich hin und könnte den Eindruck erwecken, dass es sich hier um ein günstigeres Modell handelt.

Ausstattung

Natürlich kann der Dirt Devil Saugroboter in dieser Preisklasse kaum mit teureren Konkurrenz-Produkten wie zum Beispiel den Roomba-Modellen von iRobot mithalten, aber in seiner Preisklasse ist dieses Gerät einzigartig.

Wenig smart und trotzdem effektiv bewegt sich der Spider per Zufallsmodus durch die Räume: Drei Modi stehen zur Verfügung, die vom Spider zu einem beliebigen Zeitpunkt zufällig angesteuert werden. Beim „Zufallsmodus“ fährt der Spider gerade aus, bis er an einer Kante aneckt. Dann dreht er um und wechselt die Richtung. Wieder fährt er gerade aus, bis zur nächsten Kante,  dreht um und wechselt die Richtung. Beim „Kantenmodus“ fährt der Spider – wie der Name vermuten lässt – die Kanten des Raumes ab. Er tastet sich Stück für Stück vorwärts und findet zielsicher den Weg entlang der Fußleisten. Auch an Möbelstücken kann der Spider in diesem Modus effektiv langfahren. Der dritte Modus ist der „Kreismodus“. Bei diesem Modus fährt der Saugroboter spiralförmig stetig größer werdende Kreise, bis er durch eine Kante gestoppt wird.


Schade ist, dass man die Modi nicht manuell ansteuern kann. Der Spider „entscheidet“ zufällig, wie lange er welchen Modus benutzen möchte. Manchmal ist das recht ineffektiv, da er an Dreckecken einfach vorbei fährt. Klar: anders als die teure Konkurrenz scannt der Spider nicht den Raum und „überlegt“ sich kein Schema. Er fährt einfach drauf los und sammelt ein, was ihm unterwegs vor die Bürsten kommt…

Via Kippschalter stellt man den Saugroboter manuell an und setzt ihn auf den Boden – den Rest macht er nun automatisch. Schnell einsatzfähig und kinderleicht zu bedienen, startet er nun seine Runden. Nach rund 90 Minuten bleibt er an Ort und Stelle stehen und piept gut hörbar einige Male. Der Akku – Ni-MH 14,4V/1200mAh, der übrigens austauschbar zu sein scheint – ist nun leer. Alleine zurück zum Ladekabel findet der Spider selbstverständlich nicht. Man muss ihn abholen und mit dem mitgelieferten Netzstecker aufladen. Ein kompletter Ladezyklus dauert etwa vier Stunden.

Verhältnismäßig ruhig arbeitet das Gerät ebenfalls. Mein normaler Staubsauger ist deutlich lauter. Einen Film schauen, während der Spider im selben Raum saugt, kann man jedoch trotzdem nicht, dessen sollte man sich bewusst sein…

Säuberung vom Gerät

Gelegentlich sollte man den Schmutzbehälter und den Filter vom Dirt Devil reinigen. Das geht ganz leicht mit kaltem Wasser. Die Trocknung sollte dann gut 24 Stunden dauern, damit das Gerät wieder einwandfrei arbeiten kann. Im Lieferumfang befinden sich zwei weitere Bürsten und ein weiterer Filter – sehr praktisch bei der langen Trocknungszeit.

Für Hartböden gut geeignet

Der Saugroboter hat vorne am Gerät zwei Bürsten, die sich flach über den Borden drehen. Er „schaufelt“ sich selbst damit Schmutz in seine Saugdüse.


Mit mobilen Teppichen hat der Spider so seine Problemchen. Zwar kann er stellenweise noch auf die Teppiche drauf fahren, jedoch gelingt ihm das Reinigen kaum. Manchmal schafft er es auch gar nicht auf den Teppich zu fahren und schiebt sich stattdessen darunter. Selten fährt er sich fest und braucht auch mal wieder Starthilfe…

Bestens geeignet ist der Spider für Hartböden aller Arten. Wir nutzen ihn auf Laminat, Vinyl und Fliesen. Idealer Weise stellt man vorher alles, was umfallen könnte hoch und verhindert die Zufahrt zu Ecken, die sich als problematisch erwiesen haben.

Im Testvideo habe ich einen Teil unserer Küche räumlich begrenzt und Blumenerde verstreut. Man sieht sehr schön, wie der Dirt Devil Spider 2.0 zufällig seine verschiedenen Modi abfährt. Er hat kein „Bewusstsein“ und kann Verschmutzungen nicht erkennen und zielgerichtet anfahren. Er fährt einfach… nicht immer führt das auf Anhieb zum Erfolg.

Unterm Strich kann man sich aber – sofern man selbst ein bisschen systematisch vor geht und beispielsweise Zonen anlegt, die der Spider nach einander reinigt – fast immer darauf verlassen, dass der meiste Schmutz aufgesammelt wird. Perfekt sauber wird es aber nicht!

Absturzsensoren

Stufen erkennt der Spider 2.0 – dank verbauter Absturzsensoren – problemlos. Der Sensor lässt sich einstellen. Nach kurzer Feinjustierung erkennt der Dirt Devil bei uns auch eine gerade einmal 3cm hohe Stufe und kehrt auf dem Absatz zielsicher um. So kann ich den Saugroboter dort auch unbeobachtet fahren lassen, ohne Angst zu haben, dass er die Stufe herunterfällt.

0,3 Liter Tank

Ich lasse den Spider 2.0 die vollen 90 Minuten durch unsere rund 100qm große Wohnung fahren. Ich begrenze dabei allerdings immer seinen Raum und teile ihm „Zonen“ ein. Der Spider fährt also beispielsweise zu erst durch unsere Küche, dann durch den Flur, dann durch die anderen Räume… immer bei geschlossener Tür, damit er möglichst effektiv arbeiten kann. Den Tank leere ich in den 90 Minuten meist zwei Mal komplett aus. Im Tank sammeln sich – bedingt durch unseren kurzhaarigen Hund – allerlei Haare, Staub und Dreck.

Preis-Leistungsverhältnis

Gerade einmal ~97 Euro kostet der Dirt Devil Spider 2.0 und ist damit ein wahres Schnäppchen auf dem Markt. Selbstverständlich kann er mit der teuren Konkurrenz nicht mithalten – aber man kann das Angebot an dieser Stelle auch kaum vergleichen.

Er fährt bei uns alle 1-2 Tage durch die Räume und verhilft uns damit, unseren „Großputz“ aufs Wochenende zu schieben. Jeder Tierbesitzer weiß, wie schnell sich Tierhaare überall auf dem Boden verteilen. Mit dem Spider ist der Verschmutzungsgrad unserer Wohnung überschaubar – und das, obwohl wir nur am Wochenende mit dem großen Staubsauger durch die Wohnung gehen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Spider in tierfreien Haushalten den Großputz noch länger aufschiebt…


Klar macht man bei einem Saugroboter wie dem Spider 2.0 auch deutliche Abstriche: manchmal verplämpert er (wie im Testvideo oben) unnötig viel Zeit und fährt Minutenlang um Dreck herum, anstatt ihn „einfach“ einzusaugen. Aber im Großen und Ganzen sind die Zufallsmodi schon recht effektiv. Und wie oben erwähnt, kann man die Wahrscheinlichkeit, dass alles sauber wird auch noch steigern, in dem man den Raum begrenzt und ihm nicht die ganze Wohnung zur Verfügung stellt.

Das Testvideo zeigt aber auch, dass der Spider 2.0 sehr wohl in der Lage ist einiges an hartnäckigem Schmutz und Dreck aufzusaugen – vorausgesetzt eben immer: er erwischt ihn bei seinen Touren.

Warum einen Saugroboter?

In unserer schnelllebigen Zeit brauchen unsere Tage eigentlich 10 Stunden mehr und wir selbst idealer Weise sechs Paar Arme, um all unseren Aufgaben und Pflichten Tag für Tag nachzukommen. Die einen von uns begeben sich bewusst in eine andere Richtung und „entschleunigen“ ihr Leben – ich für meinen Teil, möchte so viel wie möglich erleben und meine Qualitytime mit den Dingen verbringen, die mir Spaß machen.

Ein Saugroboter ermöglicht es mir beispielsweise gleichzeitig in der Küche zu kochen und im Wohnzimmer sauber zu machen. Oder am Abend gechillt Fernseher zu schauen, während der Roboter Küche, Flur und Schlafzimmer saugt. Klar muss ich ab und zu nach dem Saugroboter schauen und verlasse mich nicht blind darauf, dass schon alles klappen wird. Aber es ist eine Erleichterung und hilft mir ungeliebte Arbeiten ein Weilchen aufzuschieben…

Warum den Dirt Devil Spider 2.0?

Ich bin mit dem wirklich preiswerten Modell von Dirt Devil sehr zufrieden und kann nur jedem, der genauso ungern sauber macht empfehlen: schaut euch das Ding an und probiert es aus! Für Einsteiger ist es einfach perfekt. Es ersetzt ganz sicher keinen Hausputz und man sollte idealer Weise dennoch ab und zu zum Staubsauger und Wischer greifen – aber der Spider 2.0 schafft einen konstant sauberen Eindruck in der Wohnung, so dass auch unangemeldeter Besuch in die Wohnung gelassen werden kann.

Besonders geeignet ist er meiner Meinung nach zum Aufsaugen von kurzen Tierhaaren und Staub auf glatten Böden. Wer zusätzlich noch viel freie Fläche hat, auf der der Sauger sich ordentlich austoben kann, kann hier absolut bedenkenlos zugreifen.

Wer hingegen den Anspruch von klinischer Reinheit hat und sich durch einen Saugroboter vielleicht sogar das Saubermachen grundsätzlich ersparen möchte oder den Sauger unbeaufsichtigt während er das Haus verlässt fahren lassen möchte, dem sei an dieser Stelle davon abgeraten diesen Sauger zu kaufen.

Perfekte Ergänzung – Handstaubsauger „Gator“

Eine perfekte Ergänzung ist übrigens der Handstaubsauger „Gator“ von Dirt Devil, den ich nun auch schon einige Jahre in einer älteren Ausführung besitze. Mit ihm gehe ich über grobe Verschmutzungen drüber und sauge blitzschnell ein, was für den Spider zu umständlich wär. Die beiden Geräte zusammen sind für mich einfach Gold wert!

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.