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Dragon Age: Inquisition

Direkt nach den Ereignissen von Dragon Age 2, kehrt ihr zurück in die Welt von Thedas. Es herrscht ein Konflikt zwischen Magiern und Templer, die Welt wird vom Chaos beherrscht, Risse am Himmel bringen Dämonen zum Vorschein und ihr seid der Einzige, der sie schließen kann. Doch das ist nur der Anfang. Ihr müsst als Inquisitor die Ordnung wieder herstellen und die Hintergründe der Katastrophe aufdecken.

Bevor ihr loslegen könnt, müsst ihr aber zuerst euren Charakter erstellen. Ihr wählt aus zwei Geschlechtern, drei Klassen und vier Rassen. Habt ihr eure Auswahl getroffen folgt die von vielen Spielen gewohnte Personalisierung eures Charakters.

Dabei könnt ihr so stark ins Detail gehen, wie ich es selten gesehen habe. Von Kinn-Form, über Nasenform bis zum Winkel der Augen lässt sich alles einstellen. Insgesamt habe ich 63 Regler zur Personalisierung des Kopfes (!) gezählt. Die allgemeine Körperform ist durch das Geschlecht und der Rasse vorgegeben. Wem das alles zu viel ist, dem werden fünf fertige Köpfe vorgegeben, die ihr direkt nutzen oder auch leicht anpassen könnt.

Du bist ein Team

Schnell gesellen sich drei Gefährten der Inquisition zu euch, damit ihr bei den Kämpfen in Thedas ausreichend Unterstützung habt. Es sind aber hier keine langweiligen NPCs! Ihr habt jeder Zeit die Möglichkeit, die Kontrolle jedes einzelnen Charakters in eurem Team zu übernehmen. Dabei könnt ihr auf die gewohnte 3rd Person Perspektive zurückgreifen und “Live” kämpfen, oder ihr pausiert den Kampf in der Taktik-Ansicht und plant eure Züge. Das wird vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden wichtig.
Und als wenn das den meisten Spielern nicht schon reichen würde, dürft ihr auch noch den Skill-Tree jedes Charakters ausbauen und ihnen ebenfalls Rüstungen und Waffen verpassen. Das Verhalten im NPC Modus lässt sich nach Wunsch anpassen. Im Normalfall greift jeder nach Bedarf zu den Tränken die mit der ganzen Gruppe geteilt werden und erst wenn ein gewisses Limit erreicht ist müsst ihr selbst Hand anlegen und die Tränke zuweisen.

Im weiteren Spielverlauf begegnet ihr weiteren Gefährten die sich der Inquisition anschließen. Zu Beginn eines Feldzuges dürft ihr euch drei Personen aus eurem Kader aussuchen.

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Eine weise Entscheidung!?

Eure Handlungen in Dragon Age: Inquisition haben Auswirkungen. Aber nicht nur die des neuesten Teils: Wenn ihr bereits Dragon Age Origin und/oder Dragon Age 2 gespielt habt, dann könnt ihr die dortigen Entscheidungen ebenfalls in das neue Spiel einfließen lassen. Die Auswirkungen eurer Entscheidungen reichen von simplen Reaktionen der Figuren bis hin zu ganz anderen Spielverläufen. Dabei kann sogar die Wahl des Geschlechts kleine Unterschiede machen. Wenn ihr euch mit anderen Spielern unterhaltet ist es faszinierend, das diese manchmal ganze Abschnitte nicht erlebt haben, aber dafür etwas komplett anderes.

Ab der Himmelsfeste geht’s richtig los

Was man bei Dragon Age auf jeden Fall mitbringen sollte ist Geduld. Erst nach gut 20 bis 30 Stunden Spielzeit erreicht ihr die so genannte Himmelsfeste, von der aus es erst richtig los geht. Endlich erwarten euch die epischen Kämpfe auf die man gewartet hat, ihr könnt für euren Charakter und eure Gefährten eine Klassenspezialisierung wählen, neue Reittiere kaufen und die Himmelsfeste dekorieren.

Craft all the things!

Craften, das Herstellen von Elementen ist nicht nur aus Minecraft bekannt, sondern hält schon seit unzähligen Jahren vor allem in Rollenspielen Einzug. Was Dragon Age: Inquisition aber zu bieten hat ist einfach gewaltig.

Von den klassischen Waffen und Rüstungen und Verbesserungen für eben diese, könnt ihr sogar eure Tränke aus Kräutern herstellen, aber zusätzlich noch weiter verbessern. Somit kann euch ein Trank mehr Energie liefern, der Regenerationstrank hält länger oder die Explosions-Tränke machen mehr Schaden.

Und das sind nur die grundlegenden Verbesserungen. Es gibt so viele Möglichkeiten euer Equipment mit Materialien, die ihr auf eurer Reise findet, zu verbessern, dass es den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

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Gemeinsam in den Kampf!

Ein Multiplayer darf natürlich nicht fehlen und ist erstmalig auch in einem Dragon Age Spiel verfügbar. Aber an Stelle im Coop mit euren Freunden durch die offene Welt Thedas zu streifen, gibt es seperate Missionen. Ihr wählt eine aus zwölf Grundklassen aus, von denen euch zu Beginn nur drei zur Verfügung stehen. Die Charaktere rüstet ihr mit Waffen und Rüstungen aus, die ihr u.a. im Singleplayer gefunden oder hergestellt habt.

Leider gibt es nach aktuellem Stand nur drei Orte an die ihr euch in einer Gruppe von vier Spielern begeben könnt, diese Orte sind aber eigentlich mehr ein Thema, denn die Dungeons sind zufallsgeneriert und bieten pro Runde etwa eine halbe Stunde Spielspaß. Insgesamt findet man hier aber nicht annähernd den Umfang, den man vom Singleplayer gewohnt ist.

The Good, the Bad, the Unknown

Jetzt habe ich so viel über den Umfang von Dragon Age: Inquisition geschrieben, was ja durchaus Positiv ist, aber es kann auch seinen Nachteil haben…
Wenn man neu im Dragon Age Universum ist, tut man sich anfänglich recht schwer. Man wird überwältigt von Funktionen und vieles davon wird nur kurz angerissen.

Etwas verwirrend ist vor allem die Questkarte. Es gibt keinen visuellen Unterschied zwischen den Haupt- und Neben-Missionen. Nur die Betitelung, bzw die Position der Quest im Tagebuch geben einigermaßen Aufschluss daruber, wie man vermutlich am schnellsten in der Story voran kommt.
Sidequests sind aber nicht unwichtig! Mit ihnen sammelt ihr Macht-Punkte, die ihr in der Haupt-Storyline einsetzten müsst.

Leider passiert es aber auch schnell, dass ihr auf dem Weg zur einen Mission über den Auftraggeber einer anderen Mission stolpert und diesen natürlich nicht an der Seite liegen lassen möchtet. Also promt angesprochen und ein neues Ziel abgestaubt, geht es weiter auf eurem Feldzug. Allerdings lauft ihr nun vermutlich nicht in Richtung eures ursprünglichen Ziels, sondern die des neuen. Das Spiel überschreibt einfach ungefragt eurer ursprüngliches Ziel. Wenn man das nicht bemerkt führt dies zu einer extrem verlängerten Spielzeit. Ob es gut oder schlecht ist, da lässt sich drüber streiten, verwirrend ist es alle mal.

Dragon_Age_Inquisition_21Fazit

Vor kurzem hat Dragon Age: Inquisition den Game of the Year Award bei den Games Awards abgestaubt, allerdings muss man hier etwas differenzieren. Was BioWare hier auf die Beine gestellt ist ein unglaublich gigantisches Spiel mit seiner eigenen, riesigen Welt. Leider ist das Spiel nicht 100%ig Einsteiger freundlich. Ich kann gut nachvollziehen, wenn Spieler am Anfang frustriert sind, weil nichts wirklich besonderes passiert. Mir ging es da genauso und die oben beschriebenen “Probleme” mit den Haupt- und Neben-Quests können hier vor allem den ersten Spiele-Abschnitt stark in die Länge ziehen.

Ihr benötigt also einiges an Geduld und man muss sich auf die Spielemechanik einlassen. Wer die vorherigen Teile nicht mochte, wird hier wohl genauso wenig Freude daran haben. Es ist im vollen Blute ein Fantasy-Rollenspiel was man entweder lieben oder hassen kann.
Die alternativen Story Verläufe ermutigen einen aber das Spiel nochmal mit anderen Entscheidungen zu spielen und neu zu erleben.

Game of the Year? Für mich persönlich ist es das nicht, es ist für meinen persönlichen Spielspaß zu wuchtig. Ich komme in anderen Rollenspielen gerade mal damit zu recht meinen eigenen Charakter auszurüsten und hier muss ich mich zusätzlich um drei, bzw. sogar noch mehr Gefährten kümmern. Die Steuerung und Menüführung macht es einem auch nicht gerade leichter. Auf jeden Fall ist Dragon Age: Inquisition ein Must-Have für Fantasy- und/oder Rollenspiel-Enthusiasten.

Shopping

Dragon Age: Inquisition gibt es für die aktuelle (PS4 und Xbox One), sowie für die letzte Konsolengeneration (PS3 und Xbox 360), sowie für den PC. Bei Amazon kostet die Disk Version zwischen 55 und 60 Euro. Die Digitalen Downloads im PSN und Xbox Game Store liegen bei 70 bis 80 Euro. Eine Wii U Version gibt es leider nicht.

Screenshots

Getestet wurde Dragon Age: Inquisition für die PlayStation 4

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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