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Elgato Smart Key

Mit dem Smart Key macht es Elgato uns richtig schwer Wertgegenstände zu verlieren. Das kleine Hosentaschen-Gadget ist per Bluetooth mit unserem iPhone verbunden und weist uns darauf hin, wenn wir unsere Wertgegenstände irgendwo liegen lassen und sie aus unserer Reichweite verschwinden.

Gerade einmal 10 Gramm schwer ist der Smart Key und lässt sich bequem und relativ unauffällig per Schlüsselring an jedem x-beliebigen Gegenstand zur Überwachung befestigen. Der kleine ufo-ähnliche Aufpasser verbindet sich per Bluetooth 4.0 mit dem iPhone (iPad/iPod) und benachrichtigt per Ton, kleiner LED oder über eine iPhone-Benachrichtigung den Besitzer, bei verschiedenen Ereignissen.

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Lässt der Besitzer beispielsweise seine Sachen irgendwo liegen, benachrichtigt der Smart Key via iPhone den Besitzer und merkt sich zeitgleich die letzte Position des Gegenstands. Hierbei verfügt der Smart Key übrigens selbst über kein GPS Signal, sondern greift stets auf das GPS des verbundenen iPhones zu. Es wird also immer nur die Position angezeigt, an der der Smart Key zuletzt mit dem iPhone verbunden war. Die Position ist also unter Umständen sehr ungenau. Der Smart Key ist übrigens geschützt vor Staub und Spritzwasser (zertifiziert nach IP65).

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Zur Nutzung des Smart Keys benötigt man ein iPhone (iPad/iPod) und die Elgato Smart Key App. Der App-Assistent erklärt in wenigen Schritten, wie der Smart Key installiert wird und was für Einsatzmöglichkeiten man hat. Die Inbetriebnahme ist somit wirklich kinderleicht. Die Batterielaufzeit ist – aufgrund der energiesparenden Bluetooth 4.0-Technologie – mit einem halben Jahr angegeben. Im Alltagstest zeigt sich jedoch, dass ein halbes Jahr bei täglicher Nutzung des vollen Funktionsumfangs utopisch ist. Beim iPhone selbst merke ich die Kopplung kaum: gerade einmal 3 – 4% des Akkuverbrauchs der letzten 24 Stunden gehen auf die Kappe des Smart Keys.

Profile

Fünf voreingestellte Benachrichtigungs-Profile und ein individuell anpassbares Profil stehen zur Auswahl.  Alle Profile lassen sich manuell vom Benutzer anpassen. Der Benutzer legt also fest, wie, wann und wo er benachrichtigt werden möchte. Man hat außerdem die Möglichkeit Ruhezonen einzurichten, in denen Smart Key und das iPhone nicht “arbeiten”. Folgende praktische Einsatzmöglichkeiten stehen zur Verfügung:

Schlüssel

Smart Key benachrichtigt dich, sobald du deine Schlüssel liegen lässt und hilft dir bei der Suche. Beim Verbinden: iPhone zeigt Bestätigung. Beim Trennen: Benachrichtigung am Smart Key und am iPhone.

Auto

Lege Smart Key in dein Auto. Die App merkt sich dann, wo genau du geparkt hast. Beim Verbinden: iPhone spielt kurzen Ton ab. Beim Trennen: Dein Standort wird gesichert.

Kamera

Ein Smart Key in der Kameratasche benachrichtigt dich, wenn du deine Kamera liegen lässt. Beim Verbinden: Eine Bestätigung wird angezeigt. Beim Trennen: Benachrichtigung mit Ton, Vibration und Mitteilung auf dem iPhone

Tasche

Smart Key benachrichtigt dich, sobald du deine Tasche liegen lässt und hilft bei der Suche. Beim Verbinden: Smart Key spielt kurzen Ton ab. Beim Trennen: Mitteilung am Smart Key und auf dem iPhone.

Gepäck

Packe Smart Key vor einem Flug mit in deinen Koffer. Sobald der Koffer auf dem Gepäckband erscheint, wirst du benachrichtigt. Beim Verbinden: Spielt einen Ton ab und zeigt auf dem iPhone eine Mitteilung an. Beim Trennen: Ein Ton wird abgespielt und das iPhone benachrichtigt dich.

Persönlich

Smart Key behält persönliche Dinge im Auge und meldet sich, sobald du bestimmte Orte erreichst oder verlässt. Das Profil enthält deine zuletzt verwendeten angepassten Einstellungen.

Alltagstauglich?

Grundsätzlich sind die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und voreingestellten Profile sehr nützlich und hilfreich. Allerdings gibt es in meinen Augen auch große Schwächen: Wenn man in der Wohnung z.B. nicht mit Gepiepe und Push-Nachrichten penetriert werden möchte, weil die Verbindung häufig abbricht (Reichweite beträgt ca. 15 m), muss man den Smart Key entweder deaktivieren oder den Ruhemodus für bestimmte Zonen aktivieren. Mit der Ruhezonen-Funktion verbraucht der Smart Key allerdings auch deutlich mehr Batterie.

Je nach dem was man für einen Gegenstand überwachen möchte, stellt man vor allem bei der Verwendung von Ruhezonen fest, dass die Benachrichtigungen zu spät kommen. Verlasse ich z.B. die Wohnung, werde ich erst auf der Straße benachrichtigt, dass mein Schlüssel noch in der Wohnung ist. Im Ernstfall wäre das natürlich zu spät und ich hätte mich ausgesperrt. Praktisch empfinde ich allerdings die Funktion dass ich per Smart Key Knopfdruck mein iPhone suchen kann oder per iPhone den Gegenstand am Smart Key auffinden kann. Der gesuchte Gegenstand (iPhone oder Smart Key) piept bei der Suche und unterstützt so ein schnelles Auffinden. Das Piepen am Smart Key ist allerdings recht leise, so dass man es nur in der näheren Umgebung wahrnimmt.

Praktisch empfinde ich die Möglichkeit den Smart Key im Auto zu platzieren. Beim Verlassen meines Autos merkt sich der Smart Key per iPhone App den Standort meines Autos. Besonders bei Städtetouren in fremden Städten oder auf großen Parkplätzen dürfte das eine sehr nützliche Funktion sein, die man häufig und gerne benutzt.

Fazit

Im Großen und Ganzen ist der Smart Key von Elgato ein wirklich nettes Spielzeug mit praktischem Nutzen. Egal für welchen der vorgegebenen Verwendungszwecke man sich entscheidet, der Smart Key leistet gute Dienste. Schade finde ich, dass der Smart Key selbst ohne GPS auskommen muss und hier lediglich auf das GPS-Signal des iPhones zurückgreift. Wird mein Wertgegenstand gestohlen und verändert nachträglich seine Position, habe ich somit keine Möglichkeit ihn aufzufinden. Das ist dann auch der Grund, warum ich keine teuren oder unersetzbaren Gegenstände vom Smart Key abhängig machen würde. Als einfacher Schlüsselfinder oder Standort-Marker für mein Auto leistet er bei mir richtig gute Dienste.

Shopping

Wer den Smart Key von elgato selbst ausprobieren möchte, kann ihn aktuell für 33 € bei Amazon kaufen. Wie steht ihr zu solchen Gadgets? Sind euch 30 € zu teuer für die eingeschränkte Überwachung von Wertgegenständen oder ist es für euch eine sinnvolle Investition?

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