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EnerGenie EG-PMS2-WLAN Steckdosenleiste

Wir haben uns gerade auf unser Sofa fallen lassen und stellen fest, dass wir vergessen haben unseren Geräten vorher Strom zu geben. Doof – einer von uns Strom-Sparfüchsen muss also wieder aufstehen und die Steckdosenleisten anknipsen, einen Schalter umlegen oder ein Knöpfchen drücken. Zwar haben wir in unserer Wohnung unzählige Master-Slave-Steckdosen, aber das Wahre ist das immer noch nicht, da immer alle Geräte gleichzeitig angeschaltet werden, wenn man dem Master Strom gibt. Lange haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, vom Sofa aus bestimmte Geräte unabhängig von einander ein- bzw ausschalten zu können. So eine Möglichkeit haben wir nun mit der programmierbaren WLAN Steckdosenleiste von Gembird gefunden und ich genieße gerade den neuen Luxus! Lampe an… Lampe aus…

Fakten

Processed with VSCOcam with a5 presetModell: EG-PMS2-WLAN
Steckdosenplätze:  6 (4 steuerbar), kindersicher
Eingangsspannung:  250 V AC, 50 – 60 Hz
Nennleistung:  bis zu 2.500 W
Kabellänge:  1,8 m
Abmessungen 360 x 98 x 55 mm
Gewicht: ca. 1,0 kg
Systemvoraussetzung: Windows XP/Vista/7
Datenblatt // Bedienungsanleitung 

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme war komplizierter als erwartet. Zuerst musste ich feststellen, dass ich mit meinem Macbook nicht weit komme (wer lesen kann ist an dieser Stelle klar im Vorteil – ups!). Mit dem Laptop meiner besseren Hälfte ging es also sofort weiter und das auf der Hersteller-Seite heruntergeladene Programm war dann doch sehr schnell installiert (es wird aber auch eine CD mit Software mitgeliefert).
Die Steckdosenleiste muss dann an den Strom angeschlossen werden und per USB mit dem Laptop gekoppelt werden. Zu meiner Überraschung erkannte der Laptop die Steckdosenleiste sofort und öffnete eigenständig das entsprechende WLAN-Konfigurations-Programm. Hier musste ich dann nur noch unsere Daten eingeben und die Verbindung zu unserer Fritzbox wurde nach ein paar Momenten des Wartens hergestellt. Über die von unserem Router zugewiesene IP konnte ich die Steckdosenleiste nun im Browser aufrufen und die einzelnen Strom-Buchsen bereits ansteuern. Mein erster Test gebührt meiner Kugel-Lampe. “Lampe an. Lampe aus.” – Läuft! Vier der sechs Steckdosen sind manuell steuerbar – zwei haben Dauerstrom. Im Browser können wir den einzelnen Steckdosen (nur den vier programmierbaren) Namen zuweisen. Das ist nachher bei der Steuerung per App sehr sinnvoll, da wir direkt auf einen Blick sehen, welches Gerät wir gerade an- bzw abschalten wollen, obwohl wir womöglich gar nicht zu Hause sind.

App

Screenshot_App_energenie_steckdose-2Natürlich ist die Steuerung über den Browser eine nette Sache, aber nicht unbedingt das, wonach wir gesucht hatten. Wir suchten ja quasi eine Fernbedienung zum Ansteuern der Steckdosen vom Sofa aus. Gembird schafft Abhilfe mit einer App für iOS und Android-Geräte. Also schnell das Handy gezückt und nach der „Powerman“-App von Gembird gesucht und kostenlos geladen. Jetzt wurde es etwas tricky: beim Öffnen der App wird man nach einem Namen und einem Passwort gefragt. Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass dies nicht die Zugangsdaten zur Steckdose sind, die ich vorher festgelegt hatte, sondern die Zugangsdaten zur EnerGenie-Webseite, bei der ich mich zunächst über den Browser registrieren und die Steckdosenleiste dort aktivieren musste. Wenn man die App per Smartphone bedienen möchte, kommt man um eine Aktivierung und Registrierung also leider nicht herum.

Screenshot_App_energenie_steckdoseDie Bedienung der App ist logisch und selbsterklärend. Man wählt sich mit den Login-Daten in sein EnerGenie-Konto ein und wählt dort die anzusteuernde Steckdosenleiste im Heimnetz aus. Jetzt kann man per Fingerdruck den Strom an- bzw. ausschalten. Und das nicht etwa „nur“ für die gesamte Leiste, sondern eben für jede einzelne Dose und somit auch für jedes Gerät, das in dieser Dose steckt – unabhängig von allen anderen Geräten. Ich habe unsere vier steuerbaren Anschlüsse aktuell z.B. mit folgenden Geräten belegt: Fernseher, Soundbar, Lampe, Playstation. Im Steckplatz drei steckt eine Lampe in Form einer Glaskugel. Ein optisches Highlight auf unserer TV-Bank. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie ich den ersten Abend auf dem Sofa lag und Minuten lang „Lampe an. Lampe aus.“ gespielt habe… und den zweiten Abend… und den dritten Abend.

Urlaubs-Überwachung

Die Steckdosenleiste unterscheidet sich von anderen Steckdosenleisten in noch einem Punkt: man kann sie über die mitgelieferte Software oder den Browser programmieren und ihr bestimmte Programmabläufe zu bestimmten Uhrzeiten (bis zu 16 Ereignisse pro Dose sind möglich) zuweisen. Das könnte besonders in der Urlaubszeit sehr sinnvoll sein, wenn sich jeden Abend der Fernseher für ein paar Stündchen einschaltet oder die Lampe jeden Abend zu unterschiedlichen Uhrzeiten an geht. Wie bei einer programmierbaren Zeitschaltuhr könnt ihr über den Browser An- und Abschaltzeiten eingeben und eine Wiederholungs-Periode und Zeitspannspanne angeben. Und wer sich plötzlich auf der Autobahn unsicher ist, ob er alles daheim abgeschaltet hat, wenn er in Urlaub fährt, kann sich einfach einloggen und die Einstellungen der Leiste überprüfen.

Bewertung

Machen wir uns nichts vor: Für alle faulen Menschen dieser Welt ist diese Steckdosenleiste genau das Richtige, denn sie spart Wege und Zeit. Viele Wege. Und viel Zeit.

Und außerdem „Lampe an. Lampe aus.“ ist – das wissen wir spätestens seit einer bestimmten Simpsons-Folge („Bettchen rauf. Bettchen runter.“) – eine spaßige und abendfüllende Aufgabe. Abgesehen von einem leichten fiepen, dass ich permanent bei Betrieb der Steckdose wahrnehmen kann (was mich aber nicht weiter stört, da ich ohnehin überwiegend Multimedia-Geräte damit steuere, die alle Ton von sich geben) und der etwas umständlichen Erstinstallation, finde ich keinen ernsthaften Haken. Ja gut – die Software, die Browserumgebung und auch die App sind jetzt optisch keine Glanzleistungen, aber sie funktionieren und sind intuitiv zu bedienen. Und darauf kommt es doch schließlich an, oder?

Shopping

Macht euch selbst ein Bild von dieser praktischen Erfindung und sagt all den klassischen Zeitschaltuhren den Krieg an! Die EnerGenie EG-PMS2-WLAN Steckdosenleiste von Gembird gibt es aktuell bei Amazon für 105 Euro zu kaufen.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

3 Comments

  1. Man schaltet doch normalerweise Geräte per Steckdose ab, weil sie selbst keinen echten Ausschalter haben und man Strom sparen will. Nun frage ich mich wie viel Strom wohl die Steckdose selber braucht, um die ganze Zeit ins WLAN zu funken. Sonderlich weit her kann es da mit der Stromersparnis nicht sein – geschweige denn, dass sich die 105€ amortisieren würden.

    Da kann ich dann die Geräte auch gleich eingeschaltet lassen. Oder eben für ein paar Euro normale Fernbedienungssteckdosen kaufen.

    Ja, auch ich bin ein großer Fan von Gadgets, aber mal ehrlich: wenn man diese Leiste nicht gerade vom Hersteller zum testen zur Verfügung gestellt bekommt, gibt es wohl keine wirklich sinnvollen Argumente dafür so viel Geld auszugeben – oder doch?

    1. Ich schalte meine Geräte per Master-Slave Steckdose aus, weil ich nicht jeden Schalter eines jeden Geräts einzeln betätigen möchte – nicht, weil die Geräte keinen OFF-Schalter haben. Ich habe nach einem Fernbedienungsersatz gesucht, den ich nun in Kombination aus Steckdosenleiste und Smartphone gefunden habe. :)

      Vorwiegend geht es mir –ganz persönlich – hierbei um Dinge, die eben nicht jeden Tag angeschaltet werden (wie z.B. unsere Konsolen), um Dinge, die ich erst später einschalten möchte und die nicht direkt Storm benötigen, wenn ich die Steckdose einschalte (wie z.B. eine Lampe) oder um Dinge, die an Steckdosen hängen, die schwer erreichbar sind (wie z.B. Steckdosen hinter einem Bücherregal). Während eine normale Steckdose oder eben die Master-Slave parallel alle Geräte direkt mit Strom speist, kann ich bei dieser Steckdosenleiste steuern, welches Gerät Strom bekommt – und auch wann es den Strom bekommt.

      Die Steckdose hat einen ganz normalen Kippschalter zum An- und Ausschalten und funktioniert zeitgleich auch wie eine normale Steckdosenleiste – sie muss nicht zwingend im WLAN sein. Wenn wir im normalen Alltag nicht zu Hause sind, ist die Steckdose ausgeschaltet – so wie alle anderen Steckdosen bei uns ebenfalls ausgeschaltet sind. Somit gibt es hier auch keinen unerwünschten Stromverbrauch. Kommen wir abends von der Arbeit nach Hause, schalten wir nach Bedarf die Geräte an, die wir brauchen…

      Und ja – Fernbedienungssteckdosen sind eine gute Sache und bei uns auch im Einsatz. Allerdings kannst du hier eben immer nur ein Gerät pro Steckdose anschließen und steuern… sofern in deiner Wohnung Steckdosen also keine Rarität sind, ist das sicherlich eine deutlich günstigere Alternative.

      Im Übrigen gibt es auch deutlich günstigere Modelle (ca. 30 Euro) von Gembird, die bei gleicher Funktionalität per LAN mit dem Heimnetzwerk gekoppelt sind. :)

  2. Laut Benutzerhandbuch zieht die Steckdose maximal 2,5W im Standby, dass ist erstmal nicht viel. Wenn man aber bedenkt, dass bei Neugeräten (also TV und co) die StandBy Leistung maximal 0,5 W betragen darf, ist zumindest der Stromspar-Effekt äußert fragwürdig.

    Aber ich will das Produkt nicht schlecht machen, ich habe auch diese einfachen Funksteckdosen zuhause. Aber der Preis von >100€ ist schon sehr abschreckend.

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