EVE: Valkyrie

EVE: Valkyrie ist ein VR Spiel, welches euch in den Pilotensitz eines Raumschiffes im EVE Online Universum befördert. Ihr übernehmt das Steuer und liefert euch Dogfights in Asteroiden-Feldern und rund um Raumstationen. Als alter Wing Commander und Freespace Fan musste ich hier einfach mal einen Blick reinwerfen und schauen ob es mein verlangen nach Weltraumschlachten befriedigen kann.

Nachdem ihr das Geschlecht eures Piloten ausgewählt habt spielt ihr einige Reproduktionen von Schlachten in der Welt von EVE. Ihr sitzt im Cockpit eures Raumjägers, und könnt euch frei umsehen. Die Abschussrampe leuchtet langsam auf und ihr werdet in das All hinausgeschossen. In VR immer wieder ein eindrucksvolles Erlebnis.

Ein Analogstick zum lenken, der andere für Fassrollen sowie eine Taste für mehr Schub und eine zum bremsen bieten eine relativ simple Steuerung in der man sich recht schnell Zuhause fühlt. Euch stehen neben einem Lasergeschütz ausserdem noch zielsuchende Raketen zur verfügung.

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Während ich bei Spielen wie z.B. Battlefield in Flugzeugen oder generell in Fahrzeugen auf die 3rd-Person Ansicht wechsle, weil ich damit mehr Übersicht habe, ist es in VR gar kein Problem das Cockpit um sich herum zu haben. Man kann ganz natürlich den feindlichen Schiffen hinterschauen und verliert dadurch nicht so schnell die Verfolgung.

Durch den fixen Raum in Form des Cockpits hatte ich auch relativ wenig Probleme mit Übelkeit. Das größte Problem sind bei diesem Spiel die Fassrollen und jegliche Drehung auf der Stelle. Zu diesen Manövern wird man aber selten gezwungen. Während der regulären Dogfights mit ordentlich Schub hatte ich wenig Probleme mit Motion Sickness und ich konnte das Spiel über eine längere Zeit spielen ohne das Bedürfnis zu verspüren mir einen Eimer reichen zu lassen. Ein Tracking eurer Hände fehlt vollständig. Alle Menüs werden mit dem Dual Shock Controller und der Blickrichtung gesteuert.

Im Singleplayer spielt ihr einen Klon eines Piloten der im Kampf gestorben ist und erlebt dessen Erinnerungen in Form der Raumschlachten. Dogfights gehören grundsätzlich immer dazu, umwoben mit kleinen Missionen bzw. Handlungssträngen bei denen ihr z.B. Schutzschilde platzieren oder einen Raumfrachter beschützen müsst. Eine tiefgründige Story sollte man aber nicht erwarten.

Online geht es dann entweder mit Freunden in einer gemeinsamen Staffel in die unendlichen Weiten des Weltraums, im Coop gegen computergesteuerte Gegner oder ihr kämpft im klassischen Team Deathmatch und Eroberungs-Modus. Zu den Eroberungs-Modi gehört auch eine Form der aus anderen Spielen als Assault oder Rush bekannten Spielweise. Hier werden erst Relaisstationen eingenommen und verteidigt, bis man schließlich den gegnerischen Frachter angreifen kann oder man den eigenen verteidigen muss.

Ihr sammelt mit jeder Schlacht Erfahrungspunkte, rüstet eure Schiffe auf oder kauft euch neue. In vier Klassen unterteilt findet ihr über 20 Schiffe die ihr nach eurem Geschmack umbauen könnt. Andere Kanonen und Abwehrmechanismen, stärkere Schilde uvm. stehen euch zur Verfügung und werden euch einige Spielstunden abverlangen um das gesamte Repertoire freizuschalten.

Dogfights und Flüge zwischen den Raumschiffen und gigantischen Frachtern sind imposant und für ein paar Runden zwischendurch macht EVE: Valkyrie Spaß aber mir persönlich fehlt hier die Langzeitmotivation. Da hilft auch die schicke Optik und die eindrucksvolle Geräuschkulisse nichts. Ein kleiner weiterer Kritikpunkt am Rande: Obwohl es einen Singleplayer gibt, benötigt ihr für dieses Spiel eine aktive Verbindung zum Internet um es überhaupt starten zu können. Hier darf gerne nochmal nachgepatcht werden. Dafür geht aber die Suche nach Online-Schlachten sehr zügig.

Bei knapp 60€ bei Amazon für die Disc oder auch digital im PlayStation Store würde ich vielleicht auf ein passendes Angebot warten. Für die PC-Spieler gibt es ausserdem eine Version für Oculus Rift. Eine HTC Vive Version soll demnächst folgen.

Getestet wurde die PlayStation VR Version

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.