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Fallout 76

Die Begriffe Ödland, PIP Boy oder S.P.E.C.I.A.L. lassen die Fans der Fallout-Serie höher schlagen. Mit dem neuesten Ableger der Serie, Fallout 76, schlägt Bethesda zum ersten Mal im Ödland den Online-Weg ein. Ob sich die Entwickler mit diesem Schritt weiter auf dem Erfolgspfad der Vorgänger wandelt oder nicht, schauen wir uns heute einmal an.

Storytelling

Fallout 76 beginnt klassisch in einem Vault, wo ihr in einem sehr umfangreichen Charakter-Editor euer Alter Ego erstellen dürft. Mann, Frau, Hell, Dunkel, Blond oder schwarzhaarig. Haken- oder Knollennase. Eure Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. In den ersten Minuten erlernt ihr beim verlassen des Vaults die Grundlagen der Steuerung und wichtige Dinge um im Ödland zu überleben. Sobald ihr aus dem Vault tretet findet ihr euch im postapokalyptischen West Virginia wieder. Bethesda hat leider im Spiel komplett auf menschliche NSCs (Nicht-Spieler-Charakter) verzichtet. Die Storyelemente werden durch Notizen, Briefen, Holobändern und Robotern erzählt, was meiner Meinung nach schon ein recht großer Minuspunkt ist. Es gibt halt keine Charaktere zu den man eine emotionale Bindung aufbauen kann.

Multiplayer-Fallout

Wie schon in der Einleitung erwähnt, spielt Fallout 76 komplett online und so werdet ihr auf einen Server mit bis zu 32 anderen Spielern geworfen, welche ihr stehts auf der Karte sehen könnt. Da die Karte recht groß ist, verteilt sich das Ganze so sehr, dass man teilweise stundenlang nicht einen menschlichen Spieler trifft. Nur Maschinen, mutierte Tiere und andere Gegner. Trotz Multiplayer fühlt man sich dadurch dann doch manchmal recht einsam und wie in einem Singleplayer Spiel. Natürlich könnt ihr auch mit Freunden spielen. Das Limit hierbei liegt übrigens bei vier Spielern pro Team.

Charakter

Euren Charakter könnt ihr mit unterschiedlichen Klamotten, Rüstungen, Nah- und Fernwaffen bestücken. Ihr könnt eure eigenen Basis bauen und auf einen beliebigen Platz in der Welt von Fallout 76 platzieren. Nur besondere Orte wie Städte oder in Gebäuden ist das nicht möglich. Ein nettes Feature mit einem Nachteil. Landet ihr auf einem Server, wo ein anderer Spieler an selber Position ein Lager gebaut hat wird euer Lager entweder verschoben oder euer Lager befindet sich komplett in eurem Inventar und ihr müsst es neu aufbauen, was schon ärgerlich sein kann, wenn man es nicht gerade als Blaupause abgespeichert hat.

Gelevelt wird fast gewohnt in S.P.E.C.I.A.L. Manier. Jeder Buchstabe steht dabei für ein Attribut. Strenght, Perception, Endurance, Charisma, Intelligence, Agility und Luck. Mit jedem Aufstieg bekommt ihr dann Karten für den jeweiligen Bereich, die euch weitere Fähigkeiten geben, so dass ihr zum Beispiel weniger Strahlung durch Nahrung aufnehmt oder Rüstungen leichter zu tragen sind.

Technik

Aus technisch Sicht ist Fallout 76 in der aktuellen Version nicht gerade das Maß aller Dinge. Grafisch wirkt Fallout 76, gerade im Vergleich zum Open-World-Kracher Red Dead Redemption 2, eher Altbacken. Hinzu kommen diverse Grafikfehler und teils massive Frameeinbrüche, die das Spielerlebnis mindern. Außerdem wurde bei mir eine Hauptquest nicht getriggert, so dass ich die Hauptstory erstmal gar nicht weiterspielen konnte. Übrigens, solltet ihr mal sterben und euch denken „Ach, ich wechsel zu einem Freund auf den Server und hol mit ihm meine Sachen“, vergesst das. Wechselt ihr nach dem Tod den Server, sind eure Sachen verloren. Dabei handelt es ich aber ja zum Glück nur um den gesammelten Schrott. Die Hitboxen der Gegner scheint sich übrigens ab einer gewissen Nähe in Luft aufzulösen, so konnte ich Gegner, die direkt vor mir standen und mit einer Machete auf mich einschlugen nicht mit meinem Schrotgewehr treffen. Zu diesen Problemen gesellen sich dann noch diverse Abstürze, die den negativen technischen Blick derzeit abrunden. 

Fazit

Puh, es ist schwer für mich bei diesem Spiel ein Fazit zu ziehen. Fallout 76 könnte ein echt tolles Spiel sein, aber es wirkt auf mich unfertig, was für die Abstürze und Frameeinbrüche sprechen würde. Gerade die nicht getriggerte Hauptquest hat mir dann jegliche Lust an Falout 76 genommen. Auf der Gegenseite gibt es aber auch einige Spieler, die gerade zu begeistert von Fallout 76 sind. Denen sind die Bugs egal, denn für sie ist Fallout 76 ein mehr oder weniger würdiger Nachfolger. Ich würde aktuell aber mit einem Kauf warten und schauen, ob Bethesda die zahlreichen Probleme im Spiel angeht und dann wohl erst in ein bis zwei Monaten zugreifen. 

Gespielt habe ich Fallout 76 auf der PlayStation 4 Pro. 

Fallout 76 gibt es für die PlayStation 4, Xbox one und für PC und kostet derzeit bei Amazon knapp 50 Euro.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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