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Far Cry: New Dawn

Willkommen zurück in Hope County. 17 Jahre nach den Geschehnissen aus Far Cry 5 kehrt ihr zurück in eine bunte, post-apokalyptische Welt. Ob sich die Rückkehr lohnt und ob Far Cry: New Dawn an das tolle Far Cry 5 anknüpfen kann, dass schauen wir uns heute einmal an.

Story

17 Jahre nach den Geschehnissen von Far Cry 5 übernehmt ihr die Rolle von Captain oder auch, wie Captain America, liebevoll Cap genannt. Die Welt erholt sich gerade von einer nuklearen Katastrophe. Die Zwillinge Mickey und Lou unterdrücken mit ihrer Gang – den Highwaymen – die Bewohner von Hope County. Es liegt nun an euch diese Beiden in 22 Hauptstory- und diversen Nebenmissionen in die Schranken zu weisen. Dabei trefft ihr in einigen Missionen unter anderem sogar auf Joseph Seed, dem Antagonisten aus Far Cry 5. Für die Hauptstory könnt ihr übrigens ca. 11 Stunden einplanen. Wenn ihr alles machbare machen wollt, dann dürfte euch New Dawn sogar über 20 Stunden beschäftigen.

Welt

Die Welt von Far Cry: New Dawn ist bunt, wobei die Farbe Pink eine sehr große Rolle bei der Entwicklung gespielt haben dürfte. Verglichen mit Far Cry 5 spielt New Dawn aber nur auf einem recht kleinen Teil der Karte des . Diese ist aber übersät mit Außenposten, Gegnern und allerhand anderen Möglichkeiten. Es gibt also stets was zu tun.

Charaktere

Zu Beginn des Spiels habt ihr die Wahl, wollt ihr einen männlichen oder einen weiblichen Charakter spielen wollt. Anschließend könnt ihr das Aussehen eures „Captain“ noch ein wenig nach euren Wünschen anpassen. Außer im Fotomodus bekommt ihr euren Alter-Ego, aber nie wieder zu Gesicht, was das ganze etwas sinnfrei wirken lässt. Auch die im Spiel und über Microtransaction freischaltbaren Kleidungsstücke halte ich, aus dem selben Grund, für unnötig. Etwas amüsiert habe ich mich darüber, dass man einem weiblichen Charakter einen Bart verpassen konnte.

Für die Erledigung von verschiedensten Aufgaben und Missionen bekommt ihr Vorteilspunkte, welche ihr für neue Fähigkeiten und größere Taschen ausgeben könnt. Die Auswahl ist hier aber überschaubar, so dass ihr die wichtigsten Dinge schnell erlernt haben dürftet.

Prosperity

Nach einer kurzen Einführung kommt ihr nach Prosperity und zu einer der Neuerungen von Far Cry: New Dawn, denn Prosperity ist eure Basis, die ihr in unterschiedlichen Stufen ausbauen könnt. Dabei verbesserte ihr zum Beispiel eure Werkbank um bessere Waffen zu bauen, die Krankenstation um die maximale Gesundheit zu erhöhen oder die Expeditionsstation um Expeditionen und Schnellreisemöglichkeiten freizuschalten. Das ihr bei jedem Ausbau im Lager eine kurze Sequenz angezeigt bekommt, fand ich auf dauer etwas nervig. Tipp: Ihr könnt den Ausbau auch machen, wenn ihr nicht im Lager seid. Einfach über das Menü auf die Basis gehen und dort ausbauen.

Ränge

Alles in Far Cry: New Dawn hat nun leicht erkennbare Ränge. Waffen, Fahrzeuge, Wildtiere und deren Felle, Helfer und Gegner. Gefühlt also einfach alles. Das ganze teilt sich in vier unterschiedlichen Stufen auf (Rang I – III und Elite). Darüber könnt ihr also erkennen, ob euch ein leichter oder schwerer Gegner gegenübersteht oder ob ihr eine Rang I oder Elite Waffe gefunden habt. Selbst die einnehmbaren Außenposten haben unterschiedliche Ränge. Befreit ihr einen Außenposten zum ersten Mal, hat diese noch Rang I. Wenn ihr das Ethanol aus den Außenposten nun plündert, kommen die Highwaymen zurück, der Außenposten steigt auf Rang II und das Erobern beginnt von vorn. Dadurch habt ihr aber die Chance wichtiges Ethanol zu ergattert, was ihr für den Ausbau der Basis benötigt.

Verbündetet

Im Vergleich zu Far Cry 5 steht euch nun nur noch ein Verbündeter zur Zeit zur Verfügung. Neben 6 menschlichen Helfern stehen euch auch, mit Timber und Horatio, zwei tierische Helfer zur Verfügung. Je mehr Kills ein Helfer macht um so bessere Fähigkeiten schaltet dieser frei. Ob und wie nützlich das Ganze ist, liegt natürlich ein Stück an eurer Spielweise. Ich bin da eher der „Schleicher“ und konnte mich gut mit Timber, Judge und Nana arrangieren.

Koop-Modus

Far Cry: New Dawn bietet wieder einen Koop-Modus, der wie schon in den Teilen davor leider nicht ganz ausgefeilt ist. So bekommt zum Beispiel nur der Host den Missionsfortschritt gut geschrieben. Auch einige NPC können nur vom Host angesprochen werden, dennoch ist es vorgenommen, dass der Gast plötzlich eine Zwischensequenz triggern konnte, was etwas für Verwirrung sorgte. Hier könnte Ubisoft definitiv noch nacharbeiten.

Expeditionen

Die freischaltbaren Expeditionen führen euch raus aus Hope County um weitere Ressourcen zusammeln. So holt ihr zum Beispiel ein Paket voller Rohstoffe von einem Flugzeugträger, den die Highwaymen eingenommen haben. Das Paket ist dabei nicht das Problem, eher die die Highwaymen, wenn sie merken, dass du das Paket hast. So beginnt ein kurzer Spießroutenlauf um mit dem Helikopter zu entkommen.

Microtransactions

Haltet mich für blöd, aber mir sind Microtransactions ja grundsätzlich erstmal egal. Zumindest, wenn es um rein kosmetische Sachen geht. In Far Cry: New Dawn gibt es aber weiter Möglichkeiten weiter Echtgeld ins Spiel zu investieren. So könnt ihr euch Vorteilspunkte und Herstellungsmaterialien nicht nur erspielen, sondern auch erkaufen. Dabei zahlt ihr für sieben Vorteilspunkte 250 Far Cry-Credits, was umgerechnet ca. 2,50 Euro sind. Außerdem könnt ihr euch Waffen, Fahrzeuge und Kleidung für die Far Cry Credits erwerben. Die Kleidungsstücke können euch aber auch mit etwas Glück beim erobern von Außenposten in die Hände fallen.

Fazit

Wer Spaß mit Far Cry 5 hatte, der dürfte auch Spaß mit New Dawn haben, soviel ist klar, denn Grafik, Gameplay, etc. sind zum Vorgänger identisch. Bei New Dawn allerdings von einem echten Nachfolger zu reden, halte ich für etwas übertrieben. Für mich ist New Dawn nicht mehr als eine Standalone Erweiterung, die man ggf. auch als DLC hätte veröffentlichen können. Das Spiel hat noch ein paar kleinere Bugs, welche allerdings kaum ins Gewicht fallen dürften. Nur die eine Mission, die bei mir lange nicht getriggert wurde, war etwas nervig. Außerdem halte ich die übertrieben großen, einsammelbaren Ressourcen, wie Federn und Muttern, für etwas to much. Dennoch habe ich viel Spaß mit dem Spiel gehabt.

Gespielt habe ich Far Cry: New Dawn auf der PlayStation 4 Pro. Das Spiel könnt ihr für PC, PlayStation 4 und Xbox One entweder Digital oder für ca. 35 Euro bei Amazon erwerben.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Von Soeren Fritsche

76 geborener, in Bremen lebender Film-, Serien-, Spiele- und Eishockeyliebhaber. Spielte bereits auf dem Atari 2600, C64, Amiga 500 und ist inzwischen über die erste Xbox bei der PS4 gelandet.

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