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Fitbit Versa

Von Fitbit haben wir bereits einige Geräte getestet. Nach der Fitbit Ionic hat das Unternehmen aus San Francisco mit der Fitbit Versa ein Nachfolgemodell auf den Markt gebracht, welche ich in den letzten Wochen auf Herz und Nieren testen durfte.

Eigentlich wollte ich ja nie eine Smartwatch, weil ich nicht permanent irgendwelche Benachrichtigungen bekommen wollte. Bei der Fitbit Versa war es allerdings so, dass ich eher einen Fitnesstracker im Stile einer Uhr haben wollte, aber ist die Fitbit Versa auch wirklich eine Smartwatch?

Ausgepackt

Wie bei allen Fitbit Geräten kommt das Gerät mit einer ansprechenden Verpackung daher. Neben dem Tracker plus zwei unterschiedlich großen Armbändern, gibt es eine Schnellanleitung, sowie ein USB Kabel. Ein Ladestecker ist nicht enthalten, dies hat man aber ja meist dank Smartphone irgendwie zu Hause rumliegen. Das vollständige Laden dauert ca. zwei Stunden. Als erstes muss die Versa, wie bei allen Fitbit Geräten, mit der Fitbit-App verbunden werden. Wer noch keine Fitbit sein eigenen nennt muss dann noch folgende Dinge eintragen: Größe, Alter, Gewicht, Geschlecht und an welchem Handgelenk der Tracker getragen wird. Besitzt man bereits ein Fitbit-Tracker, so entfallen die Eingaben, da diese Angaben bereits vorhanden sind.

Über die Fitbit-App haben wir in unseren bisherigen Reviews schon viel gesprochen, so dass wir uns heute, wie bereits beim Fitbit Ionic Test, auf den Tracker konzentrieren. Über den etwas mauen Fitbit Appstore hat Philipp bereits in seinem Ionic Test geschrieben. Hier hat sich seitdem nicht wirklich was getan. Leider.

Apps und Funktionen

Im Store finden sich allerdings auch diverse Ziffernblätter, die man auf seine Uhr installieren kann. Hier muss man allerdings etwas schauen, denn es gibt auch einige kostenpflichtige. Die Ziffernblätter sind interaktiv und zeigen die unterschiedlichsten Werte an. Erreichte Schritte, Pulszonen, aktive Minuten und und und. Das kann je nach Ziffernblatt variieren.

Wischt man auf dem Ziffernblatt nach untern sieht man die aktuellen Benachrichtigungen. Sobald eure Versa per Bluetooth mit einem Smartphone verbunden ist, kann jede App die Benachrichtigung auf die Uhr pushen. In der Fitbit App könnt ihr auswählen, welche App euch benachrichtigen darf und welche nicht. Neu, im Gegensatz zu Ionic, ist, dass ihr nun auch mit den Benachrichtigungen interagieren könnt. Allerdings bietet Fitbit nur ein paar sogenannte Quick Replies, welche ihr aber in der App anpassen könnt. Fünf Antworten stehen auch zur Verfügung, welche aber auch angepasst werden können. Ihr könnt also zum Beispiel auch statt “Klingt gut!” ein “Ok!” einfügen.

Ein Wisch nach oben zeigt die aktuellen Statistiken im Detail. Schritte, inkl. Grafik der letzten Tage, aktueller Puls und Durchschnittspuls und die letzte Aktivität. Eine Wischaktion von rechts nach links bringt uns in ein weiteres Menü. Hier findet man alle installierten Apps und die möglichen Einstellungen. 

Mit dem Knopf an der linken Seite kommt ihr immer wieder zurück. Auf der rechten Seite befinden sich zwei weitere Knöpfe. Der Obere schickt euch direkt in die Aktivitäten um diese zu Starten. Der Untere lässt euch Alarme ein-/ausschalten und hinzufügen.

Tracking

Wie bei eigentlich allen Fitbit Geräten ist das Tracking ziemlich genau. Die Schritte passen und, wenn man die passende Schrittlänge hinterlegt hat, passt dann natürlich auch die Entfernungen. Die Herzfrequenz und auch die Stockwerke passen weitestgehend. Philipp hat dazu bereits recht viel in seinem Ionic Bericht geschrieben und um nicht alles nochmal zu wiederholen verwaise ich einfach darauf, denn das Tracking passt von vorne bis hinten. Leider hat es Fitbit versäumt in die Versa ein GPS Tracker zu integrieren, so das es stehts notwendig ist sein Smartphone dabei zu haben, wenn man die Strecke per GPS aufzeichnen möchte. Vielleicht möchte man ja auf einer Radtour oder beim joggen mal kein Handy dabei haben. 

Akku und Verarbeitung

Der Akku der Fitbit Versa hält bei permanent aktiver Bluetooth Vebindung etwas über vier Tage. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und das Display auf Groillaglas. Die Versa ist bis zu 50 Meter wasserabweisend, wodurch das Gerät dennoch zum schwimmen geeignet ist. Wasserdicht darf es nach deutscher Norm erst ab einer Tiefe von 50 Metern genannten werden. Etwas irritierend, wie ich finde. Allerdings war ich mit der Versa schon im Schwimmbad um dort meine Bahnen zu ziehen, sowie unter der Dusche und es gab keinerlei Probleme. Auch das Glas ist sehr robust. Man bleibt ja doch mal irgendwo hängen oder eckt an. Ein Kratzer suche ich bisher zum Glück vergebens. Zum Aufladen gibt es nun eine kleine Ladestation, in die die Fitbit Versa eingesteckt werden muss. Das ist relativ simple und geht total schnell. Auch die Armbänder kann man tauschen. Das Ganze dauert ca. 5 Minuten. 

Nicht genutzte Features

Nicht genutzt hab ich die Musikfunktion der Versa. So kann man über ein Computer und die Fitbit Desktop-App Musik auf die Uhr spielen oder zum Beispiel die App Deezer nutzen. Letzteres nutz ich zum Beispiel gar nicht. Eine Spotify App hätte ich dagegen begrüßt. Wer mich kennt, weiß, dass ich eher ein Sportmuffel bin, daher habe ich die Coach-Funktion auch noch nicht getestet. Fitbit bietet die Möglichkeit per NFC Zahlungen zu leisten, dies ist aktuell in Deutschland aber leider nur über Umwege möglich, deshalb hab ich es leider auch noch nicht testen können. 

Fazit

Die Fitbit Versa ist eine tolle Weiterentwicklung der Ionic, hat aber definitiv noch Luft nach oben. Wer die Ionic sein eigenen nennt braucht – meiner Meinung nach – nicht zur Versa greifen, sondern sollte erstmal warten oder als nächstes eher zu einer Apple Watch oder Android Wear greifen. Ich trage die Versa trotzdem täglich und nutze auch einige ihrer Funktionen regelmäßig, was für sie spricht. Der Wechsel von der Alta HR auf dir Fitbit Versa hat sich auf jedenfall gelohnt, denn die Versa sieht nun mal mehr wie eine Uhr aus. Weitere Apps im Store, wie zum Beispiel Spotify, wären super.