Horizon: Zero Dawn

Die Welt hat sich verändert. Menschen leben wieder in Stämmen und mechanische Tiere Dinosaurier beherrschen Land, Luft und Wasser. Willkommen in der fabelhaften, postapokalyptischen Welt von Horizon: Zero Dawn. Nach nun fast 25 Stunden Spielzeit möchte ich euch in diesem Bericht (m)einen bisherigen Eindruck von dem Spiel vermitteln.

Zuerst versuchen wir mal zu klären, was Horizon: Zero Dawn eigentlich ist.

Es ist ein Third Person Action-Rollenspiel, welches vom niederländischen Entwickler Guerrilla Games exklusiv für die PlayStation 4 entwickelt wurde. Guerrilla Games war vorher für die Killzone Spiele zuständig und wollte nach Fertigstellung von Killzone 3 neue Wege gehen. Oft wird das Spiel als eine Mischung aus Tomb Raider, Assassins Creed und Far Cry beschrieben und ja, es bietet Elemente aus all diesen recht erfolgreichen Spielserien. An der gut 45 Millionen teuren Entwicklung waren übrigens über 250 Menschen beteiligt. Derweil liegt Horizon: Zero Dawn in der Verkaufscharts sogar vor dem grandiosen The Legend of Zelda: Breath of the Wild.

Und worum geht es bei Horizon: Zero Dawn?

Wie oben bereits erwähnt spielt Horizon in einer postapokalyptischen Welt. Die Menschheit lebt wieder in Stämmen. Ihr übernehmt die Rolle der Hauptprotagonistin Aloy, einer jungen Frau, die versucht ihrer Vergangenheit auf den Grund zu gehen. Ich möchte euch hier nicht zu viel von der Story verraten, aber es ist grandios. Von Beginn an hatte mich das Spiel in den Fängen, weil einfach „alles“ stimmt. Die Welt, die Charaktere, etc. sind glaubhaft in Szene gesetzt. Dazu kommt, dass sämtliche Charaktere im Spiel vertont wurden. Zwar passt bei deutscher Sprachausgabe die Lippensynchronität nicht immer, aber darüber kann man hinweg sehen.

Leider kann man die Sprachausgabe und Sprache des Textes nur im Hauptmenü und nicht während des Spiels ändern. Daran sollte man denken, da bei auf deutsch gestellter Konsole das Spiel auf deutsch startet und man sich vorab nicht im Hauptmenü befindet. Nun aber zurück zum Spiel mit seinen diversen Haupt-, Neben- und Sammelaufgaben.

Ja, in Horizon: Zero Dawn erwarten euch zahlreiche Aufgaben, die aber alles andere als langweilig sind. Ein schnödes „Sammle 10 hiervon, Töte 10 davon“ ist mir in meiner bisherigen Spielzeit nicht vorgekommen. Allerdings will ich – auf Grund von möglichen Spoilern – nicht weiter auf die Story eingehen.

Steuerung und Kämpfe

Die Steuerung von Horizon Zero Dawn ist im Großen und Ganzen genretypisch und geht leicht von der Hand. Etwas genreuntypisch hingegen sind da die Kämpfe. Während man in vielen Spielen – wie z.B. The Witcher 3 – die Kamera auf einen Gegner fixieren kann, geht dies in Horizon nicht. Ihr müsst selbst gucken, wie ihr die Kamera im Kampf justiert und genau das kann teilweise etwas hektisch und unübersichtlich werden. Ich finde aber, dass es eine reine Gewöhnungssache ist, denn die Kämpfe sind alles andere als hektisch und unübersichtlich, sondern eher strategisch und taktisch.

Ihr solltet nicht einfach drauf losrennen und versuchen den Gegner einfach so zu erlegen. Das führt ab einem gewissen Schwierigkeitsgrad auch ins sichere Verderben. Nein, schaut euch die Routen an, legt Fallen, spürt die Schwächen der Gegner auf und nutzt diese zu eurem Vorteil. Ich zum Beispiel hatte einen Kampf gegen einen Gegner, der sicher 10 Minuten dauerte, bis ich eine gute Strategie hatte. Dann starb ich und musste den Kampf neu beginnen. Diesmal ging es aber recht schnell, weil ich wusste welche Schwächen der Gegner hat und wie ich ihn am besten erlegen konnte. Übrigens müsst ihr nicht gegen jede Maschine kämpfen, die euch begegnet. Einige ignorieren euch, andere flüchten sogar, aber sie sind auch Lieferant für Rohstoffe, welche ihr für das Crafting benötigt.

Crafting und Taschen

Horizon bietet auch ein Carfting System an in dem ihre eure Muniton, Fallen und Tränke selbst herstellen könnt. Die Ressourcen findet ihr überall in der Welt verstreut. Hier mal ne Pflanze, da mal Holz. Die Ressourcentasche ist – auch wenn man sie komplett upgegraded hat – leider viel zu klein. Da wünscht man sich hin und wieder eine Schatztruhe oder ähnliches. Taschenplätze – für Waffen, Outfits, Munition – hingegen sind ausreichend vorhanden. Gerade Munition kann man sogar während des Kampfes noch sehr gut „nebenher“ herstellen.

Grafik und Sound

Grafik in einem Spiel ist nicht alles, aber Horizon Zero Dawn sieht unfassbar gut aus und zwar nicht nur auf der von mir genutzten PlayStation 4 Pro, nein auch auf der „normalen“ PlayStation 4 macht es einen wahnsinnig tollen Eindruck. Tag/Nacht und Wetterwechsel runden die Spielwelt zudem noch ab. Ein Feature welches ich wirklich lieben gelernt habe, ist der im Spiel integrierte Fotomodus, den meiner Meinung nach fast jedes Spiel haben sollte. Dieser verfügt sogar über die Möglichkeit, die Tageszeit anzupassen. Hier mal eins meiner Lieblingsbilder, die ich im Spiel gemacht habe:

Die Soundkulisse ist unfassbar gut. Man hört das weit entfernte Stampfen der mechanischen Wesen, den Sturm dröhnen oder den Regen prasseln und das alles in glaubwürdiger Qualität. Der Soundtrack, welchen es unter anderem auch bei Amazon zu kaufen gibt, passt perfekt in die Welt und wird dynamisch der Situation entsprechend angepasst. Ihr seht Horizon Zero Dawn ist ein Schmaus für Augen und Ohren.

Fazit

Das Jahr ist noch recht jung, aber jedes Spiel welches – für mich – den Titel „Spiel des Jahres“ innehalten möchte wird es verdammt schwer haben, denn Horizon: Zero Dawn ist der perfekte Einstieg ins Gamingjahr 2017. Die Haupt- und Nebenstory passt (bisher) stimmig in die Welt, die Steuerung geht nach wenigen Stunden flüssig von der Hand und man lernt die Stärken und Schwächen der Gegner recht schnell und nutzt diese entsprechend aus. Dazu noch die stimmige Grafik und der Sound. Well Done Guerrilla Games und ich hoffe ihr setzt die Marke Horizon noch fort.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters.
Informationen zu ethischen Grundsätzen.