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Instar 8015 HD

Die Instar 8015 HD ist das neuste Modell einer Reihe von Indoor Überwachungskameras der Firma Instar. Was die nicht ganz günstige Überwachungskamera zu bieten hat und warum es sich lohnt über die Anschaffung nachzudenken, lest ihr in diesem Bericht zur Kamera.

Vor zwei Jahren habe ich euch hier bereits das Vorgängermodell, die 6014 HD, vorgestellt und geschwärmt. Hat man die Kameras einmal installiert, laufen sie verlässlich und ohne Beanstandung. Die 6014 HD lief seit der Inbetriebnahme fast Nonstop und erfüllte meine individuellen Bedürfnisse. Von der 8015 HD verspreche ich mir ähnliches. Instar liefert hier sehr gute Produkte zu einem vertretbaren Preis angesichts des riesigen Funktionsumfangs.

Optik

Optisch unterscheidet sich das neuste Modell vom Vorgängermodell hauptsächlich durch die auffälliger platzierten IR-Lämpchen. Die Bauart und der Stil ist der selbe geblieben. Die Kamera ist dezent und schlicht und verhältnismäßig klein. Es gibt ein weißes und ein schwarzes Modell. Sie braucht eine permanente Stromquelle und kann via WLAN oder LAN mit dem Internet verbunden werden. Die Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite. Außerdem befinden sich hier noch Anschlüsse für Alarmsysteme oder die Verbindung von mehreren Kameras.

Funktionen

Mit ihrem schenkbaren Kopf, dem Weitwinkelobjektiv, dem 1/3 Zoll CMOS Bild-Sensor von Panasonic und einem Blickwinkel von 350° entgeht der Kamera (fast) nichts. Das Bild ist mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixel ist gestochen scharf. Auch bei Nacht liefert die Kamera – Dank ihrer 850 nm Infrarot-Dioden – ein wirklich gutes und scharfes Bild ab.

Die Kamera verfügt über einen PIR Sensor, der mittels diverser Sensoren Wärmestrahlung und somit menschliche/tierische Bewegungen erkennen kann und bei Bedarf einen akustischen Alarm oder visuellen Alarm via Push-Nachricht ausgibt. Selbstverständlich lassen sich – wie beim Vorgängermodell – wieder verschiedene Alarmzonen oder auch Privatsphäre Zonen einstellen und ein stundengenauer 24/7 Zeitplan für die Überwachung definieren.

Eine wirklich coole Sache (vor allem für den kommerziellen Bereich) sind die automatischen Patrouillen, die die Kamera abfahren kann. Darüber hinaus ist die Kamera auch wieder in der Lage Ton aufzuzeichnen oder wieder zu geben (quasi wie eine Gegensprechanlage).

Die Funktionen und Möglichkeiten der Instar Kamera sind wirklich außergewöhnlich in diesem Preissegment. Im Webinterface sind eigentlich nahezu alle Begriffe und Optionen selbsterklärend. Als Anwender hat man die Möglichkeit nahezu alles zu definieren und festzulegen. Von Aufnahme-Zeiten über Farb-, Audio- und Videoeinstellungen, bis hin zu abzufahrenden Patrouillen-Strecken. Euch sind fast keine Grenzen gesetzt.

Die Kamera speichert bei Bedarf alle aufgezeichneten Video- oder Bildsequenzen auf einer mitgelieferten SD-Karte oder in der Instar Cloud. Das kostenpflichtige Cloud-Modell ist für den privaten Gebrauch meiner Meinung nach allerdings nicht notwendig.

Die Video- und Bildqualität lassen sich – je nach Bedarf – individuell einstellen. Genauso könnt ihr übrigens auch die Lichtempfindlichkeit oder die Empfindlichkeit der IR-Dioden einstellen.

Inbetriebnahme

Wie auch beim Vorgängermodell sollte man sich für die Inbetriebnahme der Instar Indoor Überwachungskameras Zeit nehmen. Die Kameras sind in der Einrichtung relativ komplex und man benötigt ziemlich viel Geduld, bis alles richtig läuft. Ich hatte bei der Inbetriebnahme des kostenfrei zur Verfügung gestellten DynDNS bereits bei der 6014 HD so meine Problemchen, die bei der 8015 HD ebenfalls wieder auftraten.

Schließt die Kamera auf jeden Fall zunächst mit dem LAN Kabel direkt an den Router an. Der Wizard kann euch dann helfen die WLAN Verbindung einzurichten, damit ihr die Kamera danach (fast) überall in der Wohnung platzieren könnt. Läuft das, habt ihr schon die halbe Miete…

Die Portweiterleitungen, die für den DynDNS notwendig sind, sind bei der Einrichtung allerdings besonders tricky – hier empfiehlt es sich die Anleitungen ganz genau durchzulesen und Schritt für Schritt zu befolgen. Obwohl ich das gemacht habe, hat die Inbetriebnahme einiges an Zeit in Anspruch genommen.

Hat man die Kamera – unter zur Hilfenahme der vielen Tutorials und Anleitungen aus dem Instar Wiki – endlich eingerichtet, bietet sie dem Anwender sehr viele nützliche Konfigurationsmöglichkeiten, die andere Anbieter in diesem Preissegment nicht bieten können. Meiner Meinung nach das eindeutigste Alleinstellungsmerkmal der Kameras. Die Mühe lohnt sich also.

Fernzugriff

Wie oben erwähnt, gibt es die Möglichkeit die Kamera via Fernzugriff abzurufen und von extern zu steuern. Dies kann auf zwei unterschiedliche Wege geschehen: via Instar Android/iOS App oder via Browser.

Um den Fernzugriff via App zu aktivieren müsst ihr nichts anderes tun, als die App herunterzuladen und aus der App heraus den QR Code auf der Unterseite der Kamera zu scannen. Das ist alles – danach läuft die Kamera und ihr könnt sie Dank der P2P Verbindung überall abrufen und das Geschehen an Ort und Stelle beobachten und steuern. Eine optimale Lösung!

Für den Fernzugriff via Browser benötigt ihr die bereits erwähnte Portweiterleitung und eine gehörige Portion Geduld – denn hier wird es erfahrungsgemäß knifflig. Ich habe sicherlich gut eine Stunde gebraucht, bis ich alles richtig eingestellt hatte. Bei mir kam allerdings die Schwierigkeit dazu, dass ich noch eine weitere Überwachungskamera im System hatte.

Irgendwann hat es dann allerdings mit den Ports geklappt. Die Einrichtung ist allerdings nicht gerade zufriedenstellend, wie ich finde. Dennoch: ist einmal alles eingestellt, schnurrt das Kätzchen ohne Beanstandung. Und im Normalfall muss man danach ja auch nie wieder ran an die Ports… also: nur Mut!

Zusammenfassung

Der einzige wirkliche Kritikpunkt: die Inbetriebnahme für den Fernzugriff. Diese könnte wirklich deutlich unkomplizierter sein. Ich erinnere mich daran, dass ich bei der 6014 HD auch nahe der Verzweiflung war – so war das bei dem aktuellen Modell leider auch annähernd. Ohne Anleitung und ein bisschen herum probieren, geht hier leider erstmal gar nichts. Schön wäre eine richtig simple Plug & Play Lösung… so wie beim Fernzugriff via App. Die P2P Lösung funktioniert unkompliziert und die Einrichtung ist in 10 Sekunden erledigt.  

Schön finde ich, dass an der WebUI gearbeitet wurde. Die neue WebUI ist um einiges benutzerfreundlicher, als die alte und deutlich übersichtlicher. Vor allem optisch finde ich sie ansprechender, als die Vorgänger-WebUi. Leider wurde die App nicht weiterentwickelt und befindet sich immer noch auf dem Stand von vor zwei Jahren. Hier hätte ich mir – vor allem auf Grund unserer schnelllebigen digitalen Zeit – ein bisschen mehr Weiterentwicklung und mehr Usability gewünscht. Aber vielleicht kommt das noch. Instar scheint ein Unternehmen zu sein, das stets nach Optimierung und Verbesserung strebt. Ich bin also guter Dinge, dass es demnächst auch ein ordentliches Update für die App gibt.

Wie gewohnt reagiert die 8015 HD einwandfrei auf manuell erteilte Kommandos und führt Automatismen zuverlässig aus. Sie erkennt Bewegung und gibt den eingestellten Alarm via Push-Nachricht oder akustischem Signal aus. Sie ermöglicht es mir in wenigen Sekunden nachzuschauen, was den Bewegungsalarm oder den Audioalarm ausgelöst hat. Parallel dazu speichert die Kamera – in einem von mir festgelegten Zeitfenster – permanent Video- und Bildsequenzen, die eine nachträgliche Auswertung von Bildmaterial erlauben. 

Die Bewegungen der Kamera sind flüssig und die Steuerung intuitiv. Die Patrouillen funktionieren ebenfalls – ich nutze diese für meine Zwecke allerdings nicht, da der Blickwinkel reicht, um den zu überwachenden Bereich einzusehen.

Überrascht bin ich von der Bildqualität, die doch nochmal um einiges besser ist, als die der 6014 HD. Besonders bei Nacht überzeugt mich das – im Vergleich zum Vorgängermodell – noch schärfere Bild.

Alles in allem funktioniert die Kamera richtig gut. Es ist bereits das zweite Modell aus der Indoor Überwachungskamera Reihe von Instar, das mich im Alltag überzeugt.

Wer zu Hause oder im Geschäft gern alles unter Kontrolle hat, der sollte über die Anschaffung dieser Kamera nachdenken. Angesichts des hohen Funktionsumfangs ist diese Kamera wirklich ihr Geld wert. Bei Amazon bekommt man die kleine Allround Indoor Überwachungskamera für aktuell rund 230 €. 

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Mein Beruf ist die Mediengestaltung, meine Passion ist das Spielen! Wenn ich nicht gerade mit meiner Hündin die Welt erkunde, beschäftige ich mich liebend gern mit dem Bespielen von Konsolen und dem Entdecken neuer Gadgets und Spiele.