Fitness

Jawbone UP Move

Jawbone hat mit dem UP Move einen Fitness-Tracker auf den Markt geworfen, der im Vergleich zur Konkurrenz und den anderen Modellen aus dem eigenen Hause (Jawbone UpJawbone UP24) ziemlich günstig ist. Gerade bei Einsteigern dürfte das Move daher große Sympathien auslösen. Aber was genau kann der Tracker und worin unterscheidet es sich zur Konkurrenz? Ich habe das Ganze für euch mal ein paar Wochen aktiv getestet und bin begeistert von der abgespeckten Variante.

Tracker & Clip

Der Tracker ist aktuell in fünf verschiedenen Farben erhältlich (Rot, Blau, Schwarz, Violett und Grau) und wird mit einem Befestigungsclip geliefert. Der eigentliche Tracker ist eine kleine, recht flache und runde Plastik-Box – kaum größer als ein 1-Euro-Stück – und kompatibel zu Android und iOS Systemen. Unser Herzstück besteht aus exakt einer Taste, die durch unterschiedliche Tastenkombinationen verschiedene Modi abruft. Über einen Schlitz auf der Rückseite lässt sich das Batterie-Fach dank mitgeliefertem Tool problemlos öffnen, in der eine kleine nicht aufladbare CR2032 3V 225mAh Lithium-Knopfbatterie Platz findet. Die Batterielaufzeit wird mit bis zu 6 Monaten angegeben.

Das Jawbone hat kein Display in herkömmlicher Art und Weise und zeigt lediglich durch aufleuchtende Icons und kleine Striche den aktuellen Modus, den prozentualen Status des Schritt-Ziels und die aktuelle Uhrzeit an. Der Clip besteht aus Gummi und einer Metallspange. Er ist stabil und kräftig genug um sich an nahezu jedem Kleidungsstück festzuhalten, hinterlässt aber gleichzeitig keine Abdrücke oder sonstige Spuren. Ich hatte sie z.B. mehrfach beim Joggen am Hosenbund meiner Jogging-Leggings befestigt oder an der Hosentasche meiner Jeans.

Armband (optional)

Das Armband ist im Lieferumfang nicht enthalten, kann aber optional für ungefähr 14 Euro (Einzelpreis) zusätzlich erworben werden. Die Investition macht meiner Meinung nach Sinn, da es die Tragmöglichkeiten erweitert und ein bequemes Schlaf-Tracken möglich macht.

Das Armband ist weich und angenehm zu tragen. Jawbone beschreibt das Material als „medizinisch unbedenkliches TPU-Gummi“. Der Verschluss vom Armband wirft im ersten Moment Fragen auf und hat zumindest mich erst einmal ziemlich verwirrt. Wenn man den Bogen allerdings raus hat, ist es kinderleicht das Armband anzulegen. Es lässt sich ebenfalls mit einer Hand problemlos wieder öffnen – sitzt aber während sämtlicher Aktivitäten und auch im Alltag bomben fest. Nach wenigen Stunden hat man bereits vergessen, dass man einen Fitnesstracker am Handgelenk trägt. Das Hin- und Herwechseln zwischen Clip und Armband ist übrigens etwas fummelig. Ist aber nicht weiter schlimm: so wissen wir wenigstens, dass der Tracker fest sitzt und unterwegs nicht verloren geht.

Einrichtung von Move

Falls ihr noch kein Jawobone-Konto habt, legt ihr zunächst ein neues Konto an – das geht direkt über die App (Internet-Verbindung notwendig!). Danach müsst ihr nur noch das UP Move per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet koppeln und schon kann es losgehen. Die Jawbone UP App erklärt die wesentlichen Funktionen des Trackers in der Kurzanleitung. Hier bleiben eigentlich keine offenen Fragen mehr und man kann direkt loslegen und die ersten Schritte tätigen (oder sich schlafen legen).

 TIPP: Kalibrieren!

Um ein möglichst genaues Ergebnis beim Tracken zu erzielen macht es übrigens Sinn das Armband zu kalibrieren. Dies ist über die Einstellungen möglich. Zum Kalibrieren geht ihr am Besten kurz auf einen Sportplatz, denn ihr benötigt eine kurze Strecke, deren Länge ihr exakt bestimmen könnt. Nun startet ihr die Stoppuhr und geht die Strecke X. Über die Einstellungen könnt ihr dann auf eure gestoppte Aktivität zugreifen und dort die exakte Strecke eingeben. Euer Jawbone kalibriert sich dann anhand der von euch eingegebenen Strecke neu – die Messgenauigkeit steigt!

Funktionen im Überblick

Für knapp 50 Euro bietet euch das UP Move eine kabellose Übertragung der Daten via Bluetooth® 4.0 BLE. Es hat einen Tri-Achsen-Beschleunigungssensor verbaut und zeigt mittels 12 weißen LEDs, einer orangefarbenen LED und einer blauen LED Zeit, Fortschritt und aktuellen Status an. Ihr könnt mit dem Move eure Schritte aufzeichnen, eine Aktivität mit der Stoppuhr festhalten oder den Schlaf tracken. Über die Jawbone UP App habt ihr zusätzlich noch die Möglichkeit die Nahrungsaufnahme zu tracken und euch mit Freunden und Bekannten im Ranking zu messen. Das Move ist übrigens spritzwassergeschützt (sollte aber nicht unter Wasser getaucht werden).

Die App ist übersichtlich und sehr einfach und auf das Wesentliche strukturiert. Man findet sich also intuitiv sehr schnell zurecht. Was ich besonders schön finde ist der inbegriffene Smart Coach, der einem immer wieder mit aufmunternden Worten zur Seite steht und die Erfolge (und auch Misserfolge) kommentiert. Was ich stark vermisse sind Badges/Abzeichen, die man sich verdienen kann. Für mich stellen sie immer eine besonders große Motivation dar, da ich dazu neige „zu sammeln“. Von anderen Fitness-Trackern, wie z.B. Fitbit oder Withings kennt man Badges bereits – ich finde, hier könnte Jawbone noch nachrüsten, da sowas immer eine ganz besondere Art der Motivation darstellt.

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Fazit

Machen wir uns nichts vor: es gibt aktuell schönere und rein vom Design her spannendere Tracker als das Move – aber dank des Befestigungsclips hat man die Möglichkeit den Tracker unscheinbar am Hosenbund oder in der Hemdtasche verschwinden zu lassen, wenn die Optik einem gar nicht zusagt. Besonders bei offiziellen Meetings oder etwas eleganteren Anlässen dürfte das ein sehr netter Bonus sein. Ich konnte mich letztendlich gut mit der Optik anfreunden und trage den Tracker gerne offen am Handgelenk. Sicherlich alles eine reine Geschmackssache!

Absolutes Todschlagargument für den Kauf vom Move ist meiner Meinung nach die Batterie-Laufzeit. Der Tracker läuft non-stop für bis zu 6 Monate am Stück und zeichnet jeden Tag problemlos Schritte und Schlaf auf, bis die Batterie irgendwann einmal anfängt zu schwächeln. Was für ein Luxus in der heutigen Zeit!

Zu Gunsten der Batterielaufzeit fehlen dem Move allerdings leider Funktionen wie Vibration und Weckalarm – auch eine Audioausgabe in irgendeiner Form sucht man vergeblich. Wer bereits erste Erfahrungen mit anderen Fitness-Trackern machen konnte, wird dies eventuell schmerzlich vermissen. Genauso wie die fehlenden Badges, die bei mir leider einen kleinen Seufzer auslösen. Dafür sind die motivierenden Sprüche vom App-internen Smart Coach wiederum ein netter Zusatz und die Mitteilungen über mein iPhone funktionieren dank stetiger Synchronisierung relativ verzögerungsfrei.

Gerade für Einsteiger im Fitness-Bereich und Business-Leute die darauf angewiesen sind den Fitness-Tracker eher unauffällig tragen zu können, dürfte das Move aufgrund der geringen Anschaffungskosten und der vielfältigen Tragemöglichkeiten besonders interessant sein. Wer schon immer einmal reinschnuppern wollte in die Welt der Fitness-Tracker sollte beim Jawbone UP Move unbedingt zuschlagen! Ich nutze es jetzt schon fast 4 Wochen am Stück und bin fast uneingeschränkt begeistert – so macht Fitness wirklich Spaß!

Shopping

Das Jawbone UP Move mit Befestigungsclip gibt es aktuell für knapp 50 € auf Amazon. Jawbone bietet mittlerweile außerdem ein weiteres Set mit Clip und Armband für knapp 60 € an. Und für die Unentschlossenen und Farbenfrohen unter euch gibt es mittlerweile sogar ein 3er-Sparset für knapp 30 € mit jeweils drei weiteren Armbändern in unterschiedlichen Farben zu kaufen.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Mein Beruf ist die Mediengestaltung, meine Passion ist das Spielen! Wenn ich nicht gerade mit meiner Hündin die Welt erkunde, beschäftige ich mich liebend gern mit dem Bespielen von Konsolen und dem Entdecken neuer Gadgets und Spiele.

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