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Kavaj Hamburg

Wenn man ein iPad besitzt gibt es etwas, was definitiv nicht dazu fehlen darf – das passende Case. Ich wollte etwas Elegantes, etwas Schlichtes aber doch mit verschiedenen Möglichkeiten das iPad in der von mir gewünschten Position vor mir zu platzieren. Und genau bei dieser Suche ist mir das Case „Hamburg“ der Firma Kavaj ins Auge gefallen.

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Bereits das Auspacken der Tasche ließ mich staunen. Das Obermaterial ist lt. Hersteller aus einem Verbund aus Leder- und Kunstfasern. Ich war positiv überrascht, denn das vor mir liegende Objekt sah für mich nicht nur wie aus vollständig echtem Leder gefertigt, es fühlte sich auch genauso an. Die Innenseite schmeichelte sich aus weichem, dennoch griffigem Flanell an meine Finger. Von der Haptik konnte „Hamburg“ im ersten Eindruck vollkommen überzeugen. Was mich jedoch ein wenig Zucken ließ, war die Naht, mit welchem die „iPad-tragende“ Seite rundherum vernäht war. Sie fühlte sich sehr rau, unbequem und hart an, ähnlich wie diese sehr steifen und pieksenden Synthetik-Fäden, die teilweise wegen ihrer Reißfestigkeit benutzt werden. Die Fäden waren jedoch sehr gut verarbeitet und fielen auch bei festem Griff des Cases nicht auf. Meine Ängste waren also unbegründet. Auch die Aussparungen für Dock-Connector, Lautsprecher, Kopfhörer-Anschluß und Audio-Schalter waren genau passend ausgestanzt und so zeigte sich auch hier die hochwertige Verarbeitung des gesamten Produktes.

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Erstaunt war ich von den vielfältigen Möglichkeiten, die mir „Hamburg“ bot, um mein iPad vor mir aufzustellen. Vier verschiedene Positionen zwischen fast aufrechtem Stand für das reine Konsumieren bis hin zu fast flacher Position für das Tippen lassen sich mit dem Case verwirklichen. Dabei muss man keine Angst um das iPad haben. Es steht dabei immer sicher, wackelt oder schaukelt nicht sondern bleibt an seinem Platz.

Soweit dann zum positiven ersten Eindruck dachte ich und verstaute das iPad in meinem Rucksack. Mangels vernünftigem Laptop verstaue ich das iPad immer in dem Laptop-Fach meines Rucksacks und da dieses für bis zu 17“ Notebooks gemacht ist, ist in diesem Fach dementsprechend viel Platz. Dadurch stieß ich nämlich das erste Mal auf das in meinem Augen größte Manko – die Smartcover-Funktion des Cases. Leider ist diese nämlich nicht ganz so smart, wie sie eigentlich sein sollte, sie öffnet sich viel zu leicht. Es besteht kaum Halt des Covers am iPad und so lassen schon leichte Schüttelbewegungen das iPad aus dem Ruhezustand holen. In einem größeren Fach wie es in dem von mir genannten Laptop-Fach der Fall war, bewirkt dies während jedes Schrittes ein schnelles Rein und Raus in/aus den/dem Standby-Modus. Den nicht vollständigen Schutz des Displays muss ich wohl an dieser Stelle nicht noch extra erwähnen. Eine Lasche von Vorder- zur Rückseite oder ein Gummiband wie es viele große Notizbücher haben, hätte hier der Tasche definitiv gut gestanden. Bei den vielen Versuchen, ob ich vielleicht ein Fehler gemacht habe mit dem Case bzgl. der Vorderseite ist mir dabei leider noch aufgefallen, dass das sich so positiv anschmiegende Flanell an der Innenseite leider genau am „Rücken“, also dem Teil, an dem die Vorderseite nach hinten geschlagen wird, leichte Blasen wirft, wenn es mehrfach benutzt wird. Unschön wie ich finde und wird insgesamt dem Artikel nicht gerecht.

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Fotos

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Bewertung

Das Case überzeugt durch das Material, welches sich vollkommen der Hand anschmiegt, die sehr gut verarbeiteten Nähte und die vielen Positionierungsmöglichkeiten des iPads. Dagegen hält jedoch ein großes Negativkriterium, nämlich die nicht haltende Vorderseite. Hier wäre mehr definitiv auch mehr gewesen. Wer auf diesen Halt nicht viel Wert legt, der wird mit dem Modell Hamburg von Kavaj wirklich glücklich. Wer jedoch auf die SmartCover-Funktion setzt und sich darauf verlassen will, für den gibt es bessere Cases die auch diesen Zweck erfüllen.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Von Sven Schmidt

Hi, ich bin Sven, Baujahr 81, wohne im Umland des schönen Hamburgs und würde mich wohl selbst Geek nennen. Ich bin Videospiel-addicted seit dem GameBoy, Fan von Apple seit einem iPhone 3G, fasziniert von Gadgets aller Art und bezeichne mich selbst auch gern als Film- und Serienjunkie.