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klarstein Skyscraper Ice 4in1 Klimagerät

Seit diesem Sommer haben wir den rund 210€ teuren Skyscraper Ice in Gebrauch. Es handelt sich hierbei um einen Klimatower der Firma klarstein. Was das Gerät kann und ob sich eine Anschaffung lohnt, lest ihr in diesem Beitrag.

Fakten

  • Produktabmessungen: 28 x 28 x 95 cm
  • Gewicht: 6 Kg
  • Farbe: schwarz oder weiß
  • Watt: 45.00
  • Geräuschpegel: 57.60 dB
  • vier Bodenrollen zum leichten Transport
  • inklusive Fernbedienung
  • inklusive zwei Kühlpads

Gut verpackt in Styropor und Pappe, haben wir den Skyscraper sicher in Empfang genommen. Die Inbetriebnahme ist im Prinzip ganz einfach: Ventilator aus dem Karton herausnehmen, Wassertank mit Wasser befüllen, Stecker rein und los… aber zurück auf Anfang.

Was ist das überhaupt für ein Gerät?

Etwas irreführend finde ich die Bezeichnung des Ventilators, denn vom Hersteller bekam er den Namen „Klimatower“ und wird auch in Beschreibung und Anleitung einige Male als „Klimagerät“ bezeichnet. Der Skyscaper ist aber keine Klimaanlage im herkömmlichen Sinn, sondern ein sogenannter Luftkühler. Im Vergleich zu einer normalen Klimaanlage entzieht der Skyscraper der Luft keine Feuchtigkeit, sondern fügt ihr Feuchtigkeit hinzu.

Via Fernbedienung hat man die Möglichkeit verschiedene Modi einzuschalten. So lassen sich beispielsweise der „Swing-Modus“ (Bewegung/Oszillation des Ventilators im Winkel von 180°), die Luftbefeuchtung oder ein Sleep-Timer ein- bzw. dazuschalten. Im Prinzip ist der Skyscraper also ein Turm-Ventilator mit zusätzlichen Programmen.

Optik

Sechs selbsterklärende Tasten befinden sich auf der Oberseite des Ventilators. Dort befindet sich auch ein LED Display, auf dem in einfach verständlichen Pictogrammen die aktuelle Einstellung des Towers angezeigt wird. Die Programmtasten befinden sich ebenfalls auf der mitgelieferten Fernbedienung, über die man den Ventilator auch mal bequem vom Sofa aus steuern kann.

Auf der Rückseite befindet sich am oberen Teil des Gerätes eine Klappe. Öffnet man diese, gelangt man an einen Filter. Dieser Filter reinigt die angesaugte Luft. Mittels Luftionisation werden im Gerät außerdem Gerüche und Keime verhindert. Man kann den Filter problemlos reinigen oder ggf auch austauschen.

Am unteren Teil des Gerätes befindet sich ein großes Plastik-Einschubfach. Dieses Fach ist zur Befüllung mit Wasser gedacht. Insgesamt passen rund 6 Liter Wasser in den Tank. Der jeweilige Füllstand wird auf der Vorderseite in einer Skala angezeigt. Um das Fach öffnen zu können, muss zunächst ein kleiner Hebel an der Unterseite nach rechts geschoben werden – dies entriegelt das Fach.

Zur zusätzlichen Steigerung des Kühleffekts liefert der Hersteller zwei Akkupacks mit. Irritierend finde ich an dieser Stelle, dass in der Beschreibung von einem Fach die Rede ist, in das die Kühlakkus geschoben werden. Ich habe bei unserem Tower kein Fach gefunden – und auch das Internet scheint ratlos zu sein. Wir legen die Akkus also im gefrorenen Zustand immer in den Wassertank. Der versprochene zusätzliche Kühleffekt bleibt meiner Meinung nach größtenteils aus. Im Alltagstest merke ich eigentlich keine zusätzliche Kühlung.

Die verschiedenen Modi

  • 3 Geschwindigkeitsstufen: niedrig, mittel, hoch
  • 3 Betriebsmodi: normal, Nacht und Natur
  • Nachtmodus: Verringerung der Geschwindigkeit bis zur Abschaltung
  • Naturmodus: An- und abschwellende Ventilationsgeschwindigkeit
  • Timer: Autoabschaltung im 0,5h Takt auf bis zu 7,5h einstellbar

Alltagstauglichkeit & Fazit

In unsere sehr großzügige Wohnung passt der Skyscraper optisch sehr gut. Sein etwas „bulliges“ Auftreten passt zu unserer Einrichtung und seine Größe fällt bei uns nicht weiter ins Gewicht. In kleinen Wohnungen und Zimmern könnte dies unter Umständen etwas anders sein.

Wie oben schon erwähnt, ist der Skyscraper keine klassische Klimaanlage. Viel mehr ist es ein leistungsstarker Ventilator mit gewissen Benefits. Die Schwing-Bewegungen sind praktisch und pusten in einem mittelgroßem Raum gleichmäßig kühle Luft in alle Ecken. Auch die unterschiedlichen Modi und die drei Geschwindigkeitsstufen finde ich sehr praktisch.

Angenehm ist die bequeme Steuerung per Fernbedienung vom Sofa aus. Was ich hingegen wieder ein bisschen schade finde und tatsächlich ein bisschen vermisse ist die Steuerung per App. Wie cool wäre das denn bitte, wenn man an heißen Sommertagen eine Stunde bevor man Feierabend macht den Klimatower einschalten und die Temperatur in der Wohnung etwas herunterkühlen könnte?

Praktisch finde ich auch die integrierten Rollen. So ist der Ventilator abends beispielsweise schnell ins Schlafzimmer geschoben. Dank Sleep-Timer ist so ein angenehmes Einschlafen auch bei hochsommerlichen Temperaturen möglich.

Etwas enttäuscht bin ich von dem „zusätzlichen Kühleffekt“ durch die Kühlpacks. Meiner Meinung nach bringen die Kühlpacks keinen zusätzlichen Effekt – aber eigentlich ist das auch nicht weiter schlimm. Der Ventilator selbst ist so leistungsstark, dass wir die zusätzliche Kühlfunktion während des Betriebs bisher nicht vermisst haben. Bei Betrieb auf maximaler Geschwindigkeit sinkt die tatsächliche Raumtemperatur immerhin um 1–2 Grad. Die gefühlte Temperatur ist – dank Ventilator-Luft – sofort deutlich kühler!

Ein Mini-Pünktchen Abzug bekommt der Ventilator bei der Lautstärke. Denn auf höchster Leistungsstufe, versteht man vom Fernsehprogramm absolut gar nichts mehr und muss sich regelrecht anschreien. Auf niedriger Stufe ist zwar lautstärketechnisch alles Top, aber der Kühleffekt ist eben auch verhältnismäßig gering. Bei uns läuft der Ventilator daher meist auf zweiter Stufe, die ein ganz guter Kompromiss in Sachen Lautstärke und Kühleffekt ist.

Wirklich umständlich finde ich das Leeren und Reinigen des Wasserfachs. Hier hätte ich von einem 200€ teuren Gerät mehr erwartet. Die Schublade lässt sich leider nicht herausnehmen, was dazu führt, dass das Reinigen der Schublade im Gerät selbst passieren muss. Auch das Ablassen des Wassers ist sehr umständlich. Zwar gibt es ein entsprechendes Ventil zum Ablassen, aber das ist so flach über dem Boden, dass man das Wasser nur in entsprechend flachen Gefäßen aufsammeln kann oder den Klimatower beispielsweise in die Wanne stellen muss. Je nach Füllstand kann der Klimatower mal locker 10 Kilo wiegen, die ich persönlich eher nicht in die Badewanne heben möchte. Da helfen mir dann leider auch die Rollen am Gerät nicht…

Insgesamt sind wir mit dem Tower aber dennoch sehr zufrieden und haben sogar ein zweites Gerät gekauft, als dieser für 160€ im Angebot war. Wir achten darauf, dass die Wassertanks maximal halb voll sind und versuchen dadurch die lästigen Wasserwechsel zu vermeiden. Für mich ist der Skyscraper Ice 4in1 Klimatower ein leistungsstarker und effektiver Ventilator, den ich (mit Einschränkungen) weiterempfehlen kann.

Pssst: Das Gerät scheint aktuell mal wieder vergriffen zu sein. Es lohnt sich die Angebote des Herstellers zu beobachten. Der Tower wird zeitweise auf verschiedenen Plattformen zu unterschiedlichen Preisen angeboten.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.