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Kobo Glo – Für mich eigentlich kein eBook-Reader sondern…

Eigentlich schon lange überfällig war bei mir die Anschaffung eines eBook-Readers…
… Moment stimmt das überhaupt? Eigentlich hatte ich bisher keinen großen Anwendungsfall für einen eBook-Reader. iPhone und iPad genügten mir eigentlich für den gelegentlichen Konsum des einen oder anderen eBooks. Doch jetzt habe ich mir dennoch einen Kobo Glo angeschafft.

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Von den technischen Spezifikationen her unterscheiden sich die bekannten eBook-Reader der verschiedenen Hersteller kaum. Eigentlich würde ich sogar behaupten sie sind alle nahezu identisch. Hier mal ein Button mehr oder die Auflösung ist ein bisschen höher oder die ach so rechenintensive Darstellung der ePubs wird von einem neuen hammer schnellen Prozessor vollführt. Interessiert mich alles nicht wirklich. Auch Software-Einstellungen wie Schriftgröße, Schriftart, Laufweite, Blocksatz bzw. Flattersatz, und so weiter ins obligatorisch.

Für mich gab es von den Hardware-Spezifikationen eigentlich nur drei wichtige Punkte: Auflösung fein genug um keinen Pixelbrei mehr zu sehen, Touch-Bedienung und Beleuchtung. Und genau diese Punkte sind eigentlich bei fast allen Herstellern mittlerweile Standard – egal ob Kobo, Tolino, Sony oder Amazon Kindle.

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Was macht den Kobo Glo also zu dem eBook-Reader meiner Wahl?

  • Standard ePub-Format
  • Kein „Ein“-Shop-Zwang á la Amazon (natürlich ist dennoch ein Kobo Shop integriert)
  • Adobe Digital Editions kompatibel. Heißt ich kann nicht nur DRM-freie ePubs lesen, die ich natürlich bevorzuge, sondern eben auch diese mit Adobe-DRM. Gleichzeitig macht dies den Reader kompatibel für die digitale Ausleihe in meiner Stadtbücherei.
  • Pocket Support, Pocket Support und nochmals Pocket Support :D

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Ich lese viel mehr gespeicherte Onlineartikel aus meinem Pocket-Account als das ich Bücher lesen würde. Seit ein paar Monaten sind Kobo und Pocket-Partner und das Pocket-Angebot ist komplett im Kobo als „App“ implementiert. Login, Sync, Download der Artikel, Archivieren, Faven, sowie Löschen von Artikeln aus meiner Pocket-Liste – ist alles möglich. Der Sync der neuen Artikel erfolgt automatisch Nachts, so dass ich morgens im Bus immer die aktuellen Artikel dabei habe.

Ansonsten ist der Kobo wohl in etwa so wie jeder andere eBook-Reader auch. Klein, leicht und handlich. Er fasst sich gut an. Das Design der Rückseite ist mir persönlich eigentlich ein bisschen zu knallig, aber was soll’s. Das Display schaut gut aus und die stufenlos einstellbare Beleuchtung ist mehr als hell genug. Die 2 GB integrierten Speicher reichen eigentlich völlig aus können aber per MicroSD-Karte erweitert werden. Schön ist der gut reagierende Touchscreen sowie die integrierten mehrsprachigen Wörterbücher. So kann man schnell mal ein englisches Wort nachschlagen.

Leider finde ich die Software noch ein wenig instabil was WiFi und Sync angeht. Ich hoffe das bessert sich in den nächsten Firmware-Versionen noch. Diese kommen recht regelmäßig.

Fotos

Shopping

Zu kaufen gibt es den Kobo Glo zum Beispiel bei Amazon für ca. 120 €.

Bewertung

Ich habe mit dem Kobo Glo dank Pocket-Integration und Unterstützung meiner Stadtbücherei immer genügt Lesestoff dabei. Hardware ist gut, Software-Feature-Set ist cool wenn auch leider nicht immer vom stabilstem Betriebssystem betrieben. Ich würde das Gerät jedem Pocket-Power-User, DRM-Feind und Stadtbücherei-Freund empfehlen und es selbst auch wieder kaufen. Ich mich ist der Kobo Glo viel mehr Pocket-Reader als eBook-Reader.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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