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Mass Effect: Andromeda

Stellt euch vor, ihr würdet die Chance bekommen in eine andere Galaxie zu reisen um dort nach einem neuen Planeten für die Menschheit zu suchen und neue Kolonien zu gründen. Diese Galaxie ist übrigens „nur“ 2.537.000 Lichtjahre entfernt und heißt Andromeda. Für die Reise werdet ihr in einen über 600 Jahre langen Kryoschlaf versetzt und dort in der neuen Galaxie wieder aufgeweckt.

Willkommen in der Andromedagalaxie und beim neusten Ableger von Mass Effect. 

Ein kleiner persönlicher Hinweis vorab. Ich habe bisher keinen der hochgelobten Mass Effect Teile gespielt, bin also komplett neu in diesem Universum.

Wie im Rollenspiel-Genre üblich, dürft ihr zu Beginn des Spiels, welches am 23. März für PC, PlayStation 4 und Xbox One erschienen ist, euren eigenen Charakter erstellen. Hier bei steht euch einiges an Möglichkeiten zur Verfügung. Auch das Geschlecht könnt ihr wählen, so startet ihr entweder als Scott oder seine Zwillingsschwester Sara Ryder. Auch den Zwilling dürft ihr in dieser Phase nach eurem Gusto anpassen. Die Zwillinge starten mit ihrem Vater Alec Ryder, dem Pathfinder, und einer kleinen Crew als zweite Vorhut in die neue Galaxie. Dort angekommen ist es eure Aufgabe die vorausgewählten Planeten zu untersuchen und einen geeigneten Ort für die geplanten Kolonien zu suchen.


Beim eintreffen in der neuen Galaxie wird schnell klar, dass die vorausgewählten Planeten doch nicht so geeignet sind, wie erhofft und so beginnt die Suche nach einer neuen Heimat für die Kolonisten.

Ich finde eine spannende Story, die einem hier von Entwickler BioWare präsentiert wird, wer in Andromeda allerdings ein grafisches Meisterstück, wie zum Beispiel bei Horizon: Zero Dawn erwartet, der ist leider auf dem Holzweg. Während die Umgebungen und die Charaktere an Sich im Prinzip schon sehr gut aussehen, hat BioWare scheinbar bei den Gesichtern, der Mimik und im allgemeinen der Animationen der Charaktere ziemlich eingespart. Diese könnte man so auch auf der LastGen-Konsole bekommen, dass die genutzte Frostbite Engine zu mehr in der Lage ist, hat man unter anderem bei The Journey in FIFA 17 gesehen.

Aber auch BioWare ist scheinbar mit diesem Endergebnis nicht zufrieden, denn anders kann ich mir den jüngst erschienenen Patch nicht erklären, in dem der Entwickler unter anderem die Augen, die Lippensynchro und Ryders Bewegung überarbeitet hat. Außerdem plant BioWare in den kommenden Monaten weitere Optimierungen, die unter anderem die Haare, Verbesserungen bei den Haaren und dem allgemeinen Aussehen der Charaktere. Außerdem wolle man kontinuierlich die Filmsequenzen und Animationen verbessern.

Wer aber erstmal spielerisch in das Spiel eintaucht, der schaut relativ schnell über die teilweise recht lustigen Animationen hinweg, denn da punktet Andromeda eben mehr. Ihr habt die Möglichkeit auf die unterschiedlichsten Planeten mit eurem Raumschiff zu besuchen und mit eurem Nomad, eine Art Wagen, zu erkunden. An eurem Anzug habt ihr am rechten Arm einen Scanner, mit dem ihr Gegenstände, Pflanzen und Lebewesen untersuchen könnt. Das solltet ihr auch tun, denn dadurch bekommt ihr Forschungspunkte, die ihr zur Entwicklung neuer Technik-Gadgets benötigt. Neben Waffen und Rüstungen gibt es unter anderem auch Upgrades für euren Nomad.

Auf eurer Reise durch die Andromedagalaxie könnt ihr die unterschiedlichsten (Neben-)aufgaben lösen. Außerdem lernt ihr die unterschiedlichsten Charaktere und Rassen kennen. In den zwischen-„menschlichen“ Dialogen bekommt ihr unterschiedliche Antwortmöglichkeiten präsentiert, die sich auf den Verlauf der Geschichte auswirken können. Außerdem könnt ihr in den Gesprächen viele Sachen rollenspieltypisch hinterfragen. Die Charakterentwicklung beschränkt sich auf die Möglichkeit neue Fähigkeiten zu lernen und auszubauen. Die im Spiel anstehenden Kämpfe erinnern eher an einen Shooter, als an ein Rollenspiel. Hier hätte man durch aus andere Möglichkeiten schaffen können. So fehlt mir persönlich die Möglichkeit seinen Begleitern entsprechende Befehle zu erteilen, denn außer „Geh hier hin“ oder „Geh da hin“ konnte ich bisher nichts finden.

Das Fazit

Nach nun knapp 10 Stunden kann ich sagen, dass mir das Spiel zwar gefällt, es mich aber bisher lange nicht so fesseln konnte, wie das bereits oben erwähnte Horizon. Klar, das Spiel ist viel umfangreicher und größer, aber bisher konnte das Spiel sein Potenzial der Story – in meinen Augen – nicht voll auskosten. Dennoch bin ich sehr gespannt, wie die Reise meines Scott Ryders weiter geht, welche Planeten und welche Rassen mich noch erwarten.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.