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Metro Exodus

Nach den Spielen Metro 2033 und Metro: Last Light, die auf der gleichnamigen Romanreihe von Dmitri Glukhovski basieren, geht es nun mit Metro Exodus in die dritte Runde. Wir begleiten wieder unseren russischen Protagonisten Artjom und seine Kameraden durch ein postapokalyptisches Moskau. Aber dieses mal geht unsere Reise noch weiter.

Nachdem ein Atomkrieg herrschte wurde die Weltbevölkerung ausgelöscht und nur eine Kleinstadt von Überlebenden fand Schutz in den Tunneln der Metro von Moskau. Die Oberfläche der Erde ist verstrahlt, es herrscht ein atomarer Winter und überall lauern Gefahren. Ein Aufenthalt an der Oberfläche ist nur mit ausreichend Schutz und dann auch nur kurz möglich. Natürlich dürfen auch mutierte Lebewesen hier nicht fehlen. Doch dieses Mal wird alles anders.

Endlich frei

Exodus – [ˈɛksodʊs] Vorgang, bei dem Menschen ein Gebiet, ein Land verlassen

Wiktionary

Wie die Bedeutung des Titels schon vermuten lässt kommen wir endlich aus Moskau raus. Artjom, seine Frau Anna und seine Kammeraden, die Spartaner, klauen einen alten Zug mit dem Namen Aurora und brechen in die Weiten von Russland auf. Auf der Suche nach anderen Menschen und einem schöneren Zuhause.

Unsere Reise verschlägt uns in unterschiedliche Gebiete die alle eine Umwelt bieten die man auf Postkarten drucken könnte. Von verschneiten Hafengebieten an der Wolga, über Wüstengebiete bis hin zu wundervollen Wäldern. Innerhalb der Areale an denen der Zug hält könnt ihr euch weitestgehend frei bewegen. Ihr müsst euch aber vor Strahlung, wilden Tieren und feindlichen Gruppierungen in Acht nehmen.

Nutze die Umgebung

So idyllisch all diese Gegenden wirken bergen aber auch alle Gefahren. Der Atomkrieg ist nicht spurlos an der Natur vorbeigegangen. Mutierte Pflanzen und Lebewesen findet ihr an allen Ecken. In Metro Exodus erlebt ihr Tag und Nacht und diese spielen für eure Taktik ebenfalls eine Rolle. Es gibt verschiedene Schlafplätze zu entdecken, an denen ihr wahlweise bis zum Morgengrauen oder Sonnenuntergang schlafen könnt. Am Tag gibt es weniger wilde Tiere, dafür sind die Menschen aufmerksamer. Je nachdem wie man Lust hat und wie es der Auftrag erfordert kann man sich diese Mechanik zu nutze machen.

Post-Apokalypse heißt sparen

Wie sollte es auch in einer Post-Apokalypse anders sein? Rohstoffe werden knapp und man muss vermutlich schauen wo man Nahrung her bekommen kann. Während letzteres aber im Spiel keine Rolle spielt, gibt es zwei Ressourcen die wichtig sind. Die eine sind Filter für Gasmasken um sich vor giftiger und verstrahlter Luft zu schützen. Zwar bewegt ihr euch auch in vielen Gebieten in denen keine Gasmaske notwendig ist (z.B. innerhalb von Gebäuden), in kritischen Gebieten müsst ihr aber alle paar Minuten den Filter tauschen damit ihr keinen Schaden nehmt.

Die zweite wichtige Resource ist Munition. Denn ohne Munition könnt ihr euch schlecht wehren. Zwar gibt es einen Nahkampf-Angriff, aber damit gewinnt ihr im Kreuzfeuer auch nicht. Hier sollte man also zweimal überlegen ob man nun mit Waffengewalt vorgeht, einen Bogen um die Gegner macht oder die menschlichen Gegner einfach versucht lautlos und einen nach dem anderen auszuschalten.

Der Mangel an Ressourcen wird noch weiter durch den gewählten Schwierigkeitsgrad unterstützt. Ich habe es auf Normal gespielt, da hatte ich nie große Probleme. Es war immer knapp, aber ich fühlte mich nie als wenn ich mich verkalkuliert hätte. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden bekommt man nicht mehr so viel Munition aus seinen Gegnern heraus und man ist gezwungen sehr gut zu kalkulieren. Zwischendurch sammelt ihr Rohstoffe mit denen ihr euch an Werkbänken eure Waffen säubern könnt, stellt weitere Munition, Filter und Medikits her und könnt eure Waffen umbauen.

Ihr tragt immer nur zwei bis drei Waffen mit euch herum. Diese bestehen aus der Basis Waffe und verschiedenen Aufsätzen und Erweiterung. Größeres Magazin, verschiedene Visiere, Läufe, Schulterstützen oder sogar Munitionstypen. Damit könnt ihr euch immer für eure Mission passend ausrüsten.

Fazit

Mich hat die Reise durch Russland gut unterhalten. Ich habe 15 Stunden gebraucht, dabei habe ich mich aber auch immer überall umgeschaut und einige Nebenmissionen erledigt. Wenn man sich komplett auf die Hauptmissionen konzentriert ist man bestimmt innerhalb von 10 Stunden durch. Auch wenn es keine richtige Open-World ist machte es spaß durch die Szenerie zu spazieren und jeden Winkel zu erkunden. Allerdings sind die Ladezeiten zum Start und zwischen den Kapiteln sehr lang. Zumindest auf Konsole hatte ich Ladezeiten von um die 3 bis 4 Minuten! Wenn man einfach nur gestorben ist und neu laden muss ist es nicht so schlimm, das ging immer recht zügig auch wenn ich da schon besseres erlebt habe.

Die Story hat mich zwar nicht sehr überzeugt und war vorhersehbar, aber ich war trotzdem fasziniert wieviel man über die Welt erfahren kann indem man den Menschen zuhört und sich einfach umschaut.

Wer Lust auf das Setting hat sollte sich Metro Exodus auf jeden Fall einmal anschauen. Auch wenn man die vorherigen Teile nicht kennt wird man hier nicht ahnungslos zurückgelassen und das Spiel funktioniert auch für sich.

Ich wünschte mir auf jeden Fall ich hätte einen 4k Fernseher mit der passenden Konsole für dieses Spiel gehabt, so atemberaubend sah es aus.

Getestet wurde auf einer Xbox One S

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Von Christopher Beloch

Technik-begeisterter Gamer, selber App-Entwickler aus dem Münsterland der gerne neues ausprobiert

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