Gesellschaftsspiele

5 Minute Dungeon – Kartenspiel

Ich muss zugeben, vor der ersten Partie war ich nur mäßig gespannt auf 5 Minute Dungeon, dann hat mich das Spiel jedoch voll in seinen Bann gezogen. Man spielt 5 Minuten in Echtzeit, gegen eine vorher festgelegte Anzahl an Monstern, die man kooperativ mit seinen Handkarten besiegen muss.

Bei 5 Minute Dungeon handelt es sich, wenn man mal von den Spieler- und Bosstableaus absieht, um ein reines Kartenspiel für 2 bis 5 Spieler. Erschienen ist das Spiel vom bisher völlig unbekannten Autor Connor Reid beim Kosmosverlag, der ein Mindestalter von 8 Jahren vorschlägt.

Spielvorbereitung

Sucht euch den Boss aus, den ihr besiegen wollt und legt entsprechend eurer Spieleranzahl und des von euch gewählten Schwierigkeitsgrads entsprechend viele Dungeonkarten und Questkarten Karten auf den Boss. Die Angaben hierfür findet ihr auf der Rückseite des Bosses.

Jeder Mitspieler wählt nun ein Spieltableau und bekommt einen Kartenstapel in der entsprechenden Farbe. Jeder Charakter hat eine Sonderfähigkeit, die er durch Abwerfen von 3 Handkarten beliebig oft nutzen kann. Diese sind zum Beispiel:

  • Anhalten der Zeit
  • einen beliebigen Spieler auswählen, der 4 neue Karten ziehen darf
  • ein Monster besiegen
  • ein Hindernis überwinden
  • eine Person besiegen
  • usw.

Anschließend braucht ihr noch einen Timer, den ihr, wenn nötig, auch stoppen könnt. Kosmos, der für den deutschen Vertrieb zuständig ist, liefert hier eine sehr witzige Timer App für iOS und Android, mit verschiedenen Sprechern und Musik für die richtige Atmosphäre. Und schon kann es mit dem eigentlichen Spiel losgehen.

Die Timer App schafft eine gute Atmosphäre

Spielablauf

Die Spieler beginnen, abhängig von der Spieleranzahl, mit 3 bis 5 Handkarten. Alle spielen während einer Runde gemeinsam und in Abstimmung mit den anderen. „Ich habe 3 Pfeile!“; „Ich habe zwei Schilde! Hat noch wer ein Schild?“; „Nutzt du deine Spezialfähigkeit?“

Neben den fünf Ressourcenkarten Schild, Pfeil, Schwert, Sprint und Schriftrolle bei denen je eine Karte eine Fähigkeit auf der Dungeonkarte besiegt, haben die unterschiedlichen Decks noch bestimmte Aktionskarten wie „Joker“ (der wie eine beliebige Ressourcenkarte zählt) oder „Heilige Handgranate“ (mit dem eine beliebige Karte, auch ein Boss oder Mini-Boss, besiegt wird).

Minibosse haben deutlich mehr Fähigkeiten, die ihr kontern müsst, um sie zu besiegen.

Nach teils sehr turbulenten 5 Minuten plus angehaltener Zeit ist der erste Boss besiegt oder eben auch nicht und man startet entweder einen neuen Versuch oder bekämpft den nächsten Boss.

Für das Aufräumen und zusortieren der einzelnen Karten braucht man nur wenige Minuten, bis der nächste Kampf los geht. Insgesamt können wir uns dem Kampf gegen fünf verschiedene Bosse stellen und jeweils einen von drei Schwierigkeitsgraden wählen.

Fazit

Wie ich bereits in der Einleitung erklärt habe, hat mich das Spielprinzip auf den ersten Blick nicht sonderlich angesprochen. Ich bin eigentlich ein Fan von klarer Rundenstruktur und festgelegten Aufgabenbereichen. Dieses Konzept wird hier völlig über den Haufen geworfen. Alle Spieler müssen ihre eigenen Karten und Spezialfähigkeiten gut im Blick behalten und gleichzeitig darauf achten, dass sie keine Alleingänge starten und nach der Hälfte der Zeit ohne Karten dastehen. Nach 5 Minuten Vollgas und höchster Konzentration dient das Aufräumen der Entspannung. Doch einmal erneut aufgebaut hat das tolle Artwork einen solchen Aufforderungscharakter, dass man gleich wieder durchstarten will. Nehmt euch nach einer Runde mal die Zeit, euch die besiegten Monster genauer anzuschauen, hier finden sich teilweise sehr lustige Anspielungen und Wortwitze. Die atmosphärisch aufgemachte App tut dabei ihr übriges. Selten hat mich ein Erstlingswerk so überzeugt wie dieses. Ein Muss für jeden Spielefan und ein super Spiel für zwischendurch.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Meine Große Leidenschaft sind Spiele aller Art. Ich spiele mit Vorliebe Gesellschaftsspiele, zocke auf Konsolen oder am PC, im Sommer auch gerne Funsport in Münsters Parks. Neben dem Spielen bin ich auch passionierter Hobbyfotograf mit einem Faible für schöne Landschaften.

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