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Moss

Im August durfte ich auf der gamescom bereits einen ersten Blick auf Moss und seine Hauptfigur mit dem Namen Quill werfen. Und bereits damals war die Vorfreude auf das fertige Spiel groß und ende Februar war es endlich soweit. Ich habe meine leicht verstaubte PSVR wieder angeschlossen und erlebte die wohl schönsten drei Stunden in einer VR-Welt.

Bei Moss handelt es sich um eine Fabel-Geschichte die als Buch vor euch liegt und in die ihr als Leser wortwörtlich hineingezogen werdet. Als Leser werdet ihr auch vom Spiel bezeichnet. Ihr seid eine Art übernatürliches Wesen welches den Auserwählten / die Auserwählte begleitet und unterstützt. Die Auserwählte ist in diesem Fall die kleine Quill, eine knuffige kleine Maus die im Wald Zuhause ist. Wie in jeder Geschichte in der es eine(n) Auserwählte(n) gibt, erwartet auch Quill ein spannendes Abenteuer.

Wunderbare Märchenwelt

Ihr arbeitet euch in Moss von Szene zu Szene oder eben von Seite zu Seite welches beim Szenenwechsel durch ein passendes Geräusch untermalt wird. Jedes Mal schaut ihr in ein kleines Diarama in herein welches ihr mit Quill zu den Seiten oder in die Tiefe verlassen könnt. Gespielt wird ausschließlich mit den normalen DualShock Controllern der PS4, ihr steuert Quill, könnt springen und mit ihrem Schwert angreifen. Eure besonderen Fähigkeiten als Leser liegen aber darin, dass ihr direkt mit der Umgebung interagiert. Ihr greift Schalter, große Steinblöcke und bahnt Quill damit den Weg. von Szene zu Szene habt ihr kleine Rätsel zu lösen die sich wunderbar in die Szenerie integrieren. Vom Wald mit dem Mäusedorf bis hin zur Festung und Stränden durchlauft ihr wunderschöne Sequenzen die jedes Mal einzigartig sind.

Durch VR habt ihr die Möglichkeit um fast alle Ecken zu blicken um noch die ein oder anderen Geheimnisse zu entdecken oder eben weitere Wege die ihr auf den ersten Blick nicht wahrgenommen habt.

Animations: Cute AF!

Schon von der ersten Präsentation an machten die Animationen der kleinen Maus einen wunderschönen Eindruck. Quill bewegt sich nicht einfach, Quill hat eine ganz persönliche Körpersprache. Sie reagiert auf euch, ihr könnt sie erschrecken und sogar ein High-Five geben.

Die Animationen sind mit so viel Liebe animiert, dass sich hier sogar einige Animationsfilme eine Scheibe abschneiden können. Immer wieder entdeckt man im Verlauf des Abenteuers neue Reaktionen die einem das Herz erweichen und meiner Meinung nach auch die Immersion verstärken.

Fazit

Bestimmt wäre ein Spiel wie Moss auch ohne VR zu realisieren, aber die Interaktion mit der Tiefe und den Objekten an verschiedenen Positionen in der Welt ist einfach sehr Intuitiv. Ohne VR müsste vermutlich jede Szene einfacher gestaltet sein, aber ich mag es so wie es ist. Ich freue mich auf die weiteren Bücher und damit Abenteuer die ich auch hoffentlich weiter mit Quill verbringen darf.

Deswegen eine PSVR kaufen? Nur wenn euch das Angebot drumherum auch gefällt. Ansonsten Hardware bei Freunden ausleihen und einen Blick in Moss werfen, das sollte man nicht verpassen.

Moss bekommt ihr nur digital im PlayStation Store für 30 Euro.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.