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Need for Speed: Payback

Eine Crew, schnelle Autos und eine Story die auf Rache basiert. Was wie eine Umschreibung eines neuen Fast an the Furious klingt, ist in diesem Fall ein kurzer Blick in Need for Speed: Payback von EA, welches wir für euch testen durfte.

Story

Werfen wir als erstes einen Blick auf die Story. Nachdem Hauptprotagonist Tyler Morgan verraten wurde verschwindet er in der Versenkung. Erst als er die Chance zur Rache bekommt kratzt er seine alte Crew zusammen. Nun müsst ihr euch in unterschiedlichen Rennen messen. Normale Straßenrennen, Drag-, Drift- und Stadtrennen. Für jeden Renntyp gibt es eine eigene Wagenklasse, welche von drei der Hauptcharakteren gefahren werden. Was spielerisch allerdings bis auf die Sprachausgabe völlig egal ist. Um die Rache perfekt zu machen müsst ihr euch durch die unterschiedlichsten Crews fahren und diverse Missionen erledigen. Ihr werdet euch außerdem mit den Hütern des Gesetzes auseinandersetzen müssen, allerdings nur wenn EA es will und nicht in der freien Wildbahn.

Nebenaufgaben

Wer kennt sie nicht, die Sammelobjekte aus den vielen Spielen und natürlich hat auch EA Sammelobjekte eingebaut. Hier gilt es in der Spielwelt 100 Münzen einzusammeln und durch 30 Werbeplakate zu springen. Außerdem habt ihr die Möglichkeit Wracks zu finden. Hinweise dazu bekommt ihr, wenn ihr eine Crew bezwungen habt. Dies ähnelt ein wenig einer Schatzsuche und hat mir recht viel Spaß bereitet. Außerdem bietet die Spielwelt allerhand Zusatzaufgaben. Meistert diverse Sprünge, lasst euch mit Highspeed blitzen, driftet wie ein Weltmeister oder erreicht auf einem Streckenabschnitt eine gewisse Durchschnittsgeschwindigkeit.

Technik

Das Laden des Spiels beim starten ist mehrere Minuten lang und auch der Wechsel zum Multiplayermodus und zurück lässt euch auf den Ladebildschirm starren. Beim Start eines Rennens bzw. einer Mission gibt es ebenfalls einen im Vergleich kurzen Ladebildschirm.

Die Grafik von Need for Speed: Payback ist kein Meisterwerk, aber es ist dennoch hübsch anzuschauen. Gerade die vielen unterschiedlichen Gebiete (Stadt, Gebirge, Wüste) sind abwechslungsreich und nett gestaltet. Allerdings ist sie für meinen Geschmack etwas zu leer, was sicherlich Performancegründe hat.

Die Umgebungsgeräusche und der Soundtrack sind stimmig und passen direkt zur Spielwelt. Nicht so solide sind hingegen die lieblosen deutschen Synchronsprecher, die EA für den neusten Ableger der Need for Speed Serie engagiert hat. Da es im Spielmenü leider keine Möglichkeit gab die Sprache des Spiels umzustellen habe ich die Systemsprache meiner Konsole umgestellt, was entsprechend geholfen hat.

Wer bei der Fahrphysik ein Gran Turimo Sport erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn es handelt sich um einen Arcaderacer, der seinen Namen auch gerecht wird. Gerade nach meinem Wechsel von GT Sport zu Need for Speed: Payback habe ich erstmal etwas gebraucht. Gerade beim Driften hatte ich die meisten Probleme, aber nach einer gewissen Spielzeit hatte ich es auch raus.

Das Tuning

Das Tuning teilt sich in optisches und technisches Tuning auf. Während euch das optische Tuning super gelungen ist und euch viele Möglichkeiten gibt euer Auto individuell zu gestalten, setzt EA beim technischen Tuning auf Speedcards. Nach einem abgeschlossenen Rennen bekommt ihr eine von Dreien mit der ihr dann euer Auto entsprechend verbessern könnt. Außerdem sind diese Speedcards in den Tuningshops für entsprechende InGame Währung zu erwerben. Das Angebot ändert sich alle fünf Minuten, so dass es immer wieder Nachschub gibt. Die Auswirkungen der „eingebauten“ Karten spürt ihr umgehend. Längerer Bremsweg, schnellere Beschleunigung, all das wirkt sich auf das Auto aus

Böse Microtransactions?

EA scheint aktuell auf einem Trip der Microtransactions zu sein und so ist es kein Wunder, dass auch in Need for Speed: Payback käuflich zu erwerbende Lootboxen gibt. Diese nennen sich in diesem Fall Lieferungen und es gibt Basis- und Premiumlieferungen. In der Basisvariante, welche ihr auch so im Spiel erfahren könnt, sind immer eine Individualisierung, einmal Teile-Token und Geld-Token. Die Teile-Token könnt ihr nutzen um neue Speedcards zu generieren. Hier greift aber auch das Zufallsprinzip. Die Premium-Lieferung beinhaltet zusätzlich zwei Wildcards. Da ich bisher keine dieser Lieferungen gekauft habe, kann ich leider nicht beantworten, was sich hinter diesen Wildcards verbirgt. Hier zu sagen „Böse EA“ halte ich aber für zu viel, denn wie auch bei Mittelerde: Schatten des Krieges ist es eine reine Zeitersparnis, die ihr euch für Echtgeld kaufen könnt. Ihr könnt die Microtransactions auch ignorieren und ohne diese das Spiel genießen.

Multiplayer

Need for Speed: Payback bietet euch einen Multiplayer Modus in dem ihr euch mit anderen Spielern messen könnt. Ihr nutzt dafür eure eigenen Autos und gewinnt zusätzliche Speedcards, welche direkt verbaut und mit in die Kampagne genommen werden können. Dabei tretet ihr stets in einer Rennserie aus fünf Rennen an. Ich persönlich fand die Rennen dort eher frustrierend, es wurde abgedrängt, von der Bahn geschubst, etc. Außerdem scheint EA keinen Wert auf ein Matchmaking zu legen, denn Autos der Stufe 180 fuhren mit Autos der Stufe 280 um die Krone. Fair ist da dann doch was anderes und so macht Multiplayer – zumindest mir – keinen Spaß. Mit Freunden hingegen ist der Multiplayer Part echt witzig.

Fazit

Wer ein Arcaderacer mit einer ausgiebigen Singleplayerkampagne sucht, der macht in meinen Augen mit Need for Speed: Payback nichts verkehrt. Das optische Tuning ist super. Das Leistungstuning hätte EA besser gestalten können, aber richtig schlimm finde ich die Kartenmechanik dann doch nicht. Empfehlen würde ich euch die Sprache – wie oben beschrieben – auf Englisch umzustellen, da diese doch sehr lieblos auf deutsch wirkt.

Mit Need for Speed: Payback bekommt ihr viele Rennen, viele Autos und viele Möglichkeiten euer Auto individuell zu gestalten. Die Microtransactions könnt ihr derweil links liegen lassen.

Das Spiel ist für PC, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich. Ich habe auf der PlayStation 4 Pro gespielt und hatte keinerlei technischen Probleme.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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