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Nine Parchments für Nintendo Switch

Nine Parchments ist ein Multiplayer Twin-Stick Shoot'm'Up, welches mit dem ersten großen Update wirklich gut geworden ist.

Die Story

Ihr seid ein Zauberlehrling in der astralen Akademie und lauft im ersten Level durch die Räume der selbigen. Am Ende des Levels stellt ihr fest, dass die 9 Pergamente mit Zaubersprüchen gestohlen wurden. Ihr macht euch also, meist gemeinsam, auf den Weg um diese wiederzubeschaffen.

Effekte soweit das Auge reicht. Positionierung ist das A und O

Zu Beginn des Spiels stehen euch nur 3 Zauber zur Verfügung. Im Laufe des Spieles findet ihr immer wieder einzelne Rollen, die ihr einem Boss entreißen müsst. Diese Pergamente verleihen euch jeweils einen neuen zufälligen Zauber.

Die ersten Spielstunden

Anfangs hat man nur die Auswahl zwischen 2 Charakteren, welche mir auch nur mäßigen Spaß gemacht haben. Zudem musste das Spiel sehr viel Kritik einstecken, da man bei jedem Wechsel zwischen Online und Lokal etc. den alten Speicherstand gelöscht hat. Weitere Charaktere erfordern zunächst das Finden eines bestimmten Stabes und anschließend das Erfüllen einer bestimmten Quest, bei der der Stab angelegt sein muss. Blöd nur, dass man einen zu Spielbeginn gewählten Stab nicht mehr wechseln kann und ein neues Spiel starten muss. Das macht das Freischalten der Charaktere ganz schön zeitaufwendig.

bestimmte Gegner blocken frontale Angriffe ab.

Schwierigkeitsgrad

Auch der Schwierigkeitsgrad, gerade wenn Charaktere in Nine Pachments noch nicht hochgelevelt sind, ist ganz schön knackig. Gerade wenn man mit 4 Spielern unterwegs ist, ist die Monsterdichte sehr hoch und der Bildausschnitt zoomt nur bis zu einem gewissen Grad raus. Läuft man zu Lange außerhalb des Sichtbereichs herum, so stirbt man.

Eine weitere Schwierigkeit, die es zu beachten gilt ist, dass sich alle Effekte auf alle auswirken. Platziert man Heileffekte auf dem Boden, so profitieren auch die Gegner davon. Die meisten Gegner sind gegen die Zauberart, die sie selbst wirken Immun. Da die Truppen meist aus gleichen Gegnertypen bestehen, fügen sie sich Gegenseitig nur selten Schaden zu. Im fortgeschrittenen Spielverlauf kann man sie jedoch häufiger so in einander ziehen, dass sie sich Gegenseitig vernichten.

Charaktersystem

Für die Charaktere gibt es ein Level- und Talentsystem. Mit jedem Levelaufstieg bekommt man einen neuen Talentpunkt. Genreüblich hat man Verschiedene Talentbäume, bei denen man die unteren Ebenen zunächst freischaltet, indem man in den oberen Ebenen Punkte vergibt.

Wie bereits erwähnt, stehen einem zu Beginn des Spiels nur zwei der 8 Charaktere zur Verfügung. Jeder dieser Charaktere ist in 4 unterschiedlichen Varianten verfügbar. Drei davon sind normale Versionen nur mit unterschiedlichen Zaubern. Diese lassen sich bis Level 40 Hochspielen. Die Vierte hingegen kann man nur im Extrem-Modus freischalten und anschließend bis Level 60 leveln.

Kampfsystem

Ein wenig habe ich ja bereits darüber berichtet. In den Leveln ist der Ablauf immer gleich. Ihr geht ein Stück und anschließend taucht eine bestimmte Menge Monster zumeist aus allen Richtungen aus dem Boden auf.

gebündelt machen die Strahlzauber ordentlichen Schaden.

Nun müsst ihr diese mit euren Zaubern besiegen. Dabei stehen euch Strahl-, Ketten oder Flächenzauber zur Verfügung. Die Strahlzauber lassen sich Bündeln, um mehr Wirkung zu erzielen. Hier muss der Abstrahlwinkel passen. Kettenzauber springen von einem zum nächsten Ziel. Hier muss man beachten, wo die Freunde stehen, damit der Zauber nicht auf sie überspringt. Flächenzauber kann man entweder direkt unter sich platzieren oder werfen. Je nachdem, ob es ein positiver oder negativer Effekt ist, muss man bei der Platzierung sehr gut aufpassen.

Auch die Gegner können diese unterschiedlichen Zauber und darüber hinaus noch starke Nahkampfangriffe nutzen. Wie bereits erwähnt können sie gegen bestimmte Elemente immun sein. Dies hat jedoch den Vorteil, dass sie gegenüber dem Komplementärelement empfindlicher sind.

Beim Kampf gilt der Grundsatz: Je mehr Leute, desto mehr Gegner, desto mehr Effekte.

Ihr dürft jedoch nicht erwarten, hier die klassischen RPG Klassen wiederzufinden. Es gibt de facto keinen Tank, der eure Gruppe vor den Angriffen abschirmt und auch einen reinen Heiler sucht man in diesem Spiel vergeblich. Obwohl man bei letzterem mit Gislan zumindest die Möglichkeit hat, sie weitgehend mit Heilzaubern auszustatten.

Grafik und Soundtrack

Ich liebe das Design von Nine Parchments. Die Level sind, auch wenn sie relativ geradlinig sind, allesamt thematisch schön gestaltet. Nach jedem Boss beginnt ein neuer Abschnitt, mit einem vorherrschenden Element. Überall entdeckt man nach den Kämpfen kleine liebevolle Details.

wunderschön gestaltete Landschaften

Im Menü wird man direkt mit einem sehr schönen Soundtrack begrüßt, den ich immer wieder gerne anhöre. Auch im weiteren Spielverlauf schafft es der Soundtrack immer wieder das Spiel perfekt zu unterstützen. Genauso wie es sein sollte.

Fazit

Anfänglich war ich wenig bis gar nicht begeistert von diesem Spiel. Ständig musste ich ein neues Spiel starten und nie bin ich dort gelandet, wo ich wollte. Die maue Auswahl an Charakteren zu Beginn hat mich schwer demotiviert.

Nun mit dem Update kann ich zwischen unterschiedlichen Spielständen springen. Im Auswahlmenü des Onlineteils finde ich immer wieder passende Spiele, die das lästige Freischalten der Charaktere deutlich vereinfacht hat. 

Man darf sich aber keine Illusionen machen. Das Spiel ist nicht sonderlich einfach. Der Einstieg ist auch jetzt noch nicht leicht. Hat man sich aber erstmal durchgebissen, dann macht es echt Spaß.

Meine Große Leidenschaft sind Spiele aller Art. Ich spiele mit Vorliebe Gesellschaftsspiele, zocke auf Konsolen oder am PC, im Sommer auch gerne Funsport in Münsters Parks. Neben dem Spielen bin ich auch passionierter Hobbyfotograf mit einem Faible für schöne Landschaften.