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Overcooked 2 für Nintendo Switch

Auch wenn wir zum ersten Teil von Overcooked keinen Testbericht veröffentlicht haben, haben wir das Spiel in der Redaktion dennoch komplett durchgespielt und waren daher umso mehr gespannt auf Teil 2.

Ob uns Overcooked 2 genauso viel spaß gemacht hat, wie Teil 1 erfahrt ihr in meinem Bericht.

Spielprinzip – Worum geht es?

Für alle, die Teil 1 nie gespielt haben, umreiße ich kurz das Spielprinzip. Eine Gruppe aus, idealerweise 4, Köchen versucht sich durch die verschiedenen Level Herausforderungen zu kochen. Dabei müsst ihr anhand unterschiedlichster Bestellungen Zutaten besorgen, schneiden, mixen, braten, dämpfen, backen und so weiter. Anschließend müsst ihr das Gericht auf einem Teller anrichten, bzw. auf dem Teller zusammenbauen und ausliefern. Nach kurzer Zeit erhaltet ihr dann in den meisten Leveln den dreckigen Teller vom Gast zurück und müsst diesen spülen, bevor ihr ihn erneut verwenden könnt.

Die neue Kochauswahl zu Beginn des Spiels.

Von den Rohzutaten zum Burger

Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas konfus und unübersichtlich… und genau das ist es auch. Anhand eines Burgers will ich euch die benötigten Schritte einmal näher erklären. Zunächst braucht ihr einen Teller und ein Burgerbrötchen, dass ihr auf den Teller legt. Zudem braucht ihr Fleisch, dass ihr zunächst hacken und anschließend in der Pfanne braten müsst. Je nach Bestellung kommt dann noch Salat und Tomate dazu, die ihr ebenfalls vorher hacken müsst. Habt ihr all diese Schritte durchgeführt, müsst ihr die Zutaten nur noch auf dem Teller zusammenbringen und ausliefern.

Wenn man sich gut abspricht, dann kann man sehr hohe Punktzahlen erreichen.

Absprache ist alles

Will man bei diesem Spiel zum Erfolg kommen, dann ist eine vernünftige Absprache und Aufgabenteilung das A und O. Wir haben es häufig so gemacht, dass einer die Zutaten zur “Hackstation” liefert, einer hackt alles klein, einer bedient die Pfannen und Töpfe und einer baut zusammen und liefert aus. Soweit die grobe Zuordnung der Aufgaben. Natürlich gibt es immer mal wieder Phasen, in denen einer in seinem Bereich nichts tun kann, dann hilft er jemand anderem. 

Wie ihr schon seht, sind die Aufgaben so vielfältig, dass man sie alleine kaum bewältigen kann. Theoretisch kann man das Spiel alleine oder zu zweit spielen. Die Bestellungen, die man dann erledigen muss, sind auch entsprechend geringer, aber Spaß kommt erst bei 3, besser 4 Spielern auf.

Hier lief es leider gar nicht rund ; )

Mit Bildern und Text lässt sich das Spielgeschehen leider nur schwer beschreiben. Man muss es einfach gesehen oder noch besser erlebt haben. Habt ihr nun noch keine Vorstellung davon, wie Overcooked 2 abläuft, dann schaut euch einfach diesen Launch Trailer an:

Die Story

Im ersten Teil sind wir durch die Zeit gereist um besser zu werden und das schier unersättliche Monster zu sättigen. Der kleine Zwiebelkönig stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite und wir sind mit dem kleinen Auto über die Map von Level zu Level geflitzt. Ähnlich abgedreht ist auch die Story in Overcooked 2. Dieses Mal müssen wir den Hunger der Unbroten stillen. Ja ihr habt richtig gelesen, wir müssen untote Toastbrote bekochen.

Auch dieses Mal sind wir zu Beginn des Spiels natürlich noch nicht stark genug und müssen uns erst durch verschiedene nach Themen gegliederte “Kontinente” bzw. Landabschnitte kochen, bevor wir uns den Unbroten stellen. Kurz gesagt, die Story ist ganz witzig, aber steht natürlich nicht im Fokus.

Auch in Overcooked 2 fahren wir wieder mit dem Auto über die Map, um die Level auszuwählen.

Leveldesign in Overcooked 2

Wie bereits erwähnt variiert das Leveldesign je nach Landschaftsabschnitt. Mal befinden wir uns in der Fernöstlichen Welt und Dämpfen unsere Zutaten, um Sushi herzustellen, dann wiederum wollen Gäste in einem verzauberten Schloss bedient werden, dass thematisch stark an eine sehr erfolgreiche Kinderbuchreihe erinnert. Das alles wirkt grafisch ansprechender als im ersten Teil und spielt sich mindestens genauso gut…

Auch in Overcooked 2 habt ihr wieder die Möglichkeit über errungene Sterne neue Köche freizuschalten. Dabei werdet ihr viele Bekannte aus Teil 1 wiedersehen, es kommen aber auch einige neue Charaktere hinzu. Die Köche sind nach wie vor nur unterschiedliche Skins und haben keine unterschiedlichen Fähigkeiten, sodass ihr auch getrost das ganze Spiel mit den zu beginn freigeschalteten Köchen durchspielen könnt.

hin und wieder schaltet ihr neue Köche frei.

Schwierigkeitsgrad

… wäre da nicht der Schwierigkeitsgrad. Vielleicht tue ich dem Spiel in diesem Punkt unrecht, aber für unsere Spielgruppe fehlt da definitiv die Herausforderung. Die meisten Level haben wir entweder auf Anhieb, mit mehr als 500 Punkten über dem, was wir brauchten geschafft oder wir haben es, nachdem wir wussten, was wir zu tun hatten, einmal neu gestartet und dann mit deutlichem Abstand geschafft.

In Level 3-3 mit 500 Punkten Abstand zum 3. Stern gewonnen.
Fazit: Für uns viel zu leicht.

Das war anfangs noch ganz schmeichelhaft, hat uns aber ab der 4. Welt tatsächlich den Spielspaß verdorben. Der Fairness halber muss man sagen, dass wir in dieser Konstellation schon eine Weile zusammen spielen, den ersten Teil mit sämtlichen Zusatzinhalten in allen Leveln mit 3 Sternen abgeschlossen haben. Trotzdem war “No Heroes Here” das wir zuvor durchgespielt haben und das ich an dieser Stelle nur empfehlen kann, eine deutlich größere Herausforderung.

Online Multiplayer

Fairerweise muss ich sagen, dass ich den Online Multiplayer nicht getestet habe und das hat seine Gründe. Ich finde, dass dieses Spiel maßgeblich auf Kommunikation aufbaut. Die Nintendo Switch mit fehlender Sprachausgabe ist da für mich die falsche Wahl. Man hat zwar die Möglichkeit, über ein Auswahlmenü rudimentär zu kommunizieren, das reicht mir jedoch nicht aus. Die Umsetzung des Online Multiplayers von Nine Parchments hat mir deutlich besser gefallen.

Fazit

Ich finde es schwierig ein Fazit zu ziehen, dass dem Spiel wirklich gerecht wird. Für mich bzw. unsere Spielgruppe war es eine Enttäuschung, aber das auch nur, weil der Schwierigkeitsgrad für uns zu niedrig angesetzt war. Für Gelegenheitsspieler oder wechselnde Spielgruppen bzw. eine Gruppe, die nicht so intensiv zusammen zockt, bietet das Spiel mit Sicherheit, genug Herausforderungen. Gruppen, die den ersten Teil komplett durchgespielt haben und auch sonst viel zusammen zocken, kommen mutmaßlich nicht auf ihre Kosten.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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