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Red Dead Redemption 2

Im Jahre 2010 veröffentlichte Rockstar Games mit Red Dead Redemption ein – aus heutiger Sicht – echten Klassiker der Videospielgeschichte. Am 26. Oktober diesen Jahres erschien das Prequel, dem wir uns in unserem heuten Review widmen.

Die Story

Die Handlung beginnt im Jahr 1899. Die Ära des Wilden Westens nährt sich dem Ende. Ihr schlüpft in die Rolle des Gesetzlosen Arthur Morgen, der Mitglied der Gang von Dutch an der Linde ist. Eure Gang hat sich zum Ziel gemacht dem Ende der Wild West Ära entgegen zu wirken. Das stellt sich allerdings als schwieriger raus als gedacht. Nachdem ein Überfall in Stadt Blackwater schief ging, flüchtet ihr mit der Gang in die Berge und schlagt dort vorerst euer Lager auf. Da euch die Detektive der Pinkerton National Detective Agency auf den Fersen sind, werdet ihr im Verlauf der Geschichte euer Lager an unterschiedlichen Orten aufschlagen. Ihr trefft von Beginn an auf Charaktere aus dem ersten Teil, wie Hauptcharakter John Marston, samt Frau und Sohn. Das Pacing der Story hat mir persönlich sehr gut gefallen. Die Haupt- und Nebenmissionen waren vielfältig und ich fühlte mich dabei nicht gelangweilt. Einzig der Epilog war etwas langatmig, aber auch das fühlte sich nicht falsch an, sonder gab dem Spiel das für mich richtige Ende

Die Welt 

Es ist unglaublich was man in Red Dead Redemption 2, auch oder gerade Abseits der Story so erleben kann. Ihr könnt auf die Jagd oder Angeln gehen, ihr geratet in Hinterhalte von feindlichen Banden und könnt anderen Bewohnern des Wilden Westens zur Hilfe eilen. So hatte half ich einer Dame, deren Pferd durchgegangen war, nach Hause zu kommen. Aber das ist noch nicht alles. Ihr könnt Kräuter sammeln, Wildpferde zähmen, diverse Verbrechen begehen oder zum Beispiel ein paar Runden Poker oder Black Jack spielen. Da es sich bei Red Dead Redemption 2 um ein Open World Spiel handelt, lässt es euch unglaublich viel Freiheiten all diese Möglichkeiten zu nutzen. Dabei müsst ihr aber immer auch ein Auge auf eure Gesundheit, eure Ausdauer und das Dead Eye werfen. Letzteres ist die aus dem ersten Teil bekannte Spezialfähigkeit, mit der ihr die Zeit beim Zielen verlangsamen können.

Die Gesundheit und die Ausdauer solltet ihr auch bei eurem Pferd im Auge behalten. Ebenso solltet ihr euer Pferd regelmäßig durch striegeln sauber halten. In dem ihr auf eurem Pferd unfallfrei reitet, es streichelt, striegelt und füttert steigert die Verbundenheit zu eurem Pferd. Durch eine höhere Verbundenheit werden die Attribute des Pferdes erhöht und ein paar zusätzliche Manöver freischaltet. 

Realismus

An vielen Stellen habe ich gelesen, dass Red Dead Redemption 2 einen zu hohen Realismusgrad haben soll. Ja, Rockstar Games hat sehr viel Realismus eingebaut, so dass das durchsuchen von Leichen ein wenig dauert und auch das häuten von Tieren nicht einfach mit einem Klick erledigt ist. Wildpferden muss man sich eben so langsam nähren, wie den Tieren, die man jagen möchte. Pferde zeigen Angst vor Bären, Schlangen, etc. und werfen euch ggf. sogar ab. Eure Haare und der Bart wachsen mit der Zeit. Rasieren könnt ihr euch im Lager selbst, für die Haare müsst ihr allerdings zum Frisör. 

In kalten Gebieten friert ihr übrigens, sofern ihr nicht entsprechend dicke Kleidung tragt. Diese solltet ihr aber in warmen Gebieten ablegen, damit ihr dort nicht zu sehr schwitzt. Es gibt die unterschiedlichsten Klamotten und auch eure Waffen könnt ihr individualisieren.

Die Optionen für die Karte sorgen für noch mehr Realismus. So habe ich zum Beispiel recht viel nur mit Kompass und ohne Minimap gespielt und auch den Weg zum Ziel habe ich mir nie anzeigen lassen. Ich persönlich mag den von Rockstar Games in dem Spiel eingebundenen Realismus, denn ich finde es hilft möglichst tief in die Welt einzutauchen, auch wenn es das Spiel dadurch ggf. etwas langsamer macht.

Die technische Sicht

Sicht trifft es hier ganz gut, denn Red Dead Redemption 2 sieht unfassbar toll aus. Weitsicht, Detailgrad, Grafikeffekte, wie Wetter und Tag- und Nachtzyklus sind unglaublich toll anzusehen. Ihr könnt jederzeit zwischen Ego und Third Person Perspektive hin und her schalten. Die Soundeffekte und der Soundtrack sind stimmig, grandios und passen perfekt ins Spiel. Die Steuerung geht einem nach einer kurzen Eingewöhnung  gut von der Hand. Das man allerdings im Lager zum Beispiel nur sehr langsam gehen kann ist manchmal schon etwas nervig. Auch das manuelle Zielen ist etwas Tricky, aber mit aktiviertem Auto-Aiming geht es super. Das ist übrigens standardmäßig bereits aktiv. 

Fazit

Red Dead Redemption 2 ist für mich das wahrscheinlich beste Spiel des Jahres, wenn nicht sogar der Konsolengeneration. Die Grafik, die Möglichkeiten, der Realismus gepaart mit dem Sound und der Story sind von vorne bis hinten stimmig. Und auch nach der Story kann man noch so einiges erleben. Mir fehlt ein etwas flexibler Kameramodus und die Möglichkeit auch durchs Lager zu rennen. Trophyhunter sollten sich vor Beginn des Spiels übrigens kurz informieren, denn einige Trophäen sind ab bestimmten Stellen nicht mehr erreichbar, so dass man das Spiel nochmal spielen müsste. Bei einer Hauptstory von über 40 Stunden überlegt man sich das aber sicher zwei Mal.

Aber nun Butter bei die Fische. Jeder der Lust auf Wilden Westen und Open World hat, sollte, nein, muss hier zugreifen, denn ihr werdet sicher nicht enttäuscht. Vor allem, wir es ja noch Interessant, wenn Red Dead Redemption online geht. Wer Rockstar Games und GTA online kennt, weiß dass uns hier sicher was ganz Großes bevorstehen dürfte. 

Gespielt habe ich Red Dead Redemption 2 auf der PlayStation 4 Pro, wo ich während meiner Reise keine Bugs oder Abstürze feststellen konnte. Grobe Einbrüche der Framerate habe ich ebenso nicht bemerkt. Das Spiel gibt es für Xbox one und PlayStation 4 und kostet bei Amazon aktuell zwischen 50 und 60 Euro.

Übrigens hatte ich bereits hier über meine ersten Eindrücke von Red Dead Redemption 2 geschrieben. 

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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