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Rundumschutz für’s iPhone

Apple-Geräte sind in der Anschaffung so teuer, dass kaum jemand eine Reparatur riskieren möchte. Wer sich ein iPhone kauft, erwirbt daher sehr häufig auch AppleCare. Ich persönlich halte nicht viel von AppleCare und schütze mein iPhone lieber ganz klassisch. Heute erzähl ich euch wie und warum es nach gut 1000 Tagen täglichem Gebrauch und einigen wirklich bitteren Stürzen auf Asphalt, Schotter und aus hoher Höhe noch aussieht wie neu.

Als ich vor mittlerweile über 2 1/2 Jahren mein iPhone 5S kaufte, schloss ich kein Apple Care ab. Ich finde die zusätzliche Versicherung zwar sinnvoll, jedoch hat sie für mich auch klare Nachteile. Neulich erst musste ich wieder feststellen, dass ein Reparatur bei Gravis bis zu drei Wochen dauern kann und das man oft kein Ersatzgerät bekommt. Mir persönlich ist das zu doof – daher versuche ich immer von Anfang an vorzubeugen und verhinderbare Defekte (wie Bruchschäden) auszuschließen. Auch liegt mir sehr viel daran, dass mein iPhone makellos ist. Ich mag weder Kratzer im Display noch im Gehäuse. Mal ganz davon abgesehen, dass Kratzer und Gebrauchsspuren den Verkaufswert senken, finde ich es ästhetisch auch einfach nicht ansprechend. Meine Lösung lautet daher seit Jahren (übrigens für alle Geräte): Bumper/Case und Glasfolie. Nachdem ich seit dem iPhone 3G viele Anbieter und Produkte ausprobiert habe, habe ich endlich meine Favoriten gefunden.

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Warum schütze ich mein iPhone?

Ich bin stellenweise sehr ungeschickt. Mein iPhone habe ich am Tag bestimmt Zichtrillionen Mal in der Hand (meine bessere Hälfte behauptet sogar, ich sei ein Smombie). Manchmal werfe ich es achtlos mit Schlüsseln oder anderen Gegenständen in meine Tasche oder es stürzt mir auch schon mal irgendwo herunter oder fliegt beim wilden Gestikulieren durch die Gegend. Beliebt ist auch der Sturz aus der Tasche beim Aussteigen aus dem Auto. Letztes Jahr habe ich es beim Offroad-Mountainbiken geschafft auf einer Schotter-Fläche mit dem Bike über mein iPhone zu fahren, als ich gerade ein Video drehen wollte. Ich war mir sicher, dass es das jetzt war und ich ein neues Gerät brauche… aber: meinem iPhone ist dabei nichts passiert. Nicht mal einen kleinen Kratzer hat das Gerät davon getragen. Die Glasfolie und das Case haben einfach alles abgefangen. Wie auf dem Bild oben waren an allen Ecken Macken im Case und die Glasfolie war mit einem tiefen und einigen feinen Kratzern versehen. Mein iPhone selbst hat überhaupt nichts abbekommen. Seit dem schwöre ich auf diese Schutz-Kombi und empfehle sie einfach jedem, der sich für einen sinnvollen Schutz interessiert.

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Glasfolie & Case

Anfang März habe ich zum ersten Mal beim 5S das Case und auch die Glasfolie ausgetauscht. Ich habe das Ganze für euch in einigen Bildern festgehalten, damit ihr seht wie unkompliziert und schnell das Ganze geht und wie effektiv diese Kombi ist. Gerade einmal ~30/35€ kostet euch dieser Rundum-Schutz zusammen und sieht zudem auch noch sehr schlicht und modern aus. Das Case verleiht dem iPhone zusätzlich ein bisschen Grip. Ich finde, dass es dadurch auch viel besser in der Hand liegt.

Mein iPhone 5S bekam direkt nach dem Auspacken die Glasfolie von Anker installiert und wurde anschließend in das Neo Hybrid Case von Spigen gesteckt. Auf die Rückseite pappe ich aus Prinzip immer eine ganz billige Folie – hier ist es eigentlich fast egal, was man verwendet. Man sieht sie aufgrund des Cases nicht. Wichtig ist das aber, falls ihr das Case nicht regelmäßig säubert. Denn dann können Staubpartikel auf die Rückseite kommen und euch diese verkratzen. Ich sorge mit der billigen Folie vor…

Das Neo Hybrid Case besteht aus zwei Teilen: es hat eine Gummihülle (TPU) und einen Alu-Bumper (Polycarbonat), die kombiniert werden. Das Gummi und die spezielle Beschaffenheit der Hülle federn Stürze ab und schwächen quasi die wirkenden Kräfte ab. Der Bumper ist ein zusätzlicher Schutz vor scharfkantigen Gegenständen und gibt dem Gummi Formstabilität und macht das Gesamtkonstrukt noch stabiler und widerstandsfähiger.

Die Glasfolie widersteht Kratzern bis zu 9H. Es handelt sich um ein 0.38mm dünnes gehärtetes Glas. Die Folie ist gut druckempfindlich und transparent. Sie ist einfach zu reinigen und anfangs sogar gegen Schmutz und Fingerabdrücke resistent. Außer, dass der Homebutton leicht abgesenkt wirkt, merkt man keinen Unterschied zum Original Display. Sie reagiert nach wie vor sehr fein auf Touchgesten und Berührungen. Auch die TouchID am Homebutton funktioniert nach wie vor problemlos. Der Lieferumfang ist allumfassend. Ihr bekommt neben der Folie noch alle Utensilien, die ihr zur Montage benötigt: Alkohol-Feuchttuch, Mikrofaser Tuch, Staubentfernungs-Aufkleber, Blasenentfernungs-Karte, Sticker für Home Button und eine Anleitung. Übrigens: was ich bei Anker übrigens sehr schätze ist die Tatsache, dass sie zu all ihren Produkten ständig Feedback einfordern und daraus Konsequenzen ziehen. Selbst wenn ihr also einmal nicht zufrieden seid (was mir bisher noch nicht vorgekommen ist), könnt ihr euch beim Kundenservice Luft machen und man hat ein offenes Ohr für euch.

Einfache Montage

  1. Gerät reinigen  – Für die Reinigung könnt ihr z.B. das mitgelieferte Alkohol Tuch benutzen. Ich nutze gerne meinen ecomoist Reiniger in Kombination mit einem Microfaser Tuch. Nachdem ihr das Gerät von Flecken und Fingerabdrücken befreit habt, sollte die Oberfläche getrocknet werden. Nehmt hierzu ein feines Microfaser Tuch und wischt von oben nach unten – oder umgekehrt. Nun solltet ihr mit dem mitgelieferten Staubentfernungs-Aufkleber noch Staubkörchen entfernen. Überseht ihr Partikel kommt es nachher ggf. zu unschöner Blasenbildung. Nehmt euch für diesen Schritt also Zeit.
  2. Folie auflegen – Zieht die Schutzfolie von der Glasfolie ab – sie ist eindeutig gekennzeichnet. Nun müsst ihr die Glasfolie nur noch passgenau über dem iPhone ausrichten und auflegen. Nicht drücken – Auflegen reicht! Durch das erhöhte Gewicht der Glasfolien, zieht sich die Folie selbst an das Display und richtet sich aus. Habt ihr vorher sorgfälltig sauber gemacht, habt ihr an dieser Stelle bereits nur noch sehr wenige Luftblasen an den Rändern.
  3. Blasen entfernen – Nun fixiert ihr die Folie, in dem ihr gleichmäßig mit der Blasenentfernungskarte die Glasfolie andrücke. Macht das am Besten immer von der Mitte nach Außen. Habt ihr das Display ordentlich gesäubert, sollten keinerlei Blasen zurückbleiben. Die Installation der Glasfolie ist in wenigen Minuten erledigt und funktioniert kinderleicht.
  4. Ab ins Case – Zum Schluss wird das gute Stück in die Gummihülle gesteckt. Mit etwas Geschick wird nun noch der Metall-Rahmen drüber gestülpt und euer Gerät ist bereit für Abenteuer!

Ich habe/hatte bisher vier Anker Glasfolien, die ich auf verschiedene Geräte angebracht habe. Bei keinem Gerät sind Blasen entstanden und ich staune immer wieder darüber, wie schnell und einfach die Glasfolie montiert ist.

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Kurz nachdem ich mich dazu entschieden hatte meinem iPhone 5S eine neue Ausstattung zu geben, habe ich mir das SE gekauft. Selbstverständlich habe ich auch meinem SE direkt diese Ausstattung gekauft und weiß es – seit Tag 1 an – gut geschützt. Mein 5S verkaufe ich nun an einen neuen Besitzer, mit dem es hoffentlich ebenso großartige Abenteuer erlebt, wie mit mir. Es ist ohne Gebrauchsspuren und im Prinzip wie neu. Im März gab’s noch einen neuen Akku. Mag man gar nicht glauben, dass dieses Gerät so viel mit mir durchgemacht hat…

Die Glasfolie von Anker und auch das Neo Hybrid Case von Spigen gibt es übrigens nicht nur für Apple, sondern auch für viele andere Geräte.

4 Comments

  1. My two cents ?

    Ich mag AppleCare+ total. Einmal dazukaufen, statt Folien und dicken Hüllen und sich dank der Versicherung keine Sorgen machen. Und selbst wenn man nur eine normale Service-Reparatur bei Apple möchte, ist dies mit AppleCare immer sehr viel einfacher.

  2. Der Fehler war vermutlich zu Gravis zu gehen. Ich arbeite bei einem Premium Reseller und ich wüsste keine iPhone Reparatur, die länger als drei Tage gedauert hat. Es sei denn die Scheibe muss getauscht werden, da bin ich als Reseller im Nachteil und brauche fast 5 Tage. Das geht aber im Apple Store mit Wartezeit, weil die vor Ort tauschen dürfen (OK dafür dauert es drei Tage bis man einen Termin kriegt).

    Alles in allem finde ich aber die Reaktionszeiten von Apple durchaus kundenfreundlich, schon mal ein Notebook zu HP geschickt?

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