Kategorien
Videogames

Ryse: Son of Rome

Ryse: Son of Rome ist das neueste Spiel des Frankfurter Spielestudio Crytek, welches für seine CryEngine, den ersten Far Cry Teil und die Crysis-Serie bekannt ist. Als Exklusivtitel für die Xbox One sollte es direkt zum Release der neuen Konsole zeigen, was in ihr steckt. Schon allererste Trailer beeindruckten durch die Grafik und die brutalen Kämpfe mit Schwert und Schild.

ryse-10

Ryse: Son of Rome spielt zur Zeit von Kaiser Nero und ihr steigt ihr in die Rolle des römischen Soldaten Marius Titus. Nachdem seine Familie umgebracht wird, wird ihm Blut zur Rache versprochen und ihr stürzt euch in Schlachten gegen die britischen Barbaren.

Das Leveldesign ist sehr linear, aber zum Teil verwirrend. Hin und wieder kann man eine Holzwand zerschlagen, oder über ein Hindernis springen, an einer anderen Stelle jedoch nicht. So trifft man immer wieder auf unsichtbare Mauern und etwas mehr Erkundungsdrang hätte dem Spiel nicht geschadet.

ryse-19

Man läuft von einem Kampf in den nächsten und drückt mehr oder weniger immer wieder die gleichen Tasten. Mit der Zeit merkt man aber, dass das Timing hier eine wichtige Rolle spielt. Allerdings finde ich es sehr hinderlich, dass man nicht spontan ausweichen kann, wenn man vorher die Taste zum Schlagen oder Abblocken gedrückt hat.

Die Hinrichtungen sind eine Kette von Quick-Time Events, für die man nur 2 Knöpfe benötigt, welche aber je nach Position zum Gegner oder der Position des Gegners zur Umgebung variieren.
Etwas Abwechslung gibt es, wenn ihr euch mit einer ganzen Gruppe Soldaten vorwärts bewegt und in der Schildkröten Formation die Salven der feindlichen Bogenschützen abblockt. Von diesen Situationen gibt es jedoch nicht viele und wenn, sind selbst diese mehr oder weniger identisch.

Die Kinect-Sprachsteuerung für Unterstützung ist auch mehr als ein Gimmick zu betrachten. Ihr benötigt sie, bzw. könnt die Aktionen auch per Button auslösen, dann dauert es nur länger bis sie ausgeführt werden. Je nachdem wie sehr man sich auf das Spiel einlässt, kann man sich hier wirklich wie der Anführer einer Legion fühlen.

Ryse Launch Screen

Nach gut 7 Stunden war die Kampagne beendet und man kann sie auf dem neu freigeschalteten Schwierigkeitsgrad ein weiteres mal durchspielen. Viel länger hätte das Spiel dank seiner Monotonie auch nicht sein dürfen. Im Multiplayer kämpft ihr mit einem Mitspieler in einer großen Arena und bekämpf Wellen von Gegnern. Während ihr euch gemeinsam gegen Wellen von Gegnern durchschlagt, gibt es je nach Arena kleinere Aufgaben, die ihr bewältigen müsst. Katapulte zerstören oder etwa eine Holzfigur davor beschützen verbrannt zu werden sind nur ein paar der Aufgaben der immerhin 10 Arenen plus 6 weitere die aktuell per DLC geliefert werden.

Die Grafik ist wirklich ein grandioser Auftakt für die neue Konsolengeneration und ich bin gespannt, was mit der Zeit noch an Leistung aus den neuen Konsolen gekitzelt wird. Es wurde nur ein einer kleinen, aber vielleicht nicht ganz unwichtigen Stelle gespart: Die Gegner sehen je nach Typ identisch aus. Da einige der einfacheren Barbaren-Typen keine schwere Rüstung tragen fällt das sehr stark auf, wenn man von 2-3 identischen Barbaren gleichzeitig angegriffen wird. Nackte Haut ist eben keine Uniform. Und ein vielleicht nicht unwesentliches Manko ist die Art der Third-Person Ansicht: Marius nimmt teilweise etwa einen Viertel des Bildschirms ein, was die Orientierung mit der Kamera recht schwierig gestaltet.

Screenshots

Shopping

Zu kaufen gibt es Ryse: Son of Rome unter anderem bei Amazon für etwa 40 €. Gebraucht bekommt man es für 30 bis 35 €.

Bewertung

Ryse: Son of Rome kann man sich auf jeden Fall angucken, allerdings ist es mir nicht das Geld eines Vollpreis-Titels wert. Mittlerweile gibt es das Spiel aber auch schon etwas günstiger. Das Szenario im alten Rom gefällt mir und ich würde mich über einen zweiten Teil sehr freuen. Es gibt auf jeden Fall viel Potential nach oben.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Von Christopher Beloch

Technik-begeisterter Gamer, selber App-Entwickler aus dem Münsterland der gerne neues ausprobiert