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Apple Hardware

Sewell Minideck

Wie schon in meinen Mimo Display Test angemerkt, kann man ja eigentlich nie genug Monitore haben. Aber leider haben die meisten Macs nur die Möglichkeit lediglich einen weiteren Monitor anzuschließen, so ist man auf maximal zwei Displays beschränkt. Das Sewell Minideck löst dieses Problem. Es ist quasi eine externe Grafikkarte. Es basiert auf der bekannten DisplayLink Technologie.

Diese ist super einfach in Betrieb zu nehmen – einfach Treiber installieren, USB Kabel verbinden und Display anschließen. Das Minideck verfügt dafür über einen voll belegten DVI-Anschluss (DVI-I). So kann man sein Display per DVI oder mit dem beigelegten Adaptern auch per VGA betreiben. Kauft man sich einen normalen DVI-HDMI Adapter ist auch HDMI kein Problem. Ein zusätzliches Netzteil wird nicht benötigt. Zum Lieferumfang gehört auch noch ein kleiner Beutel in dem man das Minideck transportieren kann.

Man kann bis zu sechs der Minideck Adapter an einem Rechner betreiben. Dabei kann man wählen ob man den Monitor spiegeln oder erweitern möchte. Das Betriebssystem sieht das Minideck als ganz normale Grafikkarte, so kann man alle Einstellungen an den gewohnten Stellen machen. Als Auflösungen gibt es 1920 x 1200, 2048 x 1080, 2048 x 1152 sowie alle kleineren standardmäßigen Auflösungen.

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Es gibt Treiber für Win XP/Vista/7 und was viel wichtiger ist Mac OS. Die Mac OS Treiber liegen gerade in der noch frischen 1.5 Version vor und unterstützen nun auch Snow Leopard. Systemvoraussetungen am Mac sind mindestens ein 1.2 Ghz Prozessor, 30 MB HDD und 256 MB RAM.

Der Adapter funktioniert bei mir ohne Probleme, allerdings verlangt die Darstellung des Bildes schon einiges an Rechenleistung. Wenn über das Minideck ein stehendes Bild, also eine Textverarbeitung, ein Instantmessanger, Twitterclient oder eine ToDo-Liste angezeigt wird, so ist die kein Problem, da keine Rechenzeit gebraucht wird.

Problematisch wird es bei Bewegungen, wie Filmen, Spielen oder iTunes-Visualizern. Hier muss das Bild sehr oft neuberechnet werden und erzeugt entsprechend hohe Systemlast. Auf meinem MBP 2,53 Ghz bis etwa 30% CPU Auslastung. Allerdings lassen sich solche Inhalte auf dem über das Minideck angeschlossen Display sowieso nicht vernünftig betrachten, da die Darstellung auch nicht schnell genug ist und es ruckelt. Kleinere Video Fenster sind allerdings kein Problem.

Wer allerdings viele Textfenster oder eben keine bewegten Inhalte darstellen will, und nicht extra einen Mac Pro kaufen möchte um mehr Displays anzuschließen, ist mit dem Minideck sehr gut bedient.

Zu kaufen gibt es das Minideck direkt bei Sewell für knapp 100 $ (etwa 74 €).

Fotos

Bewertung

gut +
Wer mehr als ein externes Display anschließen will, und nicht auf bewegte Bilder angewiesen ist, kommt hier sehr viel günstiger weg als mit einem Mac Pro.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Von Jan Kampling

Ich bin der Betreiber dieses kleinen Gadget-Tagebuchs. Tagsüber findet man mich als Medienfachwirt und Mediendesigner arbeitend hinter einem Berg von Displays. Der NerdCave ist mein Rückzugsort.