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Shadow of the Colossus

Jetzt muss ich vermutlich aufpassen was ich schreibe. Für viele war Shadow of the Colossus, welches 2006 ursprünglich für die PlayStation 2 erschien, ein Meilenstein der Videospiel-Geschichte. Mir hat damals die passende Konsole gefehlt und so richtig auf dem Schirm hatte ich es dann jahrelang nicht. Auch das HD-Remaster für die PS3 ging komplett an mir vorbei, aber es bestand immer Interesse mal dieses Spiel selbst zu erleben. Um so mehr habe ich mich gefreut als das Remake für die PS4 angekündigt wurde. Nicht einfach nochmal die Auflösung hochgeschraubt, sondern alles auf einen zeitgemäßen Standard gehoben. Vermutlich nicht nur für mich die erste richtige Chance die riesigen Bosse zu erklimmen und zu bewältigen.

Ist Bosse überhaupt richtig? Sind es Boss-Gegner wenn es sonst keine Gegner gibt? Ausser ein paar friedliche Tiere wie Salamander, Schmetterlinge und Vögel gibt es keine weiteren Lebewesen. Von ernsten Bedrohungen mal ganz abgesehen.

Aber worum geht es überhaupt?

Alles beginnt damit, dass unser namenloser Protagonist mit seinem Pferd “Agro” eine weite Reise auf sich genommen hat um im verbotenen Land einen Schrein zu erreichen. Innerhalb dieses Schreins befindet sich ein Altar auf dem unser Reisender etwas ablegt. Eine junge Frau. Seine Geliebte? Oder seine Schwester?

Schnell wird klar warum wir hier sind. Die junge Frau ist tot und es gibt nur einen Weg sie wieder zum Leben zu erwecken: Man muss sich 16 Kolossen stellen und sie töten. Eine göttliche Stimme spricht dabei immer wieder zu unserem Protagonisten und leitet ihm den Weg.

Nutze das Licht!

Und eine andere Steuerung!

Mit Schwert und Bogen ausgerüstet pfeifen wir unser Pferd heran, steigen auf und reiten hinaus in die Felder, Klippen, Wüsten und Wälder des verbotenen Landes. Wir können uns das Licht zu nutze machen und im Sonnenschein können wir mit Hilfe unseres Schwertes den richtigen Weg finden, da das Licht in die Richtung unseres Zieles reflektiert wird.

Während man in der klassischen Steuerung u.a. eine Hechtrolle machen kann, funktionierte bei mir das Klettern an den Kolossen nur semi-optimal. Drückte ich den Stick nach oben, kletterte meine Figur zur Seite oder sogar runter. Zum Glück gibt es bei diesem Remake eine moderne Variante. Es wurden ein paar Funktionen leicht umgelegt, die Hechtrolle viel weg, aber das Klettern lief endlich so wie ich es erwartet habe.

Jeder Koloss ist besonders

Bei den Kolossen angekommen müsst ihr erstmal seine Schwachstelle(n) finden um zum einen die (hoch-)haushohen Wesen zu erklimmen und sie schließlich an ihren Schwachstellen zu töten. Allein den Weg auf seinen Rücken, Brust oder Kopf zu finden gestaltet sich immer wieder aufs neue als Herausforderung. Braucht ihr zu lange um weiter zu kommen, gibt euch die göttliche Stimme einen kleinen Tipp ohne zu viel zu verraten. Insgesamt 16 mal müsst ihr euch einer solchen Aufgabe stellen und kein Kampf fühlt sich wie der andere an.

Fazit

Nach gut 6 Stunden war ich mit meinen Kolossen durch. Es gab ein bis zwei recht packende Momente, aber das Ende war im Verlauf des Spiels bereits absehbar. Für mich war die PS4 Version von Shadow of the Colossus aber genau die richtige Version um es jetzt zu erleben. Zwar fehlt dieser “Meilenstein der Spielegeschichte”-Moment den es 2006 ausgelöst haben mag, aber es ist endlich in einer zeitgemäßen Grafik verfügbar. Es sieht schick aus und kann auf der PlayStation 4 Pro auch in 4k und mit HDR genoßen werden. Die überarbeitete Steuerung reduziert den Frust auf schlechte Technik wie es für mich bei The Last Guardian der Fall war. Dazu gibt es einen Foto-Modus in dem man die wunderschönen Szenerien und imposanten Sequenzen mit den Kolossen ordentlich in Szene setzen kann. Leider vermisste ich hier einen Freiflug-Modus und die Kamera im Foto-Modus wurde wahlweise am Spieler oder am Pferd ausgerichtet.

Wer nicht auf die reinen Bosskämpfe steht oder total abwechslungsreiche Dialoge etc. erwartet sollte die Finger davon lassen. Für mich war es genau das richtige für zwischendurch. Mal eben noch einen Koloss legen – Das ging dank akzeptabler Ladezeiten auch zwischendurch. Und der Schwierigkeitsgrad war auf “Normal” für mich vollkommen okay. Nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht. Imposant fand ich die Kämpfe auch heute noch. Wann hat man schonmal so riesige Gegner an denen man sogar hochklettern muss?

Das Spiel gibt es digital und boxed für knapp 40€.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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