Speedlink Home Security Set

Viele Menschen haben zur Zeit Angst. Damit spielen aktuell leider viele Politiker und Medien. Teilweise indem sie Ängste auch noch anheizen. Daher hat Speedlink im November 2016 den perfekten Zeitpunkt getroffen, um ihren Kunden ein Stückchen Sicherheit für die eigenen vier Wände anzubieten. Mit dem Home Security Kit kann man das eigene Heim überwachen und absichern, ob man nun zuhause ist oder hunderte Kilometer entfernt. Speedlink war so freundlich uns das Home Security Set Premium zum Test zu überlassen.

Das Home Security Set gibt es in zwei Ausführungen. In der Variante Basic handelt es sich um fünf Komponenten, bei Premium findet man direkt ein 11-teiliges Videoüberwachungssystem für das Eigenheim. Kern des Kits ist die IP-Überwachungskamera mit HD-Auflösung (720p) und WLAN-Anbindung. Alles was man für die Einrichtung benötigt ist ein funktionierendes WLAN mit Internetzugang und ein Smartphone mit iOS oder Android, WindowsPhone wird aktuell nicht unterstützt. Die App SL-HOMECON ist kostenlos im App- oder Play-Store verfügbar und die komplette Schaltzentrale für die komplette Heimüberwachung.

Die Ersteinrichtung mithilfe der App dauert keine Viertelstunde, mit dem Feintuning und Zusatzeinstellungen kann man sich aber bei Bedarf durchaus länger aufhalten. Hat man sich bereits einen kostenlosen Account in der App erstellt, bestückt man zunächst die IP-Kamera mit einer Micro-SD mit bis zu 32 GB. Hat man die Kamera dann mit dem mitgelieferten Netzteil am Strom angeschlossen und sie ist mit einem Signalton hochgefahren, fügt man sie per Smart Scan zum Netzwerk hinzu. Dafür gibt man am mit den WLAN verbundenen Smartphone lediglich das Passwort der Netzwerks in die App ein und erhält dann einen QR-Code, den man lediglich vor die Überwachungskamera halten muss. Jetzt gibt man der Kamera nur noch einen passenden Namen und vergibt ein Passwort dafür, das war es.

Über die App lässt sich die Kamera fortan um 360° horizontal drehen und bis zu 100° neigen. Auch bei Dunkelheit lässt sich im Infrarot-Nachtsicht-Modus die Wohnung von dem gewählten Standort aus beobachten bei einer Sichtweite bis zu acht Metern. Zusätzlich kann man durch die Audioüberwachung auch in die Wohnung oder ins Haus hineinhorchen oder alternativ auch die eigene Stimme über das Smartphone an erwünschte oder unerwünschte Besucher senden. Auch ein Bewegungsmelder ist direkt integriert. In den Einstellungen kann man jetzt noch verschiedene Modi für die Überwachung festlegen. Wie soll ein Alarm erfolgen? Will ich lediglich Nachrichten auf mein Smartphone oder soll in der Wohnung ein Alarmsound starten oder beides? Sollen Videos oder Photos lediglich online gesichert werden oder auch direkt weitergeleitet werden, und wenn ja, an wen?

Die Kamera an sich macht aber natürlich noch kein komplettes Set aus. Es gibt zusätzlich noch kabellose Bewegungsmelder mit bis zu 12m Erkennungsreichweite, kabellose Tür- beziehungsweise Fenstersensoren und App-gesteuerte Funksteckdose zum Ein- und Ausschalten von Licht und Geräten. Die Anzahl des Zubehörs macht den Umfang in Basic oder Premium aus. Im Basic-Set befinden sich ein Bewegungsmelder, eine Funksteckdose und zwei Sensoren, bei Premium erhält man gleich jeweils drei Bewegungsmelder und Funksteckdosen sowie vier Sensoren für Türen oder Fenster. Einzeln sind die Teile unter den Namen smart Motion Sensor für 24,99 €, smart Power Socket für 29,99 € und smart Window Sensor für 19,99 € erhältlich. Greift man zum Premium-Paket spart man knapp 50,00 € im Vergleich zu den Einzelteilen. Während man sich um die Tür- / Fenstersensoren und die Bewegungsmelder überhaupt nicht mehr kümmern muss, hat man sie einmal eingerichtet und ggf. noch passend benannt, kann man über die Funksteckdosen jederzeit Lampen oder Geräte per App ein- oder auszuschalten.

Ich persönlich habe gar kein so großes Sicherheitsbedürfnis, mag aber den Aspekt jederzeit in meine Bude schauen oder lauschen zu können. Wenn ich mal vergessen habe das Licht auszuschalten, finde ich die Fernbedienung via App sehr praktisch. Die Bewegungsmelder machen in unserem Fall gar nicht so großen Sinn, da wir vorhaben uns über Kurz oder lang wieder eine Katze ins Heim zu holen. In dem Fall würden die Bewegungsmelder für häufige Fehlalarme und innere Unruhe sorgen.

Leider funktionierte die Überwachung in meinem Fall anfangs auch noch nicht so nahtlos wie erhofft. Relativ häufig habe ich feststellen müssen, dass die Kamera als offline angezeigt wird. Dadurch gibt es dann auch keine Möglichkeit mehr die Steckdosen mit angeschlossenen Lampen zu aktivieren oder zu deaktivieren. Wenn man diese Funktion aus reiner Bequemlichkeit nutzt und dabei zuhause ist, ist das einfach nur ein wenig lästig. Aber als ich dieses Problem zum ersten Mal bemerkte, waren wir gerade für einige Tage im Urlaub und ich machte mir doch ein wenig Gedanken, weil ich bei meinem ersten echten Einsatz erst nach drei Tagen einen Blick in die Wohnung machen konnte, weil sich die Kamera selbstständig wieder mit dem WLAN verbunden hatte. Unser Netzwerk besteht aus zwei Routern in unterschiedlichen Räumen, die das WLAN eigentlich im Grunde nonstop konstant erhalten. Erst nachdem ich kürzlich einen weiteren Router hinzugefügt hatte, hat sich die Situation etwas gebessert. Vielleicht hat einer unserer Router eine Macke, ich konnte es leider bislang nicht sicher verifizieren. So hat man leider auch immer die potentiellen Fehlerquellen bei diesem System, dass ein Ausfall der Router oder des Stroms natürlich zur Folge hat, dass die komplette Überwachung und Steuerung dadurch außer Betrieb ist.

Ein weiteres Manko ist, dass Speedlink sich dazu entschieden hat, die komplette Steuerung ausschließlich über die iOS-App zu steuern und darüber hinaus auch auf eine Integration in Apples Home Kit verzichtet hat. Ich würde mir durchaus eine zusätzliche Zugriffsmöglichkeit über den Rechner beispielsweise über eine Web-App wünschen. Die SL-HOMECON App wirkt außerdem, obwohl sie ja ganz neu ist, unfassbar altbacken, klobig und passt so gar nicht zu dem schlichten Erscheinungsbild von anderen Apps unter iOS. Trotzdem ist die Steuerung im Grunde sehr intuitiv und leichtgängig. Zusätzlich würde es sich auch anbieten das Handbuch oder wenigstens den Quick-Start-Guide in der App zu hinterlegen, damit man dafür nicht extra den Umweg über die Webseite machen muss, wenn man gerade etwas sucht.

Solange die Kamera konstant online ist, ist eine nahtlose Überwachung der eigenen vier Wände erstklassig und sehr einfach möglich. Selbst die Basic-Ausstattung ist für eine normale Stadtwohnung völlig ausreichend, wer etwas mehr Platz hat oder ein eigenes Haus kann meiner Meinung auch direkt zur Premium-Variante greifen. Die Preise für die Sets oder das optionale Zubehör sind aus meiner Sicht wirklich angemessen. Wer einen einfachen Weg für ein Gefühl der Sicherheit, der persönlichen Überwachung und ein wenig Heimautomation wünscht, wird im Speedlink Home Security Set einen perfekten Partner finden. Das Home Security Set Premium bekommt man aktuell bei Amazon für 329,00 €, das Basic-Set kostet 100,00 € weniger.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.