Steamworld Dig 2 für Nintendo Switch

In den letzten Monaten habe ich viel Zeit in die Nintendo Switch gesteckt und euch über meine Erfahrungen mit den großen Titeln berichtet. Doch die Switch hat darüber hinaus auch einen großen Pool an Indie Games im Nintendo Shop. In der kommenden Zeit möchte ich euch einige davon näher bringen. Den Anfang dieser Reihe macht Steamworld Dig 2. Auch wenn es schon einige Monate erhältlich ist, ist es doch ein würdiger Auftakt.

Steamworld Serie

Ich muss zugeben, dass ich den ersten Teil von Steamworld Dig nicht gespielt habe. Deshalb kann ich dazu keine Vergleiche ziehen. Neben Steamworld Dig 2 ist vor kurzem Steamworld Heist für die Switch erschienen, über das ich euch eventuell auch noch berichten werde. Im 2D Universum von Steamworld Steuern wir kleine Roboter, die sich größtenteils unter der Erde aufhalten und immer auf der Suche nach Verbesserungen sind. Der Grafikstil ist wohl Geschmacksache. Ich musste mich an den Comic-Stil mit eher gedeckten Erdtönen und die Figuren erst gewöhnen. Mit zunehmendem Spielverlauf habe ich mich aber in die vielen kleinen Details verliebt.

Story und Gameplay

Die Story ist relativ simpel und schnell erklärt. Der Held des ersten Teils „Rusty“ ist verschwunden und Dorothy macht sich auf die Suche ihn zu finden. In diesem 2D Jump’n’Run graben wir uns mit Dorothy immer tiefer durch das Erdreich. Zunächst steht uns dafür nur die Spitzhacke zur Verfügung und rennen können wir auch noch nicht.

In diesen Geräten bekommen wir Verbesserungen.

Später finden wir dann weitere Verbesserungen und können mit dem Presslufthammer auch durch härtere Gesteinsschichten vordringen. Die Storyline steht dabei klar nicht im Vordergrund, sondern die Spielmechaniken. Diese sind jedoch sehr gelungen. Das Schema ist dabei immer ähnlich: Wir steigen in die Grube hinab oder nutzen das Röhrensystem zum Teleportieren, graben uns dann durch das Erdreich, sammeln Erze und töten Gegner, um zum nächsten Röhreneingang zu gelangen.

Anschließend gehen wir zur Oberfläche, um unser Leben, Wasservorrat und Lampenöl zu regenerieren und die gesammelten Erze zu verkaufen. Sterben wir unter Tage, verlieren wir den Großteil der gesammelten Erze und bekommen so deutlich weniger Geld.

Upgrades für mehr Spielspaß

Doch gerade dieses Geld ist es, dass wir dringend für die Aufwertung unserer Ausrüstung brauchen. Hierbei können wir nicht nur unsere Lebensleiste erweitern oder den Wassertank mit mehr Kapazität ausstatten, sondern auch unsere Grabwerkzeuge effizienter machen.

Diese Mechanik sorgt dafür, dass man sehr viel des Erdreiches umgräbt, um möglichst viele Erze zu finden und zu verkaufen. Darüber hinaus finden wir in zumeist gut versteckten Gegenden Zahnrädchen, die wir frei verwenden können, um Spezialfähigkeiten zu aktivieren. Zum Beispiel fügt der Abbau eines Erzes plötzlich den umliegenden Feldern Schaden zu oder unsere Panzerung wird immun gegen bestimmte Effekte.

Schwierigkeitsgrad

Da das Spiel wirklich sehr gemächlich startet und die einzelnen Elemente an sinnvollen Punkten eingeführt werden, hat man nie das Gefühl überfordert zu werden. Die Gegner sind stellenweise schon ganz knackig. Sodass man zwischendurch lieber mal wieder zurück zur Röhre und an die Oberfläche geht. Es ist aber nie so, dass man irgendwo völlig fest steckt. Wenn man stirbt landet man sowieso wieder an der Oberfläche. Hin und wieder kommt es vor, dass man sich fragt, wo es denn nun weiter geht, aber in der Regel findet man den Weg dann doch ohne Probleme.

Fazit

Ich finde Steamworld Dig 2 wirklich sehr gelungen. Die Spielmechaniken sind sinnvoll eingebaut und regen dazu an, immer tiefer ins Erdreich vorzudringen. Die Story ist zwar etwas flach, ist aber ebenso wie der Soundtrack eher Nebensache. Das Spiel ist eine schöne Abwechslung im sonst eher zur Schnelligkeit neigendem Genre. Wer auf Geschwindigkeit aus ist, sollte wohl besser zu Rayman Legends greifen. Ich habe 15 Stunden gebraucht, um das Spiel durchzuspielen. Wenn ich mal wieder ein paar ruhige Stunden mit der Switch verbringen will, dann werde ich einfach noch einmal von neuem Starten. Mir war es die 20 € im Nintendo Store auf jeden Fall wert.