Videogames

Super Mario Odyssey – Bowser besiegt, was nun?

Super Mario Odyssey ist wohl das Top-Game für die Switch. Ich selbst habe wochenlang darauf hingefiebert. Letzten Freitag war es dann endlich so weit. Ich habe dann 3 Tage lang gespielt, gespielt und noch mehr gespielt und dann schließlich Bowser besiegt. 

Die Steuerung

Ich gestehe an dieser Stelle, nach der ersten Stunde war ich bitter enttäuscht von dem Spiel. Das lag vor allem an der Motion Control Steuerung. Denn ich habe in letzter Zeit viel Rayman gespielt und das vor allem im Handheld-Modus oder alternativ Splatoon mit dem extra gekauften Pro Controller. Mit jedem Hinweis, wie man denn Mario zu spielen hat, wurden mir immer wieder die tollen Möglichkeiten mit zwei einzeln zu haltenden Joy Cons gezeigt. Ich bin aber Konsolenspieler erster Stunde und seit jeher einen festen Controller gewöhnt. Deswegen habe ich mich auch Standhaft geweigert, die tollen Joy Con Tipps anzunehmen.

Ich kann euch beruhigen. Mario Odyssey lässt sich sowohl im Handheld-Modus als auch mit dem Pro Controller wunderbar spielen. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase macht mir aber auch das Spielen mit zwei Joy Cons sehr großen Spaß und das stellt wohl das intuitivste Spielerlebnis dar, dass ich bisher erleben durfte. Für alle, die so denken wie ich bisher, testet es einfach mal aus.

Auch im Spiel zu zweit macht das Mario eine sehr gute Figur. Es ist auch hier ein völlig neues Spielerlebnis. Ein Spieler steuert Mario und der zweite spielt Cappy. Dabei lässt sich Marios treuer neuer Begleiter deutlich einfacher steuern als im Single Player.

Die Story von Mario Odyssey

Natürlich will ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten oder ultimativ spoilern, wie das Spiel ausgeht. Macht euch also keine Sorgen, ihr könnt beruhigt weiter lesen. Die Grundzüge der Story will ich aber trotzdem kurz erläutern. Bowser hat Peach entführt und will sie heiraten. Mario folgt ihr mit einem Luftschiff quer über die ganze Welt und bekommt dabei tatkräftige Unterstützung von Cappy, dessen Schwester Bowser ebenfalls entführt hat. Cappy wird zu eurer neuen Mütze, die ein Eigenleben hat und sogar in der Lage ist bestimmte Gegner mittels Gedankenkontrolle zu übernehmen. Ihr sammelt in den verschiedenen Welten sogenannte Power-Monde. Diese sind der Treibstoff für euer Luftschiff. Es erwarten euch immer wieder neue verstecke und kleine Rätsel. Alles ist wirklich sehr gut umgesetzt. Hat man den Dreh erst einmal raus, lässt einen das Spiel nicht mehr los.

Soweit so gut. Mehr will ich auch schon gar nicht verraten, außer der Tatsache, dass ihr am „Ende“ des Spiels gegen Bowser kämpfen müsst. Ein epischer Kampf und ein sehr gut gemachter obendrein!

Die Grafik

Die grafische Inszenierung in Super Mario Odyssey ist der Hammer. Die unterschiedlichen Welten sind wunderschön gestaltet. Mit sehr viel Liebe zum Detail und sehr viel Charme. Die Gegner sind zahlreich und sehr unterschiedlich. Die offenen Spielwelten sind natürlich begrenzt, doch nie so, dass man sich eingeengt fühlt. Man kann die Welten meistens sehr gut überblicken und es macht einfach Spaß sie zu durchstreifen. Überall gibt es Details zu entdecken, kleine Events werden ausgelöst und die ansprechbaren Charaktere geben einem gute Hinweise auf versteckte Monde. Eigentlich bin ich ja auch kein Fan von Wasser- und Eisleveln, doch auch hier schafft es Mario eine so gute und bisher unbekannte Atmosphäre zu schaffen, dass die Zeit in diesen Leveln wie im Flug vergeht. 

Mir sind bisher keine Grafikfehler im Spiel aufgefallen. Nirgends fällt man durch Wände, steckt so fest, dass man nicht mehr heraus kann oder schaut in Berge hinein. Das Spiel ist einfach perfekt durchgeplant.

Der Soundtrack

Eigentlich könnte man es mit einem Wort abhandeln: SUPER!

Aber ich möchte doch ein wenig mehr ins Detail gehen. Der Soundtrack unterstreicht die Stimmung im Spiel in jeder Hinsicht. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl er sei unpassend oder gar störend. In Passagen, in denen Schnelligkeit von Nöten ist, treibt er einen geradezu vor sich her. In ruhigen Spielsituationen plätschert er gemächlich vor sich hin und lässt einen die tolle Grafik genießen.

Das Endgame

Der Punkt, der mich überhaupt dazu gebracht hat, diesen Artikel zu schreiben, ist das Endgame von Super Mario Odyssey. Hier hat man noch jede Menge zu tun. Man kann es so wie ich machen und durch die Story durchrauschen und in jeder Welt nicht viel mehr als das Minimum machen, dann schafft man die Story vielleicht in 20 Stunden. Doch nach dem Kampf gegen Bowser ist das Spiel noch längst nicht vorbei. Euch erwartet noch mehr als eine neue Welt und weitere Aufgaben, sowie Monde, die ihr bis dahin noch nicht freispielen konntet. Content ohne Ende also und definitiv hunderte Stunden Spielspaß. Wenn ihr, so wie Jan, versucht möglichst viele Monde im Laufe der Storyline zu sammeln, dann könnt ihr euch auf locker 50 Stunden Spielspaß einstellen, bevor ihr euch Bowser endgültig in den Weg stellt.

Zwischenfazit nach der Hauptstory

Ich bin einfach nur hin und weg. Wie schon gesagt, nach der ersten Stunde war ich derart frustriert, dass ich das Spiel am liebsten wieder zurück gegeben hätte. Doch mit ein bisschen Übung macht sowohl das Spielen mit den Joy Cons, als auch in jeder anderen Variante großen Spaß. Die Story ist wirklich gut gemacht. Alles hat in diesem Spiel Sinn und Berechtigung. Die Grafik ist sowohl sehr hübsch anzusehen als auch fehlerfrei. Der Soundtrack ist immer genau auf den Punkt. Der Spielspaß ist nach jetzigem Stand für viele viele Stunden gesichert. Ich freue mich auf noch viele Abenteuer, die ich mit Mario erleben darf.

Es ist schlicht und ergreifend das Beste, was die Switch bisher zu bieten hat. Auch auf anderen Konsolen habe ich bisher kein Spiel erlebt, dass ich so gefeiert habe, wie dieses. Solltet ihr bisher keine Nintendo Switch besitzen, so ist dieses Spiel ein Grund, sich eine zu kaufen.

 

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.