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Synology Cloud Station Erfahrungen

Seit einigen Monate habe ich alle Dropbox-Clients von meinen Endgeräten verbannt. Ich nutze nur exklusiv die Synology Cloud Station für all diese Belange. Die Cloud Station ist mehr oder weniger genau das was Dropbox ist, nur dass man den Dienst komplett selbst zuhause hostet. Das Setup und der Betrieb gehen dabei recht einfach von der Hand.

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Auf der DiskStation installiert man dafür das Cloud Station Paket und auf den Rechner, Smartphones und Tablets jeweils den Cloud Station Client. Im Cloud Station Paket auf der DiskStation sieht man im Überblick ob der Dienst korrekt eingerichtet ist. Außerdem gibt es Links zu allen interessanten Clients.

Cloud Station Screenshots OS X 1

In den Berechtigungen kann man verwalten welche User den Dienst benutzen dürfen.

Cloud Station Screenshots OS X 2

In der Client-Liste kann man sehen welche Clients mit der Cloud Station verknüpft sind und welche gerade auch online sind. Falls notwendig, zum Beispiel beim Verlieren eines Gerätes mit installiertem Clients, kann man hier dem Client auch die Berechtigungen wegnehmen.

Cloud Station Screenshots OS X 5

Das Protokoll zeigt alle Dateiänderungen in chronologischer Reihenfolge an. Mit Aktion, Dateinamen, User und Datum.

Cloud Station Screenshots OS X 4

Im Versionsverlauf kann man geänderte oder gelöschte Dateien wiederherstellen.

In den Einstellungen man hinterlegen wieviele Versionen maximal gespeichert werden sollen und wie groß das Protokoll werden darf.

Als normaler User hat man an der DiskStation natürlich keinen Zugriff auf die Berechtigungen und die Einstellungen. In der Client-Liste kann man auch dann auch nur seine eigenen Clients sehen.


Cloud Station Client Screenshots OS X 1

Hat man den Dienst auf der DiskStation eingerichtet – und dafür sollte man auch unbedingt QuickConnect einrichten – kann man die Clients auf den verschiedensten Geräten installieren. Ich habe an meinem Rechner angefangen.

Für jeden DiskStation-User wird automatisch auf der DiskStation ein Basis CloudStation-Ordner angelegt. Damit kann man direkt loslegen. Man kann in der Hauptanwendung aber auch eigene Ordner zu den Ordner-Syncs hinzufügen.

Cloud Station Client Screenshots OS X 2 Cloud Station Client Screenshots OS X 3

Für jeden Ordner kann man eigene Synchronisationsregeln festlegen. Dort kann man Order vom Sync ausschließen, Dateifilter anlegen und die max. Dateigröße festlegen.

Cloud Station Screenshots OS X 6

Während der Client läuft, sieht man das kleine Icon in den Menüleiste. So hat man immer im Blick ob gerade etwas von den Inhalten synchronisiert wird. Außerdem bekommt man eine Liste mit den letzten fünf Dateiaktualisierungen angezeigt. Für diese kann man hier dann per Doppelklick öffnen, den entsprechenden Ordner öffnen oder einen öffentlichen Share-Link kopieren.

Cloud Station Screenshots OS X 3

Im Dateibrowser (Finder oder Explorer) bekommt man mit den zusätzlichen Icons rechts neben dem Dateinamen auch angezeigt welchen Sync-Status die Dateien haben.

Der Client ist übrigens in der neuen Version 3.2 Build 34xx um einiges schneller geworden.


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Der iOS-Client DS Cloud ist auch gut geworden und integriert schön ins OS. Auch hier kann man sich über QuickConnect einfach mit seiner DiskStation verbinden.

Cloud Station Client Screenshots iOS 1Cloud Station Client Screenshots iOS 2

Hier kann man seine Dateien sehen, verwalten und öffnen. Seinen Sync-Verlauf unter Kürzliche Änderungen einsehen und Zuletzt geöffnet betrachten.

In den Einstellungen kann man auswählen ob die App den Sync nur per WLAN anstoßen darf oder auch die Mobilen Daten verbrauchen soll dafür. Ich habe mich für Nur WLAN-Sync entschieden und verbinde das ganze dann mit dem Geofencing. Da die App unter iOS im Hintergrund nicht unendlich lange Arbeiten kann, wird das Geofencing genutzt um den Sync an verschiedenen Standorten immer mal wieder im Hintergrund anzustoßen. Ich habe hier verschiedene Locations eingerichtet an denen ich sowieso WLAN-Empfang habe – Zuhause, auf der Arbeit, ein paar Cafés. So landen die aktuellen Daten zwischendurch immer wieder auf dem Gerät.

Cloud Station Client Screenshots iOS 5

Ein kleines Highlight ist für mich die Integration der Cloud Station unter iOS in die Document Providers. So kann man unter iOS auch in anderen Apps direkt mit den Daten aus DS Cloud und damit im Sync arbeiten. Die Daten werden dabei nicht einfach in Dritt-App kopiert sondern es bleibt die Verbindung zum DS Cloud Dienst bestehen. Bedeutet wenn ich zum Beispiel eine Datei in Textastic über DS Cloud öffne und bearbeitet werden die bearbeiteten Daten auch automatisch in die Cloud Station zurückgeschrieben.


Warum ich die Cloud Station gerne nutze?

  • Ich habe nahezu alle Funktionen von Dropbox & Co.
  • Die Daten liegen auf meinem eigenem Server
  • Ich bezahle keinen weiteren Dienst
  • Verbindungen laufen alle über SSL
  • Mit QuickConnect ist die Einrichtung für globalen Zugriff sehr einfach und dennoch kann ich immer mit optimaler Netzwerkgeschwindigkeit arbeiten.
  • 2-Faktor-Authentifizierung
  • Über den Synology Cloud Sync bekomme ich auch andere Cloud Dienste auf die DiskStation und damit wiederum in die Cloud Station. Ich schreibe wohl dazu noch einen weiteren Artikel um es genauer darzustellen. Hier nur ein kurzes Beispiel: Ich nutze IFTTT zusammen mit Dropbox und die paar unwichtigen Dropbox-Daten laden dann wiederum per Cloud Station auf meinen Geräten. Quasi ein Dropbox Client auf der DiskStation, dafür keine Dropbox-Clients mehr auf den einzelnen Geräten.
  • Sync-Ordner lassen sich ohne weitere Kosten mit mehreren DiskStation-Usern teilen und zusammenarbeiten.
  • Einfaches Online-Sharing von Daten über Links
  • Clients auf allen gängigen Geräten
  • Ich kann ggf. auf meine Cloud Station Daten auch per Web-Oberfläche, FTP, SFTP, SMB, AppleTalk, Webdav und so weiter zu greifen – eben alle File Services die man auf der DiskStation so einrichten kann.
  • Mit dem Cloud Station Client für die DiskStation kann man auch mehrere NAS untereinander synchron halten.

Ich habe bisher mit der Cloud Station nur positive Erfahrungen gemacht und kann sie durchweg empfehlen. Wer den Sync auch unterwegs auf dem Rechner, SmartPhone oder Tablet nutzen möchte, sollte sich vorher Gedanken über Dateigrößen und Internet-Upload-Geschwindigkeit des NAS machen.

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