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Toshiba FlashAir oder eyefi mobi

Die eyefi mobi habe ich schon längere Zeit im Einsatz, einen Artikel dazu verfasst und auch eine Anleitung wie ich meine eyefi Classic zusammen mit meiner DiskStation verwende. Doch wie es nun mal so ist ändern sich Arbeitsabläufe immer wieder. So gab es für mich einen Grund herauszufinden ob das Toshiba FlashAir vielleicht besser zu meinen aktuellen Angewohnheiten passt.

Aber wo sind eigentlich die Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede der Toshiba FlashAir und eyefi mobi SD-Karten?

Gemeinsamkeiten gibt es auf den ersten Blick:

  • SD-Karte mit Wifi
  • Fotos kommen per Wifi auf den Rechner, das Tablet oder Smartphone
  • beide brauchen Apps für die Konfiguration

Die absolute Grundfunktion beider Karten ist identisch – wo sind also die Unterschiede?

  1. Das erste Setup läuft unterschiedlich ab. Die mobi arbeitet unter iOS mit einem Geräte-Profil um die Konfiguration zu vereinfachen. Die FlashAir öffnet sein eigenes Wifi in das man sich einloggt um dann die Einstellungen in der App zu ändern oder man nutzt wie ich die OS X App dazu. Meiner Meinung nach macht das Setup keinen entscheidenen Punkt.
  2. Die mobi ist immer auf seine herstellereigene App angewiesen. Die FlashAir kommt natürlich auch mit eigener App, aber man kann auch ohne Probleme jede App nutzen, die die FlashAir direkt unterstützt, wie mein geliebtes PhotoSync oder man greift einfach per Webdav-fähiger App auf die FlashAir zu. Dies kann man unter iOS zum Beispiel mit Transmit machen. Am Rechner kann man die FlashAir als Laufwerk mounten.
  3. Die mobi unterstützt nur JPEG-Fotos und mp4-Videos. Die FlashAir ist durch den offenen Webdav-Standard auch offen für andere Dateiformate. So kann man ohne Probleme Zugriff auf RAW-Dateien sowie alles andere bekommen.
  4. Auf die mobi kann man per Wifi nicht schreiben und löschen. Löschen kann man ggf. noch in der App bzw. Auto-Delete einstellen (glaube ich). Auf der FlashAir kann man wiederum wegen des offeneren Zugriffs einfach irgendwelche Daten speichern und auch direkt löschen. So könnte man die Karte auch zum Datentransport nutzen. Wirklich praktisch ist es aber wohl auch nicht.
  5. Auf die FlashAir kann man auch im Browser zugreifen um dort JPEGs direkt zu betrachten.
  6. Die FlashAir unterstützt Internet-Pass-Through:
    Man muss sich immer mit dem FlashAir-eigenem Wifi verbinden. Im Normalfall wäre euer Smartphone oder Rechner dann offline. Mit Internet-Pass-Through gebt ihr der FlashAir eure Home-Wifi-Zugangsdaten und wenn ihr euch dann mit der FlashAir verbindet, dann schleust sie den Internettraffic an das verbundene Gerät weiter. Leider kann sich die FlashAir nicht in das bestehende Heimnetzwerk als Teilnehmer direkt einbuchen und so seinen Dienst tun, dann könnte man sich den Wechsel der Wifi-Netzwerke für den Datenzugriff sparen – fände ich persönlich noch viel praktischer und ich dachte vorm Kauf auch dies würde so gehen.
  7. Hört sich aktuell alles sehr vorteilhaft an für die FlashAir. Doch man darf nicht vergessen, dass die herstellereigene Software meiner Meinung nach bei eyefi umfangreicher und schöner ist. Dazu kommen die Clouddienste die eyefi anbietet. Für manche Einsatzzwecke ein großer Vorteil.

Toshiba FlashAir P1130311

Die Frage die man sich stellen muss ist: “Wie möchte ich welcher der beiden Karten nutzen?”

Einfacher Sync auf dein Mobilgerät und in die Cloud von JPEGs und Videos, dann fährt man mit der eyefi mobi wohl besser. Möchte man freier sein beim Zugriff auf Daten und bei der Auswahl der eingesetzten Software-Endpunkte, dann greift man wohl besser zur FlashAir. So 100%-ausgereift wirken beide für mich nicht. Doch die eyefi mobi ist eher die noch simplere Consumer-Lösung, während man mit der hacker-angehauchten FlashAir versuchen kann genau seine Workflows abzubilden.

Beide Karten kosten in der 8 GB Variante etwas unter 20 € bei Amazon. (eyefi mobi/Toshiba FlashAir)

Ich mag aktuell die FlashAir, einfach weil ich wieder RAW fotografiere und so direkt an die Daten komme. Außerdem kann ich mit der FlashAir ein bisschen mehr rumspielen was automatischen Mounten der Karte und weitere Verarbeitungen per Hazel angeht.

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