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VR Worlds

Ich glaube VR Worlds beziehungsweise die darin verborgenen Minigames sind wohl die ältesten Ankündigen, seit dem Sony angekündigt hat ein VR-Headset für seine PlayStation 4 zu produzieren. Die Spiele wurden auf E3, gamescom und Co genutzt um den Besuchern einige Eindrücke der VR-Welt zu bieten. Downhill auf einem Rollbrett liegend, Schießereien in Bibliotheken und eine Art VR-Pong gehörten wohl zu den bekanntesten Szenen. Zum Release der PlayStation VR ist Sony hingegangen und hat diese Demos aufpoliert, hat sie erweitert und in einer Spielesammlung zusammengeschnürt.

Zum Start von VR Worlds befindet ihr euch in einem Foyer mit Statuen und Säulen, vor euch das VR Worlds Logo zum greifen nah. Ihr könnt euch umschauen und die unterschiedlichen Spiele / Themen auswählen die mit einer thematisierten, drehenden Kugel auch noch visuell hervorgehoben werden.

Da es sich sich hierbei wie erwähnt um eine kleine Sammlung von Minigames handelt möchte ich auf diese auch einzeln eingehen. Alle Inhalte werden mit dem regulären PlayStation Controller gespielt. Zum Teil werden auch die Move-Controller “Eistüten” unterstützt welche man bereits für die PlayStation 3 erwerben konnte. Ich werde es unten nochmal entsprechend erwähnen. Benötigen tut man sie aber nicht.

The London Heist

Bei The London Heist schlüpft ihr in die Rolle eines Gangsters und dürft euch heiße Feuergefechte liefern. Im Storymodus bereitet ihr einen Raub vor und verteidigt euren Transporter auf der Flucht. Ihr spielt jedes mal eine einzelne “Schießbuden”-Sequenz bei der ihr aus allen Rohren feuern dürft. Auf dem Schießstand könnt ihr eure Trefferquote etwas aufpolieren und euren Highscore in die Höhe treiben.

Interaktionen mit der Umgebung fühlen sich sehr natürlich an. Im Transporter könnt ihr den Radiosender verstellen und während ihr euch in einer anderen Sequenz hinter einem Schreibtisch in Deckung begeben müsst, könnt ihr in den Schubladen nach Schlüsseln und Magazinen suchen. Dabei schweben eure Hände frei in der Luft, repräsentieren aber die Position eurer echten Hände am Controller sehr gut. Mit den Move Controllern könnt ihr sogar die Waffen zwischen den Händen hin und her reichen.

Ocean Descent

In Ocean Descent könnt ihr ein paar Eindrücke in der Tiefsee sammeln. In einem Haikäfig werdet ihr in die Tiefen des Meeres herabgelassen und begegnet allerlei Meeresbewohner. Eine Präsentation die von den Eindrücken auf Augen und Ohren lebt. Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung gibt es keine. Einfach zurücklehnen und genießen.

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Scavengers Odyssey

Im Sitz eines Käfer-ähnlichen Raumschiffs, im Körper einer unbekannten Spezies erkundet ihr den Weltraum. Mit den Kanonen erledigt ihr aggressive Aliens und mit der Sprungfunktion bahnt ihr euch den Weg zu einem Artefakt.

Sprünge zu Erdformationen oder Raumstationen können die Gravitation beeinflussen, bei der sich euer Raumschiff eigenständig dreht um auf den Füßen zu landen. Diese Drehung hat bei mir am meisten für ein schwummriges Gefühl gesorgt. Lange konnte ich dieses Spiel nicht aushalten, sonst hätte mein Magen sich vermutlich aktiv beschwert.

VR Luge

Schnallt euch ein Rollbrett unter den Hintern und ab geht es die Bergstraße hinunter. Weniger Zentimeter über dem Boden rast ihr mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit die Straßen herunter, vorbei am fahrenden Autos und LKWs, Baustellen und Co.

Gelenkt wird indem ihr euren Kopf zu Seite neigt als würdet ihr euch in die Kurve legt. Die Steuerung ist recht sensibel und so landet man auch schneller als gewollt in der Bande und wird stark abgebremst, kommt aber genauso schnell auch wieder auf ein hohes Tempo. Hier geht es wirklich nur darum Herausforderungen abzuschließen und die Rekorde deiner Freunde oder der Welt zu schlagen.

Wenn auch eine imposante Demo, ist der Spaß nur kurzweilig und die Strecken sind sich alle sehr ähnlich. Kurze Action-Momente bei denen z.B. Baumstämme über die Straße fliegen sind leider Mangelware.

Danger Ball

Habt ihr mal das Flashgame Curveball gespielt? Den dreidimensionaler Pong Klon? Dies ist die VR Version davon. Mit eurem Blick positioniert ihr euer Paddle und müsst versuchen den Gegner zu besiegen. Dabei prasselt zusätzlich ein ordentliches Effekt-Gewitter auf euch ein bei der die Spielarena zum Teil zerstört wird. Jeder KI-Gegner hat ausserdem noch seine eigene Stärke die für etwas Abwechslung sorgt und zum Teil schnelle Reaktionen erfordert.

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Fazit

Ich kann mit Ruhe behaupten, dass Sony hier ein schönes Komplettpaket geschnürt hat um ausreichend Eindrücke mit dem neuen VR-Headset sammeln zu können. Wenn Freunde mal VR ausprobieren wollten, war es immer die erste Wahl, vor allem The London Heist weil dort mit Move Controllern die Interaktion einfach wunderbar funktioniert hat.

Optisch wirkte alles passend auf das VR-Headset abgestimmt, die Soundeffekte über die Kopfhörer rundeten die Erlebnisse ab.

Aber ob dieses Paket seine 40 Euro wert ist? Es ist eine schöne Sammlung mit der man die ein oder andere Stunde Spaß haben kann. Der Abschnitt Oceans Descent ist aber z.B. mit einem Mal durch. Wer ab und zu etwas auf den virtuellen Schießstand möchte und ein paar Bälle abwehren möchte, sollte mal einen Blick hinein werfen.

Bei Amazon gibt es die Disk Version für ~45 €, während die digitale Version im PlayStation Store für ~40 € zu haben ist. Denkt daran, dass ihr mindestens das PSVR Headset mit Kamera benötigt!

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

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