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WD My Cloud Expert Series

Ich habe euch vor ein paar Tagen die WD My Cloud DL 2100 vorgestellt und per Mail erreichte mich zweimal die Frage, wo denn der entscheidende Unterschied zur EX Series von WD sei, da diese günstiger wäre. Ich habe ein bisschen recherchiert und bei WD angefragt. Gerne möchte ich diese Fragestellung also kurz beantworten, auch ohne dass ich ein Gerät vor Ort habe. Denn für die meisten Kaufinteressenten wird die EX Serie wohl mehr als ausreichend sein.

Es handelt zwar um das günstigere Modell, aber es ist dennoch für Prosumer und Kreative Profis gedacht und liefert die entsprechenden Features mit. Während die DL Series eigentlich sogar eher als Business-Gerät für kleine Betriebe gedacht ist. Dazu aber später mehr bei den Unterschieden.

Die EX Series ist mit der selben gut durchdachten Software ausgestattet, die die DL Serie besitzt. Daher ist auch das Setup, die Oberfläche und die einfache und schnelle Bedienung identisch.

Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Hardware. Ich vergleiche hier die EX 2100 und die DL 2100, da diese augenscheinlich die meisten Übereinstimmungen haben.

Dies fängt schon beim Gehäuse an, welches ich persönlich für eines der besten NAS-Gehäuse auf dem Markt halte. Beide sind extrem hochwertig, schwer und bieten den  intelligenten Festplatteneinschub für die Hot-Swap-fähigen Anschlüsse. Im Gehäuse stecken ebenfalls in beiden Systemen die bekannten WD Red Festplatten, die optimiert sind für Serveraufgaben.

wdfMyCloud_EX2100

Bei der Hardware unterscheiden sich die beiden hauptsächlich durch den Prozessor. In der DL 2100 steckt ein 1.7 GHz Intel Atom C2350 CPU und in der EX 2100 ein Marvell ARMADA 385 1.3 GHz Dual-core. Das Interessante ist, dass beide im direkten Vergleich in etwa dieselbe Leistung für Datenübertragung per Windows Freigabe schaffen. WD gibt diese beim EX 2100 mit etwa 115 MB/s an. Was heißt, dass der Gigabit-Anschluss fast voll ausgelastet ist. Beide Systeme besitzen ebenfalls einen 1 GB Arbeitsspeicher, allerdings ist dieser beim EX 2100 nicht aufrüstbar. Unterschiede bei der Leistung wird man wohl erst bemerken, wenn extrem viele User gleichzeitig auf dem System arbeiten.

Zur Absicherung der Hardware sind ebenfalls Maßnahmen vorhanden. 2x Gigabit-Ethernet für Fehlerkorrekturen und Ausfallsicherheit. Bei den Softwarediensten und -Features ist es wirklich schwer Unterschiede der beiden Systeme zu finden. Alle bekannten und für den Endanwender bedeutenden Protokolle werden unterstützt.


Netzwerkprotokolle

  • DHCP Client oder Static IP
  • NTP Client
  • Dynamic DNS (DDNS)
  • Apple Bonjour und Windows Rally
  • Jumbo Frame Support bis zu 9K
  • VLAN (802.1Q)
  • Link Aggregation und Failover für 2 Gigabit Ethernet-Ports
  • UPnP Port-Forwarding
  • LLTD Link Layer Topology Discovery Protocol
  • iSCSI
  • SSH

Dateidienste

  • CIFS/SMBv3 für Windows, Mac OS X und Linux
  • AFP für Mac OS X
  • WebDAV Server
  • FTP/SFTP Server
  • Microsoft Active Directory

Die einzigen Unterschiede, die ich in der Software sehen kann, sind die fehlende Unterstützung für Microsoft Distributed File System (DFS) und die Begrenzung auf 10 gleichzeitige Verbindungen per CIFS/SMBv3 bei der EX 2100. Aber beides wird man wohl selten im normalen Betrieb bemerken.

Die meisten, gerade wenn sie noch nie ein NAS-System oder sonstige Server betreut haben, werden die einfache Einarbeitung in das Betriebssystem schätzen. Anschließen und loslegen, alles ist vorkonfiguriert. Man kann wenig falsch machen und richtet sich seine persönliche Cloud in kleinen Schritten nach seinen Wünschen ein. Dazu zählt auch die Benutzung der entsprechenden Cloud Sync-Dienste und -Apps von WD. Diese stehen für Windows, Mac, Android und iOS zur Verfügung. Schaut euch meinen DL 2100 Artikel zu den Themen nochmals an.

Ideal für Fotografen

Ich selbst bin gerade dabei meine Fotos alle zentral auf meinem NAS zu sammeln. Dies hat den Vorteil, dass ich hier auf den großen Speicherplatzpool zurückgreifen kann, also nicht Daten auf mehreren Platten verteilen muss. Dazu kann ich außerdem auf meine Daten von überall, wo ich Netzwerkzugang habe, zugreifen und weiterarbeiten. Ein größeres Anliegen für meine Fotos ist aber eher die Datensicherheit. Hier hat man mit dem NAS zum einen eine RAID-Spiegelung, also eine Absicherung falls mal eine der Platten ausfällt, und zum anderen kann man noch ein echtes Backup durchführen, entweder auf einer USB-Platte, einem weiteren NAS oder zu Cloud-Diensten wie Amazon S3 oder Elephant.


Meiner Meinung nach gibt es für die meisten Prosumer wohl keinen Grund zur DL 2100 zu greifen, da die EX 2100 eigentlich alles mitbringt an Ausstattung und Leistung, was man als normaler Endanwender erwartet.

WD baut mit der EX Serie starke Netzwerk-Speicherlösungen mit den neusten Marvell Chipsets und seinen bekannten und ausgezeichneten WD Red-Laufwerken und verbindet dies alles mit einfacher Bedienung und seinen privaten Cloud-Lösung.

Weitere Infos bekommt man bei WD auch per Twitter oder Facebook oder man stellt seine Fragen im Forum.

2 Comments

  1. Hallo Jan,

    habe gerade deinen Bericht gelesen. Vielen Dank dafür.
    Auch ich besitze seit einigen Tagen das WD EX2100 NAS. Und möchte damit all meine Fotos zentral speichern/sichern.
    Habe mir dazu extra eine neue Fritzbox mit 2 Gbit Anschlüssen zugelegt. Leider empfinde ich die Ladegeschwindigkeit als sehr sehr langsam. Für ca. 4GB, die ich via iMac oder MacBook im WLAN hochlade, benötige ich bis zu einer halben Stunde.

    Als ich das NAS mit Netzwerkkabel direkt mit dem iMac angeschlossen habe, konnte ich ca. 70GB Bilder innerhalb von nur einer halben Stunde hochladen.

    Wie ist deine Erfahrung. Dauert es auch so lange bei dir wenn du Daten/Bilder über das WLAN zum NAS hochlädst?
    Habe schon mit 1&1 und WD Kontakt aufgenommen.

    Danke und Grüße,
    Christoph

    1. Einen GBit Anschluss reicht, der zweite ist wenn nur Backup bei dir. FritzBox unterstützt nämlich keine Bündelung.
      Der Flaschenhals wird eher das WLAN sein der Rechner sein.

      An der FritzBox die Anschlüsse auch wirklich auf Gbit gestellt? Muss man wenn ich mich recht erinnere manuell umstellen.

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