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Wiko rainbow Lite

Alle paar Monate schaue ich mir Android an, immer mit einer anderen Geräteklasse. Mal das HighEnd Smartphone, mal als Tablet und zu letzt zum Beispiel mit dem FlagShip Killer OnePlus One. Heute geht es mit dem Wiko rainbow Lite in die Klasse der günstigen Einsteiger-Smartphones. Mal schauen was der französische Hersteller zu leisten vermag.

Back to basics!

Das rainbow Lite ist gerade erst auf dem Markt erschienen und für kleine 119 € zu haben. Hat es meiner Meinung nach eine beeindruckende Ausstattung. Vermissen tue ich bei dem Preis zumindest wenig.

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Fakten

Das rainbow Lite kommt mit dem aktuellen Android 5.0 Lollipop. So kann ich mir die neue Android Version direkt auch anschauen und ausprobieren. Angetrieben wird das Smartphone von einem 1,3 GHz Quad-Core Prozessor und 1 GB RAM. Als interner Speicher stehen 8 GB zur Verfügung. Dies ist nichts gerade weltbewegend, kann aber per Micro SD um 64 GB Speicher erweitert werden. Außerdem nimmt das rainbow Lite gleich zwei SIM-Karten auf.

  • ABMESSUNGEN : 143 x 71,7 x 8,9 mm
  • GEWICHT : 160g (inklusive Akku)
  • AKKU : 2000 mAh (7,4 Wh) Li-Po

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Display

Nachdem ich die technischen Daten gelesen hatte, hatte ich große Bedenken, was das Display angeht. 5 Zoll Displaydiagonale und eine kleine FWVGA-Auflösung (480 x 854 Pixel) hörte sich nach keiner guten Kombination an. Ich dachte alles würde unscharf, pixelig oder verwaschen aussehen, aber ich wurde eines besseren belehrt. Klar, das Display ist kein Vergleich zu einem Retina iPhone 6, aber wenn man bedenkt wie günstig, das Smartphone ist, dann war ich doch angetan von der Qualität. Texte lassen sich gut lesen und Bilder sehen gut aus. Das IPS-Display sorgt für einen guten Betrachtungswinkel. Leider spiegelt das Display in der Sonne ziemlich stark, da bekommt man schon mal Probleme.

Leider sieht man Fingerabdrucke auf dem Display auch ziemlich schnell und ziemlich stark. Das Reinigen des Displays geht leider auch nicht so einfach wie beim iPhone.

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Benutzung

Das rainbow Lite macht im Alltag Spaß. Dank Quad-Core und Android 5 laufen alle Standardanwendungen flüssig und laden schnell. Bei 90% der Programme wird man kaum wirklich einen größeren Geschwindigkeitsunterschied wahrnehmen zu teuren HighEnd-Modellen. Mails, Surfen, WhatsApp, Facebook, Instagram, Twitter und Co. – also alle Standard-Kommunikationswege – laufen gut und decken den breiten Bedarf der Masse ohne Probleme ab.

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Die Erkennung des Touchscreens ist gut und dank der Displaygröße lässt sich auf der Tastatur gut tippen.

Die beiden Kameras kommen mit 5 Megapixel daher und erlauben den einen oder anderen Schnappschuss. Die 5 Megapixel-Selfiekamera ist von der Auflösung ein Alleinstellungsmerkmal. Doch die Qualität der Kameras wäre für mich nicht ausreichend um meine Kompaktkamera zu Hause zu lassen, hier liefern die teuren Smartphones wie iPhone, Galaxy S-Serie, LG G4, Sony oder OnePlus natürlich bessere Ergebnisse. Bei schlechten oder auch schwierigen Lichtverhältnissen kommt das rainbow Lite schnell an seine Grenzen.

Die Benutzung zweier SIM-Karten kann für viele ein Vorteil sein. Durch die clevere Kombination von SIM-Karten mit verschiedenen Tarif-Optionen und/oder gleichen Anbietern wie Freunde und Bekannte kann man Geld sparen.

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Wiko hat am installieren Android 5.0 wenig verändert, soweit ich das beurteilen kann. Wenig zusätzliche Software und auch wenige optische Veränderungen. Nur beim Launcher setzt Wiko auf eine eigene Entwicklung. Aufgefallen ist mir dabei, dass der Launcher ähnlich wie unter iOS alle Apps direkt auf den HomeScreens anzeigt. Es gibt also keinen App Drawer. Finde ich selbst gut, liegt aber vielleicht auch an der Gewöhnung durch iOS.

Außerdem hat Wiko leider eigene Icons in Benutzung. Das runde Design der Icons und auch die farbliche Gestaltung sagen mir leider nicht zu. Aber den Launcher kann man recht einfach durch einen anderen aus dem Play Store ersetzten und dann kann man auch direkt die Icons ändern.

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In the end

Das Wiko rainbow Lite bietet ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Es bringt alles mit was man von einem modernen Smartphone erwartet – Android 5.0, Quad-Core, 1 GB RAM – und kombiniert es mit schönen Extrafeatures wie DUAL-SIM und Mirco SD-Slot, die man selbst in teuren HighEnd-Geräten oft vermisst.

Ich bin wirklich überrascht wieviel Smartphone man mittlerweile für so wenig Geld bekommt. Da macht man sich schon mal Gedanken warum das eigene SmartPhone 600, 700 oder gar 800 € gekostet hat und viel Mehrwert man daraus wirklich zieht.

Interessant finde ich wie viele Fan Wiko wohl schon mittlerweile hat. Die Facebook Page des Herstellers gibt einem dort entsprechende Einblicke.

Ich bedanke mich beim Hersteller für die Bereitstellung des Testmusters. Informationen zu ethischen Grundsätzen.

Von Jan Kampling

Ich bin der Betreiber dieses kleinen Gadget-Tagebuchs. Tagsüber findet man mich als Medienfachwirt und Mediendesigner arbeitend hinter einem Berg von Displays. Der NerdCave ist mein Rückzugsort.